Alles über die Rüsselsheim Royals

Hier macht das Hockeyherz einen Satz. In dieser Kategorie werden sämtliche Spielberichte und Geschichten über die Rüsselsheim Royals gesammelt.


Keine Pause: Royals sind auch im Winter aktiv

Die offizielle Inlinehockey-Saison ist beendet. Viele Rüsselsheimer Spielern tummeln sich nun auf dem Eis. Ruhig geworden ist es am RRSC-Vereinsheim aber noch lange nicht. Auch in diesem Jahr versammelt sich am Sommerdamm wieder eine Gruppe wackerer Spieler, um sich gemeinsam im Winter-Training auf die Saison 2018 vorzubereiten.

 

Schon auf den ersten Blick erkennt man dabei, dass das nicht unbedingt ein Zuckerschlecken ist. Schließlich ist der Rüsselsheimer Hockeyplatz nicht überdacht. Da heißt es vor jeder Übungseinheit anpacken, um die Spielfläche vorzubereiten. So vergehen schon einmal schweißtreibende Minuten, ehe das Laub entfernt und die eine oder andere Pfütze getrocknet ist.

 

Wenn dann endlich die Flutlichter angehen und der Platz hell erleuchtet ist, schallen wieder die vertrauten Klänge durch das weite Rund des Areals, das die Rüsselsheim Royals seit mehr als zwanzig Jahren ihre sportliche Heimat nennen.

 

Wintertruppe freut sich über Zuwachs

 

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als die winterliche Trainingsgruppe aus gerade einmal drei Teilnehmern bestand, tummeln sich aktuell weitaus mehr Spieler auf dem Feld. Bis zu acht unentwegte Puckjäger nutzen aktuell das Programm, das am Ende der Saison 2016 erstmalig ins Leben gerufen wurde. Stefan Swoboda, der die Trainingsgruppe leitet, freut sich jedenfalls über den Zuwachs: »Dieses Jahr haben wir wieder einige neue Gesichter am Start. Die Gruppe ist gewachsen. Das eröffnet neue Möglichkeiten in der Trainingsgestaltung und zeigt auch, dass die Sportart Inlinehockey in Rüsselsheim nicht vom Aussterben bedroht ist«.

 

Zweimal treffen sich die Spieler jede Woche zum Training. »In der Regel sind wir montags und donnerstags auf dem Feld. Um 19.00 Uhr geht es los. Allerdings sind wir stark vom Wetter abhängig. Daher kann es schon einmal vorkommen, dass der eine oder andere Termin kurzfristig verschoben werden muss«, erklärt Swoboda.

 

Perfekt für Anfänger

 

Das Hauptaugenmerk liegt in den Winter-Aktivitäten auf den Hockey-Basics. Die Spieler absolvieren beispielsweise Pylonen-Parcours, um ihre Lauffähigkeiten zu verbessern, erhalten Pass- und Schusstraining, um Präzision zu erlernen, bekommen aber auch positionsspezifische Tipps und Tricks vermittelt. Das ist natürlich mühsam, aber gerade für Anfänger eine gute Sache. Schließlich gilt es, diese Jungs für den Saisonstart 2018 fitzumachen. Am Ende einer jeden Übungseinheit steigt das Trainingsspiel. Schließlich soll das Ganze ja auch Spaß machen. So können die Teilnehmer die erlernten Fähigkeiten direkt anwenden. »Ich glaube, darauf freuen sich alle immer am meisten«, schmunzelt Swoboda.

 

Interesse geweckt? Dann melde dich einfach bei den Rüsselsheim Royals. Hier kannst du uns eine Nachricht schicken. Klicke einfach auf diesen Link!

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Abstiegs-Endspiel: Großer Kampf wird nicht belohnt

Ende, Aus, Abstieg: Für die Rüsselsheim Royals ist das Abenteuer Oberliga nach nur einer Saison beendet. Nach der Niederlage im alles entscheidenden Play-Down-Spiel bei den Langen White Wolves geht es für den RRSC wieder eine Liga tiefer.

 

Während die Spieler der Langen White Wolves den Sieg bejubelten, klatschten sich die sieben wackeren Rüsselsheimer nach der Schlusssirene ab. Sechzig schweißtreibende Minuten lagen hinter dem letzten Aufgebot — und leider durfte das Team die Heimreise nicht mit einem Sieg im Gepäck antreten.

 

Die Geschichte des Spiels ist mal wieder nichts für schwache Nerven. Schon im ersten Viertel ging es ordentlich zur Sache. Auf der kleinen Spielfläche in Langen standen die beiden Torhüter von Beginn an unter Dauerbeschuss. Die beiden Kellerkinder lieferten sich einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Man merkte aber schon in dieser frühen Phase, dass Langen vor dem Kasten einen Tick gefährlicher agierte. Dennoch trennte beide Teams zum Pausentee gerade einmal ein Tor. Das erste Viertel endete mit einem 1:2-Rückstand aus Rüsselsheimer Sicht.

 

Tiefschlafphase wird bestraft

 

Was dann geschah, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Die Royals präsentierten wieder einmal eindrucksvoll ihre beiden Gesichter. Im zweiten Viertel wirkte es so, als wäre der gesamten Rüsselsheimer Truppe in der Pause der Stecker gezogen worden. Während im Spiel nach vorne die letzte Konsequenz fehlte, klingelte es hinten beinahe im Minutentakt. Das Wolfsrudel nutzte die Schwächephase eiskalt aus und schraubte das Ergebnis immer weiter in die Höhe. Als der erlösende Halbzeitpfiff endlich ertönte, lag der RRSC mit 1:7 hinten. Langens Topscorer Sascha Fischer erzielte vier der fünf im zweiten Viertel gefallenen Wölfe-Treffer. Kann man mal machen. Sollte es das schon gewesen sein?

 

Rüsselsheim stemmt sich gegen die Niederlage

 

Mit Nichten! Man darf über die Darbietungen der Rüsselsheimer Truppe in der abgelaufenen Saison sicherlich diskutieren, auf eine Sache kann man sich bei Spielen mit Royals-Beteiligung jedoch stets verlassen: Der Unterhaltungswert ist immer gegeben. Nach einem weiteren Gegentor zu Beginn des dritten Spieldurchgangs schien die »Mission Klassenerhalt« für den RRSC in einer Voll-Katastrophe zu enden. Mittlerweile waren die Wölfe drauf und dran, das Ergebnis zweistellig zu machen. In der 37. Spielminute und bei einem Spielstand von 1:8 glaubte wohl niemand, der das Hockeyspiel verfolgte, mehr an die Spieler mit der Krone auf der Brust.

 

Genau in dieser Phase stellte Langen das Spiel ein und verlor nahezu sämtliche Anteile — und siehe da: Plötzlich klappte es auf Rüsselsheimer Seite wieder mit dem Toreschießen. Nach Hendrik Fichtners Treffer zum 2:8 ging plötzlich ein Ruck durch das Team. Die Jungs vom Sommerdamm machten nun ordentlich Alarm vor dem gegnerischen Kasten. Eine ganze Torserie brachte Rüsselsheim dann endgültig zurück ins Spiel. Timo Dombrowski, Tim Bornhausen und Christoph Brabandt trugen sich kurz vor dem Ende des dritten Viertels in die Torschützenliste ein. Plötzlich stand es nur noch 5:8. Die jetzt endlich auf Betriebstemperatur spielenden Royals spürten, dass da eventuell noch etwas gehen könnte. Die zwei Gesichter lassen grüßen!

 

Hochspannung bis zum Schluss

 

Die RRSC-Puckjäger machten im letzten Viertel dort weiter, wo sie vor der Verschnaufpause aufgehört hatten. Kurz nach dem Wiederanpfiff brachte Brabandt, der seinen zweiten Treffer des Tages bejubeln durfte, seine Mannschaft endgültig in Schlagdistanz zu den verunsicherten Wölfen, die noch immer nach ihrer Form aus dem zweiten Viertel suchten. In der 54. Spielminute klingelte es erneut im Langener Gehäuse. Janik Schwedlers Treffer sorgte für Riesenjubel auf Gästeseite. Als Goalie Jan Schneider dann auch noch einen Penalty gegen Fischer parieren konnte, schien sich das Momentum endgültig auf Rüsselsheimer Seite zu befinden. Die Royals, mittlerweile nur noch mit fünf Feldspielern am Start, Dombrowski musste nach einem Schlagschuss-Treffer am Oberarm verletzungsbedingt raus, warfen noch einmal alles in die Waagschale, doch der verflixte Ausgleichstreffer wollte einfach nicht fallen. Plötzlich war das gegnerische Tor wieder wie vernagelt.

 

So schnell wie das gerade beschriebene Momentum auf der Rüsselsheimer Bank Platz genommen hatte, machte es sich auch wieder vom Acker. Die Uhr tickte brutal gegen die Royals. Die Zeit lief allmählich ab. Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte Langen dann noch einmal für Entlastung. Ein letztes Mal ging es nach vorne, die Scheibe landete bei Fischer, der kurz darauf mit seinem Tor zum 9:7 den Deckel draufmachte und die Aufholjagd der Royals beendete.

 

Langen bleibt damit in der Oberliga, für die Royals geht es eine Etage tiefer. Kopf hoch. In der Winterpause werden die Wunden geleckt — dann gilt es wieder anzugreifen.

 

Statistik

 

Langen White Wolves vs. Rüsselsheim Royals (14.10.2017)

 

Endstand: 9:7 (2:1|5:0|1:4|1:2)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Tim Bornhausen,  Janik Schwedler, Christoph Brabandt, Hendrik Fichtner, Timo Dombrowski, Benjamin Groß

 

Tore Rüsselsheim: Brabandt, Schwedler (je 2), Bornhausen, Fichtner, Dombrowski

 

Vorlagen: Bornhausen (5), Dombrowski, Fichtner

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (2), Langen (6)

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Drama, Baby!

Südhessen-Derby, »Do or die«-Spiel, we call it a Klassiker: Am kommenden Samstag treten die Rüsselsheim Royals in Langen zum Kampf um den Klassenerhalt an. Schon jetzt steht fest, dass die Partie nichts für schwache Nerven sein wird.

Kommt ein Schläger geflogen: Schon in der Vorrunde legten sich beide Teams  in Langen mächtig ins Zeug. Foto: Swoboda
Kommt ein Schläger geflogen: Schon in der Vorrunde legten sich beide Teams in Langen mächtig ins Zeug. Foto: Swoboda

Die Rüsselsheim Royals treffen in der letzten Play-Down-Runde auf die Langen White Wolves. Ein traditionelles hessisches Inlinehockey-Derby wird also darüber entscheiden, welchen der beiden Vereine das Abstiegsgespenst am Ende in die Tiefe reißt. Nun könnte man sich in Galgenhumor flüchten, Phrasen und Floskeln zum Besten geben oder gar Vergleiche mit dem tristen und grauen Herbstwetter anstellen, um die nervenzerreißenden Momente zu beschreiben, die den Royals gegen das Wolfsrudel bevorstehen. Das ändert jedoch rein gar nichts.

Schließlich ist es ganz einfach: Am Ende zählt nur noch ein Sieg, sonst nichts. In der letzten Play-Down-Runde gibt es nämlich keine weitere »Best-of-Three«-Serie. Vielmehr haben beide Mannschaften nur ein letztes Spiel, um die Sache zu regeln. Es geht als sprichwörtlich um die Wurst. Diese Feststellung lässt einen natürlich keine Purzelbäume schlagen, oder gar in Euphorie verfallen — und wenn es dann auch noch gegen eine Mannschaft geht, mit der man eigentlich gut auskommt und wo die einen oder anderen freundschaftlichen Bande zwischen Spielern geknüpft sind, macht es irgendwie noch weniger Spaß, über diese Ansetzung zu schreiben.

 

Genügend Chancen, diesem finalen Schlagabtausch aus dem Weg zu gehen, gab es genügend, doch leider scheiterten Langen und Rüsselsheim in der ersten Play-Down-Runde an ihren Gegnern. Langen zog gegen die Pinguine Baunatal den Kürzeren, die Royals strichen gegen die zweite Mannschaft des ISC Mannheim die Segel.

 

Duell der Topscorer


Jetzt, in der allerletzten Saisonphase, wird es also nochmal richtig eklig — und mit Sicherheit auch ziemlich dramatisch. Soviel steht schon jetzt fest. Schließlich sind beide Mannschaften in etwa gleichstark einzuschätzen. In den beiden Vorrunden-Spielen zwischen Rüsselsheim und Langen verließ jeweils der Gastgeber das Feld als Sieger. Am Langener Waldschmwimmbad setzte sich der REC nach einer hart umkämpften Partie knapp mit 7:6 gegen die Royals durch.

 

Im Rückspiel kamen die Wölfe am Rüsselsheimer Sommerdamm mit 4:13 böse unter die Räder, mussten dabei aber auch auf ihren alles überragenden Spielmacher Sascha Fischer verzichten, der in der laufenden Saison bislang satte 55 Scorerpunkte erzielt hat. So einen Typen hat allerdings auch der RRSC in seinen Reihen, und der hört auf den Namen Tim Bornhausen. Der Blondschopf hat bislang 49 Punkte auf der Habenseite verbucht und steht seinem Kontrahenten in nichts nach.


Weitere fleißige Scorer haben beide Teams zusätzlich zu bieten. Während Steffen Schnürer (42 Punkte) und Marian Artelt (39 Punkte) auf Langener Seite äußerst erfolgreich agieren, verfügen die Royals mit Stefan Hellmich, der ebenfalls die 30-Punkte-Marke geknackt hat, über einen weiteren Spieler, der den Weg zum gegenerischen Kasten wie seine Westentasche kennt.

 

Langen erzielt mehr Tore, Rüsselsheim kassiert weniger Treffer

Die Ansetzung zeugt auf den ersten Blick von Ausgeglichenheit. Das verdeutlich vor allem der Blick in die Statistik. Während Langen 89 Treffer in der Vorrunde erzielte, kommen die Opelstädter auf 81 Torerfolge. Die beiden Abwehrreihen trennen insgesamt 33 Treffer. Der RRSC musste 121 Gegentore hinnehmen, Langen bekam 154 Eier ins Netz gelegt. Die Tabelle weist die beiden Mannschaften als direkte Nachbarn aus. Rüsselsheim wurde Letzter, die Wölfe landeten auf dem vorletzten Platz. Das ist der Tatsache geschuldet, dass das Wolfsrudel exakt einmal mehr das Feld in der ersten Saisonphase als Sieger verließen. Mehr Keller geht also kaum noch.

Volle Konzentration: Janik Schwedler. Foto: Lütge
Volle Konzentration: Janik Schwedler. Foto: Lütge

Was dürfen die Zuschauer am Samstag erwarten? Janik Schwedler rechnet jedenfalls mit einer unglaublich spannenden Partie. »Ich denke, es ist das Spiel des Jahres. Eine Partie, die jeder Sportler liebt. Ein »Do or die«-Spiel! Dass wir kein Heimrecht haben, macht die Sache nicht leichter, und es ist auch schade, dass so ein Spiel erst so spät im Jahr stattfindet. Viele Spieler sind bereits auf dem Eis. Dazu ist mal wieder Urlaubszeit. Ich denke, beide Mannschaften müssen daher auf einige Spieler verzichten. Dennoch werden wir alles geben. Mit Langen haben wir jedenfalls einen spannenden Gegner erwischt. Verpassen sollte das keiner! Wer keine schwachen Nerven hat, sollte sich das nicht entgehen lassen«, sagt der 25 Jahre alte Royals-Kapitän im Vorfeld mit einem Grinsen im Gesicht.

 

Genug der Worte, es ist angerichtet. Auf dem Langener Hockeyplatz werden die beiden Kontrahenten am kommenden Samstag die Karten auf den Tisch legen. Nervenkitzel ist jedenfalls garantiert, wenn es zum ultimativen Showdown kommt. Schließlich wird ein Team am Samstag im Waldschwimmbad baden gehen. Do or die! (swo)

 

Info: Das Spiel findet am Samstag (14.10.2017) statt. Austragungsort ist der Hockeyplatz in Langen. Eine Anfahrtsbeschreibung findet ihr hier. Bully ist um 16.00 Uhr.


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Schwedler: »Richtig anstrengend«

Janik Schwedler kommentiert das Spiel gegen Mannheim, das mit 5:7 verloren ging. Der Royals-Kapitän spricht über sieben echte Kämpfer, den Spielverlauf sowie einen Puck, der auf ziemlich unübliche Weise den Weg ins Netz fand. Auch für den Gegner hat Schwedler ein paar Worte parat.

Gekämpft, aber dennoch verloren: Janik Schwedler und seine Teamkollegen schrammten in Mannheim am Sieg vorbei.
Gekämpft, aber dennoch verloren: Janik Schwedler und seine Teamkollegen schrammten in Mannheim am Sieg vorbei.

Nach der Auftaktniederlage am vergangenen Wochenende wollte ich vor der Auswärts-Partie ein wenig den Druck von der Mannschaft nehmen. »Spaß haben und nicht unter Wert verkaufen«, lautete daher die Devise für das zweite Play-Down-Spiel in Mannheim. Mit sechs Feldspielern blieb uns da auch nichts anderes übrig, gerade auch, weil der ISC im Friedrichspark mit knapp drei Reihen loslegte. Der Start verlief dann richtig gut für uns, nämlich mit einem krachenden Schlagschuss. Stefan Hellmich zog auf Höhe des Bullypunktes ab und knallte den Puck unter die Latte. Das war zunächst einmal beruhigend.

 

Danach verlagerten wir unser Spiel in die Defensive. Unser Ziel war es, Mannheim kommen zu lassen und auf Konter zu lauern. Das lag auch daran, dass wir mit dem für uns eher ungewohnten Boden nicht ganz zurechtkommen und daher die Abwehr stärken wollten. Diese Taktik ging zunächst auch gut auf. In der ersten halben Stunde lagen wir einige Male in Front.

Das soll aber nicht heißen, dass der ISC nicht gut drauf war. Tatsächlich war es eine komplett ausgeglichene Partie. Unsere Gegner hatten einige Male großes Pech, bei ihren Tormöglichkeiten waren einige Pfosten- und Lattentreffer dabei. Auf unserer Seite war Tim Bornhausen dagegen mal wieder kaum zu halten. Er steuerte gleich vier Tore bei, drei davon mit dem gleichen Move vor das gegnerische Tor und einem krönenden Abschluss durch die Hosenträger des Mannheimer Keepers.

Aber auch wir hatten ein bisschen Pech im Friedrichspark. Zunächst einmal gab es da rund zehn Minuten vor Schluss einen Fauxpas, der Mannheim in die Karten spielte. Unser Keeper Jan Schneider, der eine bärenstarke Partie hinlegte, bugsierte die Scheibe ins Tor, dummerweise aber in den eigenen Kasten. Mannheim hatte kurz zuvor aus der eigenen Hälfte heraus geklärt. Jan wollte den Puck daraufhin mit dem Schläger stoppen, lenkte die Scheibe dann aber dermaßen unglücklich ab, dass sie hinter ihm ins Netz rutschte (Anmerkung der Redaktion: Schneider konnte nach der Rückkehr an den Sommerdamm schon wieder darüber lachen).

 

Kurz vor dem Ende hatte Bornhausen noch eine Riesenchance. Der Puck blieb nach einem Alleingang dann aber auf der Torlinie liegen. Passiert leider.

 

Schlussendlich kamen wir nach dem Rückstand im letzten Viertel nicht mehr ran. Mannheim hat dann auch eher verwaltet, was nur logisch ist. Wir hätten das nicht anders gemacht. Unter dem Strich war es eine enge Kiste, das sieht man ja alleine schon an den Viertel-Zwischenständen (siehe unten), die am Ende einen verdienten Sieger gefunden hat. Mit ein bisschen mehr Schussglück hätten wir vielleicht auch gewinnen können, das Ergebnis geht aber so in Ordnung. Unsere Jungs haben jedenfalls sehr  große Moral bewiesen und sich den Allerwertesten aufgerissen. Mit sechs Feldspielern war das schon richtig anstrengend.

 

Faire Partie

Betonen möchte ich noch, dass es eine sehr fair geführte Partie war. Auf beiden Seiten gab es kaum Strafzeiten. Wenige Sekunden vor Schluss, beim letzten Bully, blieben alle Spieler stehen, um sich zu bedanken und gegenseitig zu einem schönen Spiel zu gratulieren. Auch beim anschließenden Shake-Hands ging es freundschaftlich zu. Das hat schon richtig Spaß gemacht. Dafür ein Dankeschön an Mannheim. Die Schiedsrichter haben sich ebenfalls ein Lob verdient. Beide pfiffen unauffällig, einfach richtig gut.

Statistik zum Spiel

ISC Mannheim vs. Rüsselsheim Royals (07.10.2017)

Endstand: 7:5 (1:1|1:2|3:1|2:1)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Ni Co, Hendrik Fichtner, Tim Bornhausen, Janik Schwedler, Benjamin Groß, Stefan Hellmich

Tore Rüsselsheim: Bornhausen (3), Hellmich (2)

Strafzeiten: Rüsselsheim (4), Mannheim (2)

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Rüsselsheim verliert die Serie gegen Mannheim

Sieben Rüsselsheimer Spieler traten am Samstag (07.10.2017) die Reise in den Mannheimer Friedrichspark an, wo das zweite Spiel der Play-Down-Serie gegen den ISC Mannheim II auf dem Programm stand. Für die Rumpftruppe war die Zielsetzung klar: Nach der Auftaktniederlage am heimischen Sommerdamm durfte das Spiel in der Quadrate-Stadt auf keinen Fall verloren gehen. Bei einer weiteren Niederlage drohte das vorzeitige Ende der »Best-of-Three«-Serie. Der Ausgleich musste also unbedingt her.

 

Alle guten Wünsche halfen allerdings nicht weiter. Am Ende unterlagen die Opelstädter im Friedrichspark mit 5:7. Aus der Oberliga abgestiegen sind die Royals damit allerdings noch lange nicht. In der nächsten Play-Down-Runde geht es nun gegen den Verlierer aus der parallel laufenden Serie zwischen den Pinguinen Baunatal und den Langen White Wolves. In Kürze wird feststehen, auf welches der beiden Teams die Rüsselsheim Royals im Kampf um den Klassenerhalt treffen werden.

 

Info: Mittlerweile steht fest, dass die Royals gegen Langen ranmüssen. Die Termine werden zeitnah veröffentlicht.

 

Für Rüsselsheim liefen auf: Jan Schneider, Benjamin Groß, Tim Bornhausen, Hendrik Fichtner, Ni Co, Stefan Hellmich, Janik Schwedler

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Royals nach Auftaktniederlage unter Druck

Knapp vorbei: Die Royals erwischten gegen Mannheim keinen Sahnetag. Foto: Stefan Swoboda
Knapp vorbei: Die Royals erwischten gegen Mannheim keinen Sahnetag. Foto: Stefan Swoboda

Für die Royals verlief der Auftakt in die Play-Down-Serie gegen Mannheim mehr als frustrierend. Am heimischen Sommerdamm kassierte der RRSC eine schmerzliche 4:8-Niederlage. Damit stehen die Puckjäger aus Südhessen beim Rückspiel in der kommenden Woche im Friedrichspark gehörig unter Druck.

 

Das Spiel gegen Mannheim stand eigentlich unter einem guten Stern. Endlich hatten die Royals mal wieder acht Feldspieler am Start, konnten also mit zwei kompletten Reihen dem ISC Mannheim || gegenübertreten.

 

Gleich mit dem ersten Bully legten beide Teams schwungvoll los. Taktieren oder gar erst einmal abwarten, was der Gegner anzubieten hat, sparten sich die Spieler. Stattdessen ging es zielstrebig nach vorne — und das phasenweise mit hohem Tempo. Das war vor allem für die insgesamt 18 Zuschauer schön anzusehen. Dank Schwabauers Treffer in der neunten Spielminute gingen die Gäste aus der Quadratestadt nicht unverdient in Führung. Hendrik Fichtner hatte allerdings etwas dagegen und erzielte nur eine Minute später den Ausgleich. Bis zum Ende des ersten Durchgangs ging es dann auf Augenhöhe weiter. Leistungsgerecht stand es zum Pausentee 1:1.

 

Schwächephase wird bitter bestraft

 

Auch im zweiten Viertel herrschte zunächst Ausgeglichenheit auf dem Spielfeld. Beide Teams erarbeiteten sich einige Torchancen, fanden aber nicht die entscheidende Lücke zwischen den Schonern der Keeper. Dummerweise verloren die Royals kurz vor der Halbzeit ihre Linie. Gerade in der Abweharbeit und im Aufbauspiel kam es immer wieder zu haarsträubenden Fehlern. Diese Schwächephase wurde vom ISC postwendend bestraft — und zwar in Form dreier Treffer innerhalb der letzten fünf Spielminuten des Viertels. Plötzlich lagen die Royals mit 1:4 hinten. Das tat richtig weh.

 

So stand der RRSC schon vor dem dritten Viertel bereits mit dem Rücken zur Wand. Trainer Janik Schwedler schwor seine Truppe in der Pause noch einmal, forderte Vollgas-Hockey von seinen Schützlingen und erinnerte sie auch daran, dass ein Drei-Tore-Vorsprung leicht aufgeholt werden kann. Seine Worte schienen Wirkung zu zeigen. Nach nur 24 Sekunden eröffnete Tim Bornhausen die Aufholjagd. In der 34. Spielminute waren die Royals dann wieder richtig dran. Erneut erwies sich Bornhausen als treffsicherer Schütze. Mit einem trockenen Schuss in die rechte Ecke markierte er das 3:4 und brachte sein Team damit endgültig zurück ins Spiel. Mannheim wankte in dieser Phase erheblich.

 

Die Royals konnten diesen Vorteil allerdings nicht ausnutzen. Das lag vor allem daran, dass die Mannschaft danach wieder in den bereits im zweiten Viertel beobachteten Trott verfiel und den Gästen einige gute Torchancen ermöglichte — und die ISC-Jungs ließen sich dann auch nicht zweimal bitten und schraubten den Vorsprung wieder in die Höhe, während die Royals kein weiteres Mal ins Schwarze trafen. Schlussendlich zeigte die Anzeigetafel nach 45 Minuten einen 4:7-Zwischenstand aus Sicht der Gastgeber an.

 

Mannheim macht den Sack zu

 

Der letzte Durchgang begann mit einem Hoffnungsschimmer. Wieder waren nur wenige Sekunden gespielt, als Stefan Hellmich an die Scheibe kam. Der Rüsselsheimer Stürmer fackelte dann auch nicht lange und beförderte den Puck  zum 5:7 in die Maschen. Die Schluss-Offensive war damit eröffnet. Wenig später verhängte das Schiedsrichtergespann Reichhardt / Stromberg (die beiden Unparteiischen leiteten die Partie vollkommen souverän, dafür ein Dankeschön!) eine Strafzeit gegen Mannheim. Da witterten die Royals natürlich ihre Chance und schickten ihre besten Leute im Powerplay auf das Feld.

 

Leider blieb dem RRSC in dieser spielentscheidenden Phase ein Torerfolg jedoch verwehrt — und wie so oft, wenn man vorne den Puck nicht im Kasten unterbringt, gibt es irgendwann eine kalte Dusche: In der 56. Spielminute schaffte ISC-Spieler Florian Neizert seinen dritten Treffer des Tages. Für die Royals, die einfach nicht zu ihrer Normalform fanden,  war das Gegentor zum 4:8 dann der finale Genickbruch.

 

Der ISC geht damit in der »Best-of-Three«-Serie gegen Rüsselsheim mit 1:0 in Front. Kommende Woche geht es im Friedrichspark weiter. Dort zählt nur ein Sieg. Sonst verlängert sich die Saison noch einmal.

 

Statistik

 

Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim

 

Endstand: 4:8 (1:1 || 0:3 || 2:3 || 1:1)

 

Für die Royals auf dem Platz: Jan Schneider Janik Schwedler, Hendrik Fichtner, Timo Dombrowski, Tim Bornhausen, Christoph Brabandt, Benjamin Groß, Stefan Hellmich, Eugen Hempel

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen (2), Hellmich, Fichtner

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (6 + 10) || Mannheim (8 + 10)

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Play-Downs: Es ist angerichtet!

Die Entscheidungsspiele in der IHD-Oberliga stehen an: Für die Rüsselsheim Royals geht es um nichts Geringeres als den Klassenerhalt — und mit der zweiten Mannschaft des ISC Mannheims wartet ein schwerer Brocken auf die Jungs mit der Krone auf der Brust.

 

Kennengelernt haben sich beide Teams bereits in der Vorrunde, wo jeweils die gastgebende Mannschaft die Nase vorne hatte. Während die Royals am heimischen Sommerdamm mit 7:4 gegen den ISC triumphierten, gab es im Friedrichspark für den RRSC nichts zu holen. Das Auswärtsspiel ging mit 2:7 verloren.

 

Nun geht es in den Play-Downs um die Wurst. Sollten die Royals in der Serie die Oberhand behalten, ist der Klassenerhalt perfekt. Die Saison wäre in diesem Fall beendet. Klappt es nicht, gibt es noch eine weitere Chance. Schließlich kämpfen noch zwei weitere Teams um den Klassenerhalt. In der zweiten Play-Down-Ansetzung kreuzen die Langen White Wolves mit den Pinguinen Baunatal die Schläger.

 

Im Falle einer Niederlage gegen Mannheim wartet der Verlierer dieser Serie auf den RRSC. Natürlich hofft man im Rüsselsheimer Lager, diesen ultimativen Fight um den Liga-Verbleib vermeiden zu können. Daher heißt es jetzt, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich mit einem Erfolg in die Winterpause zu verabschieden.

 

Termine im Überblick


Spiel 1  || 01.10.2017 || Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim 2 || Bully: 13.00 Uhr
Spiel 2  || 07.10.2017 || ISC Mannheim 2 vs. Rüsselsheim Royals || Bully: 13.00 Uhr

Spiel 3  || 08.10.2017 || ISC Mannheim 2 vs. Rüsselsheim Royals || Bully: 16.00 Uhr

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Baunatal gewinnt die Hockeyschlacht am Sommerdamm

Die Rüsselsheim Royals haben den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz verpasst. Im letzten Vorrunden-Spiel kassierten die Puckjäger vom Sommerdamm gegen die Pinguine Baunatal eine Heimniederlage.

 

Jubel bei den Jungs aus Baunatal, hängende Köpfe bei den Royals: Am Ende einer hektischen Partie zog der RRSC am heimischen Sommerdamm gegen die Pinguine mit 6:7 den Kürzeren. Dabei hatte es lange Zeit so ausgesehen, als hätten die Opelstädter ihre Gäste aus Nordhessen im Sack. Das verdeutlicht vor allem der Blick auf den Halbzeitzwischenstand: Nach den ersten dreißig Spielminuten, gerade im zweiten Viertel zeigten die »Königlichen« eine bärenstarke Leistung, lagen die Royals beruhigend mit 6:3 in Front. Timo Dombrowski, Benjamin Groß (je 2), Christoph Brabandt und Stefan Hellmich hatten sich zu diesem Zeitpunkt in die Torschützenliste eingetragen — und damit den RRSC auf die vermeintliche Siegerstraße gebracht.

 

Dummerweise kam der Motor des Royals-Express dann aber mächtig ins Stottern. Das dritte Viertel war gerade einmal fünf Minuten alt, als der Rüsselsheimer Drei-Tore-Vorsprung pulverisiert war. Die Royals verloren in dieser Phase komplett den Faden, kassierten einige vermeidbare Strafzeiten und machten sich damit selbst das Leben schwer. Strafzeiten kassierten aber nicht nur die Hausherren. Auch Spieler der Pinguine wurden zwischendurch immer wieder in die Kühlbox geschickt. Das war auch bitter notwendig, weil sich beide Teams heftig bekämpften und dabei bisweilen rüde attackierten, was auf Baunataler Seite sogar zwei zehnminütige Disziplinarstrafen nach sich zog. So gab es Überzahl-Situationen auf beiden Seiten in Hülle und Fülle zu sehen. Tore sollten aber vorerst nicht mehr fallen.



Im letzten Spielabschnitt herrschte allgemeine Zerfahrenheit auf dem Platz. Das lag vor allem daran, dass beide Seiten weiterhin munter in die Kühlbox wanderten und es daher fast nur noch Überzahl-Situationen zu sehen gab. So verkam die Partie immer mehr zu einer richtigen Schlacht. Als Dombrowski wegen unnötiger Härte in der 56. Spielminute eine fünfminütige Strafe aufgebrummt bekam, schlug sich das Momentum auf die Seite der Gäste. Kurz darauf befanden sich die Royals nach einem weiteren Foul sogar nur noch mit zwei Spielern auf den Platz. Die Quittung folgte in der 58. Spielminute: Baunatals Rene Göbel brachte sein Team mit 7:6 in Front.

 

Die Royals warfen daraufhin noch einmal alles nach vorne, nahmen kurz vor der Schlusssirene noch Keeper Jan Schneider vom Feld, um zumindest in numerischer Überlegenheit agieren zu können. Ein weiterer Treffer blieb dem RRSC allerdings verwehrt.

 

Statistik:

 

Rüsselsheim Royals vs. Pinguine Baunatal: 6:7 (2:2|4:1|0:3|0:1)

 

Für die Royals spielten: Jan Schneider, Eugen Hempel, Christoph Brabandt, Johannes Roßnagel, Benjamin Groß, Ni Co, Tim Bornhausen, Timo Dombrowski, Stefan Hellmich.

 

Tore Rüsselsheim: Dombrowski, Groß (je 2), Hellmich, Brabandt

 

Tore Baunatal: Lattemann (4), Göbel (3)

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (21) Baunatal (41)

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Rückblick: Willkommen in der Oberliga!

Noch ein Spiel, dann haben die Rüsselsheim Royals die Vorrunde hinter sich. Nach dreizehn Begegnungen ist es an der Zeit, ein kleines Oberliga-Resümee zu ziehen.

Als Aufsteiger hat man es nicht leicht. Das ist kein besonders origineller Einstieg, aber nicht weniger als die schlichte Wahrheit. Die laufende Oberliga-Spielzeit war noch keinen Monat alt, als allen Spielern bereits klar war, dass sich die Reise durch das Oberhaus für den Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuh-Club schwieriger als erwartet gestalten würde. Zwar wusste jeder, der das Trikot mit dem grinsenden Totenkopf auf der Brust trägt, dass in der höchsten Spielklasse ein anderer Wind weht. Mit derartig heftigen Turbulenzen und einer solch hohen Anzahl an Nackenschlägen hat aber kaum jemand gerechnet.

 

Nun könnte man sich stundenlang über verpasste Chancen, verschlafene Viertel oder das prall gefüllte Vereinslazarett auslassen. Sicherlich trugen all diese Probleme dazu bei, dass nach dreizehn Spielen gerade einmal drei Siege für die Mannschaft zu Buche stehen, die in der abgelaufenen Landesliga-Saison noch von Sieg zu Sieg eilte. Willkommen in der Oberliga.

 

Gruselige Spiele

 

Sicherlich waren zwischen April und Juli einige Darbietungen dabei, die man getrost als Grütze bezeichnen darf. Als Beispiel dafür dient der Auftritt am Rebstockgelände, als man sich nach einer 2:1-Halbzeitführung noch mit 4:11 vom Platz schießen ließ. Die Geisterbahnfahrt gegen die bärenstarke erste Mannschaft des ISC Mannheim im Friedrichspark war auch nichts für schwache Nerven. Schon nach 27 absolut hilflosen Minuten und bei einem Rückstand von fünfzehn Toren fand die einseitige Partie durch die Anwendung der »Mercy Rule« ihr frustrierendes Ende. Das war so bitter, dass man kaum imstande ist, die passenden Worte dafür zu finden. Dazu gesellten sich noch einige enge Niederlagen, beispielsweise in Langen (6:7) oder vor heimischen Publikum gegen Frankfurt (5:7). In beiden Partien wären Punkte möglich gewesen.

 

Insgesamt verloren die Royals bis Mitte Juli fünf Spiele in Serie. Nach insgesamt acht absolvierten Begegnungen stand gerade mal ein Sieg gegen die Nordhessen Hornets zu Buche — und das auch noch nach Verlängerung. Dass die Opelstädter dabei eine richtig gute Leistung abriefen, geriet beim Blick auf die Tabelle schnell wieder in Vergessenheit. Mit zwei Punkten auf der Habenseite schien der Drops bereits gelutscht zu sein. Tabellenende, Kellerteam, Pleiten, Pech und Pannen, oh Hockeygott lass die Saison bald enden, dachten einige während dieser Wochen im stillen Kämmerlein.

In all den Frust platzte dann aber auf einmal ein Sieg hinein. Ja, sie haben richtig gelesen. Ein Sieg! Gegen die zweite Mannschaft des ISC Mannheim holten die Royals einen Dreier — und das gerade einmal mit sieben Feldspielern und bei gefühlten fünfzig Grad im Schatten. Der 7:4-Erfolg löste zwar nicht alle Probleme, war aber Balsam auf die geschundene Seele. Irgendwie schmeckte das Bier danach auch endlich mal wieder gut.

 

Doch das war lediglich ein Silberstreif am Horizont. Schon am nächsten Tag hatte der Hockeygott bei der Revanche in Mannheim die Royals vergessen. Wieder bloß mit sieben Feldspielern, Yul Brunner und seine glorreichen Revolverhelden hätten ihre Freude daran gehabt, lief der RRSC erneut gegen die zweite ISC-Truppe auf. Nach dem schweißtreibenden Spiel des Vortages ging dem letzten Aufgebot der Rüsselsheim Royals im alten MERC-Stadion irgendwann die Puste aus. 2:7 lautete das Endergebnis. Schon war alles wieder beim Alten. Und täglich grüßt das Murmeltier.

 

Echter Teamgeist

 

Es folgte eine Heimniederlage gegen die Bad Nauheim Blues, immerhin war die gemeinsam Grillparty nach der Schlusssirene cool, ehe der Terminkalender eine Begegnung ankündigte, die man eigentlich gar nicht mehr spielen wollte. Mannheim | schaute am Sommerdamm vorbei. Da dachten nicht wenige, dass die »Mercy Rule« mal wieder ins Haus stand. Was dann jedoch geschah, verblüffte nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Spieler selbst. Die Royals, wieder einmal mit einer Rumpftruppe am Start, brachten den für übermächtig befundenen Gegner an den Rand einer Niederlage. Noch im letzten Viertel lag der RRSC mit 7:5 vorne, ehe die Jungs das Glück verließ und die Hockeyspieler aus der Quadratestadt drei Treffer in Folge erzielten. Das entscheidende Gegentor kassierten die Opelststädter gerade einmal 15 Sekunden vor Schluss. Humorloser geht es nicht.

 

Trotz der couragierten Darbietung fühlte sich die 7:8-Niederlage wie eine schallende Ohrfeige an. Gerade auch, weil die wenigen Rüsselsheimer Spieler dermaßen viel in diese Begegnung investiert hatten, dass es fast schon zum Schreien war. Aber, und das sollte nicht vergessen werden, es war die beste Saisonleistung — und das mit Abstand. Die Jungs bildeten eine Einheit, waren eine echte Mannschaft und kämpften in jeder Phase füreinander. Dank dieser leidenschaftlichen Einstellung wäre beinahe die Sensation gelungen. Umso trauriger, dass man dem designierten Meister nicht wenigstens einen Punkt abnehmen konnte. Dennoch darf man auf diese Leistung stolz sein. Eines war jedoch gewiss: Die Mannschaft befand sich endlich im Aufwind.

 

Zweite Mannschaft legt los

 

Im Verein ging es in dieser Zeit ebenfalls voran. Eine zweite Mannschaft sollte installiert her. Daher schlugen die Royals mächtig auf die Werbetrommel, woraufhin sich zahlreiche Spieler meldeten. Schnell kam ein gutes dutzend Puckjäger zusammen, mittlerweile trainiert die Truppe jeden Montag am Sommerdamm.  Ihre Feuertaufe haben die Jungs ebenfalls schon bestanden: Auf einem Hockeyturnier in Egelsbach war die zweite Truppe im August mit von der Partie und maß sich mit den Five Lakes Wiesbaden und den Darmstadt Homis. Nun hofft man im Verein, dass sich dieser positive Trend fortsetzt. Das Fundament ist jedenfalls schon vorhanden.

 

Höchster Saisonsieg gegen Langen

 

Doch zurück in die Oberliga: Anfang August schauten die Langen White Wolves in Rüsselsheim vorbei. Nach der knappen Hinspielniederlage brannte der RRSC vor heimischen Publikum auf die Revanche — und schickte den REC im ewig jungen Südhessen-Derby mit 13:4 zurück nach Langen. Sicherlich darf man diesen Sieg nicht überbewerten, aber das Resultat zeigt wenigstens, dass die Moral bei den verbliebenen Spielern, und das sind wirklich nicht viele, noch intakt ist — und dieser Umstand sollte Mut für das Saisonfinale machen.

 

Ohne eine Zusammenfassung des Kapitäns wäre dieser Rückblick nicht komplett. Daher haben wir bei Janik Schwedler nachgefragt und ihn um eine persönliche Einschätzung gebeten: »Diese Saison ist eigentlich ganz gut gestartet, dann haben wir uns etwas verloren. Zudem hatten wir viel Pech. Die Verletztenliste war  zwischendurch einfach zu lang, die Trainingsbeteiligung war phasenweise katastrophal. Für mich war es trotzdem eine Saison, aus der man viel lernen kann und viel mitnehmen muss. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf nächstes Jahr. Jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich bin dennoch unheimlich stolz darauf, Teil dieser Mannschaft zu sein. Außerdem bin ich vor allem auf die Jungs stolz, auf die immer Verlass ist. Viele Spiele wurden mit einem kleinen Kader gespielt. Das war anstrengend, aber wir haben Moral und Teamgeist gezeigt. Außerdem freut es mich, dass der Verein aktuell wieder wächst. Nächstes Jahr wird es eine zweite Mannschaft geben, das ist schon ein riesiger Erfolg. Nachdem wir fast vor dem Aus standen bin ich heute unheimlich zufrieden mit dem Verein und unserer Führung. DANKE und Hut ab an alle Royals!«

 

Baunatal kommt

 

Noch ist die Spielzeit allerdings nicht vorbei. Zum Abschluss der Vorrunde gastieren die Pinguine Baunatal, die das erste Hinspiel aufgrund von RRSC-Personalmangel geschenkt bekamen, in Rüsselsheim. Am 10.09.2017, um 16.30 Uhr, steigt die Partie. Sollten die Royals einen Sieg in regulärer Spielzeit schaffen, das wäre dann übrigens der vierte Erfolg, würden sie die rote Laterne an die White Wolves abgeben. Danach gehen die Play-Downs los.


Tops und Flops der Vorrunde

 

Der Fleißigste: Tim Bornhausen ist mal wieder das Maß aller Dinge. Das liegt nicht nur daran, dass er ein Abonnement auf die teaminterne Scorerkrone zu haben scheint, sondern auch an der Art und Weise, wie er sich auf dem Platz präsentiert. Gerade in den Spielen gegen beide Mannheimer Teams zeigte die Rüsselsheimer Nummer 77, wo der Hesse den Apfelwein holt. Zeitweise stand er in diesen Partien mehr als 50 Minuten auf dem Feld und kämpfte wie ein Besessener. Davor kann man nur den Hut ziehen.

 

Der Neue: Christoph Brabandt kannten zu Beginn der Saison nur wenige Rüsselsheimer Spieler, doch das änderte sich schnell. Der Neuzugang wusste auf Anhieb zu überzeugen und fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein. Gerade beim Spiel gegen die erste ISC-Mannschaft zeigte er, dass auf ihn mehr als Verlass ist.

 

Der Punkterekord: Bornhausens zehn Scorerpunkte im Heimspiel gegen Langen waren die beste Punkteausbeute eines Rüsselsheimer Spielers in dieser Saison. Damit löst er Marc Stromberg ab, der in der letzten Spielzeit neun Punkte in einem Spiel schaffte.

 

Sie fehlten: Janik Schwedler und Jan Balgar fielen lange Zeit verletzungsbedingt aus. Auch Timo Dombrowski, der sich in der Schlussphase der Vorrunde endlich einmal wieder gut fühlte, plagte sich lange mit Handgelenksproblemen herum. Verteidiger Hendrik Fichtner konnte nur vier Spiele absolvieren. Diese Ausfälle wogen schwer und waren nicht zu kompensieren.

 

Der Tiefpunkt: Die 4:11-Niederlage bei den Mainprimaten war vielleicht das schlimmste Spiel der Saison. Nach einem kollektiven Einbruch und viel Unruhe auf der Ersatzbank verspielten die Royals eine 2:1-Halbzeitführung und kamen, nachdem das Unheil in der Schlussphase des dritten Viertels seinen Lauf nahm, noch böse unter die Räder.

 

Die Torjäger: Stefan Hellmich ist ein Spieler, der mit allen Wassern gewaschen ist. Zweikampfstark, nimmermüde und vor allem extrem torgefährlich. Insgesamt gelangen der Nummer 84 sechzehn Treffer in der Vorrunde. Nur einer kann das noch toppen: Dabei handelt es sich natürlich um Tim Bornhausen, der in seinen elf Einsätzen auf 23 Treffer kommt. Möglicherweise gesellen sich noch weitere Tore hinzu. Ein Spiel steht ja noch aus.

 

Der Save des Jahres: Goalie Tom Kocurek hat hier die Nase vorne. Im Heimspiel gegen die Bad Nauheim Blues entschärfte er einen Alleingang auf sehenswerte Weise. Wie der ehemalige NHL-Keeper Dominik Hasek in seinen besten Zeiten, stoppte er den Versuch mit einer Rolle.


Der Aushilfs-Royal: Gabriel Bianchi half während seines Urlaubs zwei Spiele lang in der Verteidigung aus — und erwies sich dabei als eine wichtige Stütze. Insgesamt kam der Defensiv-Stratege dabei auf neun Scorerpunkte.

 

Der Höhepunkt: Der Teamgeist im Heimspiel gegen Mannheim I war etwas ganz Besonderes. Die wenigen Royals-Spieler präsentierten sich an diesem Tag als echte Einheit. Jeder kämpfte für den anderen, das beflügelte die komplette Truppe und hätte der Mannschaft beinahe einen sensationellen Sieg beschert.

 

Die Bemitleidenswerten: Für die Keeper war es eine schwierige Saison. Zu oft wurden Jan Schneider und Tom Kocurek alleine gelassen und standen unter Dauerfeuer. Auch Benjamin Groß, der in Frankfurt sein Debüt gab, kann davon ein Lied singen. Trotz einer bärenstarken leistung kassierte er in am Rebstockgelände elf Gegentreffer.


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Royals II waren erstmals im Einsatz

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Die zweite Mannschaft der Rüsselsheim Royals feierte bei einem Mini-Turnier auf dem Hockeyplatz in Egelsbach Premiere.

In den letzten Wochen und Monaten hat die zweite Mannschaft fleißig trainiert. Jeden Montag kamen die Jungs zusammen, um am Sommerdamm um die Wette zu schwitzen. Am vergangenen Sonntag erlebte die neuformierte Truppe dann endlich ihre Feuertaufe. Bei bestem Hockeywetter konnten sich die Opelstädter auf einem Miniturnier in Egelsbach erstmalig unter Wettkampfbedingungen mit anderen Teams messen. Gegner waren die Five Lakes Wiesbaden sowie die Darmstadt Homis. Gespielt wurde eine Doppelrunde. Jedes Team durfte also gleich viermal ran. Dazu schwang noch ein bisschen Nostalgie mit. Schließlich ist der Egelsbacher Hockeyplatz die ehemalige Spielstätte der Isenburg Crows, die in den 1990er Jahren zu den hessischen Inlinehockey-Spitzenteams zählten und diverse Male gegen die Opelstädter um Punkte gekämpft hatten.

 

Für die Royals, die mit einem bunten Altersmix antraten, bei Teilnehmern zwischen zehn und 49 Jahren war die eine oder andere Hockeygeneration vertreten, ging es dann auch direkt gegen die Five Lakes Wiesbaden los. Trotz früher Führung reichte es gegen die Gastgeber nicht zu einem Sieg. Das lag vor allem daran, dass die Truppe zu Beginn nervös agierte und damit den Five Lakes in die Karten spielte. Am Ende setzte es eine 1:5-Niederlage. Kurz darauf kreuzten der RRSC mit den Homis die Schläger. Die weiß gekleideten Gegner zeigten eine souveräne Leistung und gewannen die Partie mit 3:1. Dirk Schweser trug sich als einziger Royals-Spieler in die Torschützenliste ein. Nach einem Foul bekam der Stürmer einen Penalty zugesprochen und ließ dem Keeper keine Chance.

 

»Am Anfang haben wir ein bisschen geschlafen. Man hat gemerkt, dass die Jungs etwas nervös sind. Auch die kleine Spielfläche sind wir nicht gewohnt. Das macht dem Team ebenfalls zu schaffen. Aber wir haben ja noch zwei Spiele«, sagte Stefan Swoboda, der die zweite Mannschaft gegründet hat und sich aktuell um die neuen Rüsselsheimer Spieler kümmert. Ein Extra-Lob gab es für Max Schrank, der mit seinen gerade einmal zehn Lenzen der jüngste Teilnehmer des Turniers war: »Max hat sich hier voll eingebracht und ist mit Feuereifer bei der Sache. Es macht Spaß, ihm beim Zocken zuzusehen — und so ein bisschen habe ich auch das Gefühl, einen zukünftigen Spieler der ersten Mannschaft dabei zu haben. In fünf Jahren darf er dann auch endlich Liga spielen. Darauf brennt er schon jetzt«, berichtete Swoboda mit einem Grinsen im Gesicht.

 

Nah dran am ersten Sieg

 

In der dritten Begegnung ging ein Ruck durch die Mannschaft. Jeder Spieler legte im zweiten Duell mit den Five Lakes eine Schippe drauf. Folgerichtig ging der RRSC dann auch in Front. Nach einem Alleingang versenkte Swoboda die Scheibe in der rechten Torecke. In der Folgezeit gab es auf beiden Seiten einige Torchancen. Goalie Mikhail Entaltsev hielt die Royals mit einigen sehenswerten Reflexen im Spiel, auf der Gegenseite zeigte Eugen Hock ebenfalls einige tolle Paraden. Erst kurz vor Schluss legten beide Mannschaften die Karten auf den Tisch — und dummerweise hielten die Five Lakes dabei zwei Asse in der Hand. Binnen weniger Sekunden trafen sie doppelt und schickten den RRSC damit auf die Verliererstraße.



Im letzten Spiel wollten die Royals gegen Darmstadt dann endlich ihren ersten Sieg holen. Nach einem frühen 0:2-Rückstand landete die Scheibe zu Beginn der zweiten Halbzeit bei Verteidiger Michi Gruener, der das Spielgerät dann mustergültig zum freistehenden Jan-Kai Ulzhöfer weiterleitete, der sofort abzog, allerdings am Torwart scheiterte. Swoboda stand glücklicherweise goldrichtig und versenkte den Abpraller im Netz. Damit bekamen Ulzhöfer und Gruener je einen Assist gutgeschrieben. Trotz aller Bemühungen schaffte es der RRSC aber nicht mehr, die Partie zu drehen. Phasenweise war das Homis-Tor wie vernagelt. Nach dem Darmstädter Treffer zum 1:3 aus Royals-Sicht war die Messe dann endgültig gelesen.

 

Grund, mit gesenktem Haupt nachhause zu fahren, gab es aber nicht. Zwar reichte es auf dem Egelsbacher Hockeyplatz noch nicht zu einem Sieg. Dennoch war zu beobachten, dass die wild zusammengewürfelte Truppe im Laufe des Turniers stets besser wurde — und jede Mannschaft muss sich zu Beginn erst einmal finden. Schlussendlich bleibt die Erkenntnis, dass sich auf dieser Leistung aufbauen lässt. Schon am kommenden Montag geht es am Sommerdamm weiter. Das nächste Training steht an.

 

Royals bedanken sich

 

Nach dem letzten Spiel luden die Five Lakes dann noch zur Grillparty und servierten das eine oder andere Kaltgetränk. Die Rüsselsheim Royals möchten sich für die Gastfreundschaft noch einmal herzlich bedanken.

 

Diese Spieler waren dabei: Mikhail Entaltsev, Konstantin Karmilin, Elmar Jason Lütge, Jan-Kai Ulzhöfer, Dirk Schweser, Jeffrey Ickstadt, Stefan Swoboda, Max Schrank, Michi Gruener, Lutz Teisler.

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Royals schießen die Wölfe ab

Höchster Saisonsieg für die Rüsselsheim Royals in einer sehr fair geführten Begegnung: Gegen die Langen White Wolves erzielte der RRSC Treffer wie am Fließband. Am Ende war es ein richtiger Kantersieg.

 

Die Rüsselsheim Royals erwischten am vergangenen Samstag gegen die Langen White Wolves einen Sahnetag. Die üblichen Verdächtigen spielten sich dabei mal wieder in den Vordergrund. Während Stefan Hellmich praktisch nach Belieben traf, dem Stürmer gelangen insgesamt fünf Tore, sammelte sein Teamkollege Tim Bornhausen satte zehn Scorerpunkte. Hendrik Fichtners Nummer 56 wurde bei insgesamt sechs RRSC-Toren auf dem Spielberichtsbogen notiert.

 

Es dauerte allerdings eine Weile, bis die königliche Tor-Maschinerie im ersten Viertel gegen die White Wolves ins Rollen kam. Bis zur achten Spielminute mussten sich die Zuschauer gedulden, ehe es zum ersten Mal klingelte. Hellmich brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Front. In der Folgezeit waren die RRSC-Puckjäger feldüberlegen, vergaben allerdings einige gute Torchancen. Daher blieb es bis zur Halbzeitpause eng. Nach dreißig Spielminuten lagen die Royals mit 4:2 vorne. Dieser Zwischenstand wirkte zwar beruhigend, war aber nicht wirklich komfortabel. Schließlich musste Rüsselsheim schon einige Male in der laufenden Saison erleben, wie schnell solch ein Vorsprung dahinschmelzen kann. Daher ergriff Kapitän Janik Schwedler in der Halbzeit das Wort und forderte seine Schützlinge auf, im dritten Viertel Vollgas zu geben.



Gesagt getan: Zwischen der 30. Und 45. Spielminute erhöhte der RRSC den Druck und schraubte das Ergebnis auf 9:2 in die Höhe. Die Truppe aus Langen hielt zwar tapfer dagegen. Der Rüsselsheimer Offensiv-Power hatten die Gäste, die mit Sascha Fischer auf einen ihrer besten Spieler verzichten mussten, in dieser Phase allerdings nichts entgegensetzen. Die Zuschauer sahen dann einige schöne Aktionen, beispielsweise Hellmichs tollen Alleingang, bei dem der Stürmer zunächst drei Gegenspieler umkurvte, ehe er den Puck weiter zu Bornhausen leitete, der dann nicht lange fackelte und die Scheibe in die Maschen hämmerte. Das machte nicht nur Riesenspaß, sondern war natürlich auch Balsam für die in den letzten Monaten doch arg strapazierte Hockey-Seele des Tabellenletzten.

 

Im letzten Viertel kamen beide Teams zu weiteren Toren. Johannes Roßnagel und Hellmich trafen beide doppelt, während auf Langener Seite Steffen Schnürer und Jan-Philipp Dauber ihre Namen in die Torschützenliste eintrugen. Sehenswert war vor allem Roßnagels Alleingang, den die Rüsselsheimer Nummer 27 mit einem Schuss durch die Hosenträger des Langener Goalies krönte. Wenige Minuten später gelang Roßnagel der Treffer zum 13:4-Endstand.

 

Unbestätigten Meldungen zufolge erzielte Armin Wilts das schönste Tor des Tages. Die Langener Nummer 67 forderte den Pressesprecher der Rüsselsheim Royals nach dem Schlusspfiff auf, im Spielbericht auf diese »Tatsache« hinzuweisen. Der alte Fuchs beförderte die Scheibe derartig gekonnt Richtung Gehäuse, dass Royals-Goalie Jan Schneider keine Chance blieb, diese Rakete von einem Schuss zu parieren. Am Ende griff der ansonsten tadellos haltende Schneider daneben. Stürmer Bornhausen dazu: »Wie ging der denn rein, was hat der Torhüter da gemacht?« :-)

 

Statistik

 

Rüsselsheim Royals vs. Langen White Wolves

 

Ergebnis: 13:4 (2:1 | 2:1 |  5:0 | 4:2)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Janik Schwedler, Tim Bornhausen, Stefan Hellmich, Hendrik Fichtner, Christoph Brabandt, Johannes Roßnagel, Sebastian Löw, Benjamin Groß, Stefan Swoboda

 

Tore Rüsselsheim: Hellmich (5) Bornhausen, Schwedler, Roßnagel (je 2), Fichtner, Brabandt

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (2 Minuten) / Langen (2 Minuten)

 

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Royals fordern die White Wolves heraus

Rüsselsheim Royals
Stefan Hellmich (Mitte) zählte im Hinspiel zu den Rüsselsheimer Aktivposten. Foto: Swoboda

Am Wochenende ist es wieder soweit: Inlinehockey-Oberliga am Sommerdamm! Mit den White Wolves Langen schaut eine Mannschaft in Rüsselsheim vorbei, die in der laufenden Spielzeit nicht nur der direkte Tabellennachbar ist, sondern in den letzten zwanzig Jahren regelmäßig mit dem RRSC den Schläger kreuzte und seit jeher  ein ernstzunehmender Konkurrent ist.

 

Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass es schon jetzt am Sommerdamm knistert. Das liegt vor allem daran, dass die Jungs mit dem Totenschädel auf der Brust darauf brennen, Revanche für das knapp verlorene Hinspiel zu nehmen. Im Mai waren die Royals bei ihrem Auftritt in der Wolfshöhle haarscharf an Punkten vorbeigeschrammt. Nach sechzig intensiven und kraftraubenden Spielminuten musste sich der RRSC mit 6:7 denkbar knapp geschlagen geben.

 

Eine Frage der Ehre

 

Sportlich kämpfen beide Teams mehr oder weniger um die goldene Ananas. Daher steht einzig und allein der Derby-Charakter im Vordergrund — und natürlich bereiten solche Spiele, in denen es traditionell auch ein wenig um die Ehre geht, mitunter die größte Freude.

 

Die Royals werden die Punkte in ihrem vorletzten Vorrundenspiel sicherlich nicht kampflos hergeben. Das zeigten die Opelstädter jüngst bei ihrem Heimspiel gegen Tabellenführer Mannheim, als sie den als übermächtig eingeschätzten Gegner aus der Quadratestadt an den Rande einer Niederlage brachten und durch einen Treffer, der gerade einmal fünfzehn Sekunden vor Schluss fiel, noch auf die Verliererstraße gerieten. Langen dürfte also gewarnt sein.

 

Wie das Duell der beiden hessischen Inlinehockey-Traditionsteams ausgeht, erfahren wir am Samstag (19.08.2017). Um 17.00 Uhr wird die Partie angepfiffen. Der Eintritt ist wie immer frei. Also kommt vorbei und unterstützt den RRSC. Wir freuen uns über jeden Besucher.

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Acht Königliche liefern eine famose Leistung ab

Sonntagnachmittag, strahlender Sonnenschein, bestes Inlinehockeywetter. Beim Besuch des ISC Mannheim herrschten auf dem Rüsselsheimer Hockeyplatz beste Bedingungen. Sportlich schien die Sache von Beginn an klar zu sein. Tabellenerster gegen Schlusslicht. Was sollte da schon großartig passieren? Es roch nach einer weiteren Packung für den RRSC.

 

Was den Zuschauern dann jedoch geboten wurde, darf man getrost als hochklassiges Inlinehockey bezeichnen. Das lag vor allem daran, dass die Royals sich nicht wie ein typischer Tabellenletzter verhielten, sondern vom ersten Moment an wie die Feuerwehr loslegten und ihr Heil in der Offensive suchten. Damit schafften es die Jungs mit dem Totenschädel auf der Brust, den designierten Meister aus der Quadratestadt schon ein wenig zu beeindrucken. Schon früh in der Partie stand fest, dass der Ausflug nach Südhessen nicht der erhoffte lockere Spaziergang sein würde. Der ISC zeigte dann aber schnell, warum er auf dem ersten Tabellenplatz steht und hielt mit voller Kraft dagegen.

 

Auf beiden Seiten gab es massenhaft Torchancen. Die Keeper standen unter Dauerbeschuss. Einige sehenswerte Paraden gab es zu bestaunen, ehe es in der elften Minute zum ersten Mal im Kasten klingelte. Als Christoph Brabandt, einer von nur acht Royals-Akteuren an diesem Tag, die Scheibe ins Tor beförderte, durfte der RRSC zum ersten Mal jubeln. Der ISC traf allerdings postwendend zum Ausgleich, so dass die Führung nur von kurzer Dauer war. Kurz vor dem Pausentee zappelte die Scheibe wieder im Netz. Brabandt brachte dasSpielgerät vor das gegnerische Tor. Nach einer unübersichtlichen Situation lag der Puck auf einmal im Kasten. Den Treffer bekam Tim Bornhausen gutgeschrieben.

 

Zum Auftakt des zweiten Viertels erzielte der ISC prompt den Ausgleich. Nun schien der Hockey-Goliath endgültig ins Rollen zu kommen. So richtig in den Griff bekamen die Mannheimer ihren Gegner aber nicht. Das lag vor allem daran, dass die RRSC-Puckjäger um jeden Zentimeter des Platzes kämpften und sich dazu noch auf Goalie Jan Schneider verlassen konnten, wenn es einmal brenzlig wurde — und dann, praktisch aus dem Nichts, landete die Scheibe auf Höhe der Mittellinie bei Timo Dombrowski. Der Blondschopf fackelte nicht lange, enteilte seinen Gegenspielern und beförderte den Puck mit einem satten Schuss ins Tor.

 

In der 26. Spielminute war der RRSC, begünstigt durch eine Powerplay-Situation, erneut erfolgreich. Bornhausen stand nach einem Abpraller goldrichtig und staubte zum 4:2 ab. Da staunten die Zuschauer natürlich um die Wette. Mit diesem Zwischenstand, der übrigens bis zur Halbzeitpause unverändert blieb, hätte wohl der kühnste Optimist nicht gerechnet. Dank der großen Leidenschaft, des Einsatzwillens und der Kampfkraft schien die Sensation möglich zu sein.

 

ISC schlägt zurück

 

Mit dem Wiederanpfiff fiel der nächste Treffer. Dieses Mal war Mannheim dran. 47 Sekunden waren im dritten Viertel gespielt, als Sven Reutter den ISC wieder auf ein Tor heranbrachte. Wenige Minuten später bekamen die Royals eine Strafzeit aufgebrummt. Die Gäste fackelten dann nicht lange, schoben sich die Scheibe einen Moment lang zu und trafen in der 39. Spielminute zum Ausgleich. Rüsselsheim ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und spielte konzentriert weiter. Auf beiden Seiten tobte eine echte Hockey-Schlacht. Etliche Torchancen wurden von beiden Mannschaften herausgespielt. Für die Zuschauer war das ein echter Genuss — und es sollte noch besser werden.

 

Die 41. Spielminute war gerade angebrochen, als Dombrowski, der ein bärenstarkes Spiel machte, den RRSC wieder in Führung brachte. Nach einem Zuspiel von Franz Schmidt stellte er die Anzeigetafel auf 5:4. Es gehört zur Geschichte des Spiels, dass sich der ISC davon nicht sonderlich beeindrucken ließ und direkt im Gegenzug wieder den Ausgleich schaffte. Doch die Royals, fest entschlossen und voller Selbstvertrauen, schlugen in der 45. Spielminute noch einmal zu. Schmidt, der wieder hunderte Kilometer Anreise in Kauf nahm, um dabei sein zu können, leitete die Scheibe weiter zu Bornhausen, der nicht lange fackelte und mit dem Treffer zum 6:5 den Hattrick vollmachte.

 

Ganz knapp dran

 

Im letzten Viertel mobilisierten beide Teams die letzten Kräfte. Hendrik Fichtner, ein Veteran aus hundert Rüsselsheimer Schlachten, krempelte wie alle anderen noch einmal die Ärmel hoch. Wie viel Liter Schweiß Fichtner auf dem Platz verteilte, ist nicht mehr nachweisbar.

 

Kapitän Janik Schwedler hatte in der kurzen Pause anscheinend die richtigen Worte gefunden. Das merkten die Zuschauer allein schon daran, dass auch in den letzten 15 Minuten so richtig die Post abging — und der Rüsselsheimer Expresskurier mit der Nummer 69 auf dem Rücken nahm noch einmal Fahrt auf. Wie schon im zweiten Viertel bekam Dombrowski den Puck an der Mittellinie, dieses Mal aber nicht durch freundliche Unterstützung der Glücksgottin Fortuna, sondern dank Bornhausen, der seinen Teamkollegen mit einem Steilpass auf die Reise schickte. Dombrowski umkurvte einen Gegenspieler, checkte noch einmal die Adresse und lieferte das kleine rote Päckchen dann direkt im Mannheimer Gehäuse ab. Damit stand es 7:5 für die Royals. Für Dombrowski war es ebenfalls der Hattrick. Sollte es wirklich ein kleines Hockeywunder am Sommerdamm geben?

 

Als der RRSC in der 54. Spielminute erneut eine Unterzahl-Situation zu überstehen hatte, witterte der ISC seine Chance. Es dauerte dann nur wenige Sekunden, ehe Mannheim erfolgreich war. Thomas Wohlfarth überwand nach einer Pass-Stafette Goalie Schneider. Wohlfarth hatte aber noch nicht genug. Wenige Sekunden später gelang ihm das 7:7. Auch für ihn war es der dritte Treffer des Tages.

 

Und dann, ganz bitter und extrem schmerzhaft, erlitten die Royals den finalen Knockout: 15 Sekunden vor der Schlusssirene ging der ISC zum ersten Mal an diesem Tag in Führung. Reutter schickte Rüsselsheim mit seinem Treffer zum 7:8 auf die Verliererstraße. Nach dem Gegentor blieb den Royals keine Zeit mehr, um zurückzuschlagen. Die intensive, aber stets faire Partie endete schlussendlich mit einer Niederlage.

 

Die Enttäuschung war natürlich deutlich spürbar. Mehrere Male hatte der Tabellenletzte gezeigt, dass in der laufenden Oberliga-Saison mehr für die Jungs aus der Opelstadt hätte herausspringen können, deshalb schmerzt dieses Ergebnis umso mehr. Dennoch darf man nach einer solchen Partie auch ein wenig stolz sein. Schließlich war es ein Spiel mit einer großen Qualität. So etwas hat Seltenheitswert. Vor dieser Leistung, und damit sind beide Mannschaften gemeint, kann man nur den Hut ziehen.

 

Der Kapitän hat das Wort

 

Janik Schwedler: Ein Spielverlauf, den ich so nicht erwartet habe. Ich habe es noch immer nicht verarbeitet. Mich freut, dass wir die Rüsselsheimer Leidenschaft und den Spaß auf dem Platz wiederentdeckt haben.  Jeder hat sich extrem den Allerwertesten aufgerissen und nochmal eine Schippe draufgelegt. Mich freut auch, dass mein Spielkonzept voll aufgegangen ist. Umso ärgerlicher ist es, richtiggehend deprimierend, dass es für uns dann nicht zu einem Punkt gereicht hat. 15 Sekunden haben gefehlt, das zerrt an den Nerven. Hut ab, an alle die mitgespielt haben. Das war, trotz unseres kleinen Kaders, echte Werbung für unsere Sportart.

 

Statistik:

 

Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim (7:8)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Hendrik Fichtner, Benjamin Groß, Christoph Brabandt, Tim Bornhausen, Franz Schmidt, Timo Dombrowski, Janik Schwedler.

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen, Dombrowski (je 3), Brabandt.

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (6 Minuten) / Mannheim (2)

 

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Niederlage unter Freunden

Rüsselsheim Royals
Stürmer Franz Schmidt auf dem Weg zu seinem ersten Treffer. Foto: Lütge

 

Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Das ist eine Hockey-Weisheit, die am vergangenen Wochenende nach dem Spiel gegen die Bad Nauheim Blues zum Besten gegeben wurde. Die Royals hatten zuvor sechzig Minuten lang versucht, den eigenen Weiher, wie man so gerne sagt, gegen die Gäste aus der Wetterau zu verteidigen. Am Ende setzte es vor 35 Zuschauern jedoch eine 7:11-Niederlage gegen die favorisierten Blues, die aufgrund des Spielverlaufs schon ein wenig ärgerlich ist.

 

Vor allem auch, weil der RRSC nach einem frühen Rückstand, wie so oft in dieser Saison, die Ärmel hochkrempelte und mal wieder zur Aufholjagd startete — und die trug den Namen Franz Schmidt. Unser Stürmer aus dem schönen Freistaat Bayern war zum zweiten Mal in dieser Saison dabei und machte seinem Ruf als gefürchteter Torjäger wieder alle Ehre. Gerade in den ersten dreißig Spielminuten hielt er sein Team, das sich durch einige unnötige Strafzeiten immer wieder das Leben schwer machte, in Schlagdistanz zu den Blues. Nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand verkürzte er mit einem Doppelpack auf 2:3. Das war dann auch der Halbzeitstand.

 

Rüsselsheim Royals
What a save: Kocurek pariert brilliant. Foto: Lütge

Das dritte Viertel brachte die Royals auf die Verliererstraße. Keeper Tom Kocurek, der famos hielt, bekam zahlreiche Schüsse um die Ohren gefeuert und zeichnete sich einige Male bravourös aus. Seine Glanztat gegen Blues-Stürmer Yannick Wehrheim, die als Hasek-Rolle in der Hockeywelt bekannt ist, zählte zu den Highlights der Begegnung. Irgendwann war aber auch er machtlos.

 

Die Blues, oft begünstigt durch numerische Überlegenheit, nutzten ihre Powerplay-Situationen eiskalt aus und kamen zu weiteren Treffern. Zwischendurch bäumten sich die Jungs aus der Opelstadt immer wieder auf und schlugen zurück, richtig ran kamen sie aber nicht mehr. Da nutzte es auch nichts, dass die Königlichen endlich einmal wieder auf mehr als zwei Reihen zurückgreifen konnten und mit Jan Balgar einer der wichtigsten Spieler nach langer Verletzungspause ins Team zurückkehrte. Der Verteidiger zeigte aber auf Anhieb, dass er während seiner Zwangs-Auszeit nichts verlernt hat und trug sich in die Scorerliste ein. Während Schmidt auf Royals-Seite den Hattrick vollmachte, schraubten die Blues zwischen der 30. und 45. Spielminute das Ergebnis weiter in die Höhe. Zwischenzeitlich zogen sie auf 3:7 davon.

 

Das letzte Viertel begann mit einem Rüsselsheimer Sturmlauf. Tim Bornhausen und Balgar führten die Royals noch einmal heran. Da witterten die Blau-Schwarzen noch einmal Morgenluft. Dumm nur, dass Bad Nauheim sich in dieser Phase nicht sonderlich beeindrucken ließ, noch einmal auf die Gaspedale trat und auf 5:9 davonzog. Für die Royals spricht, dass sie sich auch nach diesem Nackenschlag nicht hängen ließen.

 

In der 53. Spielminute schnürte Bornhausen mit einem Doppelpack, für den er gerade einmal zwanzig Sekunden benötigte, einen Hattrick — und das auch noch in Unterzahl. Schmidt, der wirklich einen Sahnetag erwischte, bereitete übrigens sämtliche Royals-Tore im letzten Viertel vor und kam damit auf sieben Punkte in der Partie. Das ist schon eine famose Leistung. Gerade auch, weil der Stürmer in den Morgenstunden mit dem Auto aus Prag Richtung Sommerdamm gependelt war und daher keine optimale Vorbereitung hatte.

 

Danach warf der RRSC noch einmal alles nach vorne. Ein weiterer Treffer blieb Rüsselsheim jedoch verwehrt. Den Schlusspunkt setzte Blues-Verteidiger David Stusek. Die Partie endete mit einer 7:11-Niederlage.

 

Chill und Grill

 

Wie auch nach dem Spiel in Assenheim geschehen, wurde nach der Begegnung noch gemeinsam gefeiert. Dieses Mal luden die Royals ihre Gäste nach der Schlusssirene zu einer Grillparty ein. So fand der Hockeytag einen gemütlichen Ausklang. Erst in den späten Abendstunden verabschiedeten sich die letzten Nauheimer und traten die Heimreise an.

Bilder vom Spiel

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Licht und Schatten wechseln sich ab

Das Mannheimer Wochenende ist vorüber. Für die Royals waren es zwei Spiele, die unterschiedlicher kaum hätten sein können.

Tim Bornhausen (rechts) auf dem Weg zum Mannheimer Kasten. Foto: Lütge
Tim Bornhausen (rechts) auf dem Weg zum Mannheimer Kasten. Foto: Lütge

Beginnen wir chronologisch. Am Samstagnachmittag stand das erste von zwei direkt aufeinanderfolgenden Duellen mit der zweiten Mannschaft des ISC Mannheim auf dem Programm — und zumindest am Sommerdamm lief es richtig gut für den RRSC.

 

Teil 1: Sieg in der Hitzeschlacht

 

Nach dem Schlusspfiff lagen sich alle Royals-Spieler in den Armen. Die Erleichterung über den zweiten Saisonsieg war dem Rumpfteam, das gegen den ISC Mannheim II gerade einmal mit sieben Feldspielern sowie den etatmäßigen Keepern Kocurek/ Schneider angetreten war, deutlich anzusehen. Das fühlte sich super an und war auch verdient. Schließlich hatten sich alle Anwesenden sechzig Minuten lang mächtig ins Zeug gelegt, um die auf mittlerweile fünf Spiele in Folge angewachsene Niederlagenserie zu stoppen — und endlich wurden die Royals für ihren Einsatz belohnt.

 

Der RRSC setzte sich in einer sehr fair geführten Hitzeschlacht, es war wirklich kaum zu ertragen und absolut schweißtreibend, mit einem 7:4-Sieg am Sommerdamm durch. Dafür bekamen die Jungs aus der Opelstadt, die kurz vor dem Anpfiff nach einem sintflutartigen Regenerguss schon wie verrückt beim Abziehen der Spielfläche geschwitzt hatten, drei Zähler auf dem Punktekonto gutgeschrieben.



Teil 2: Nicht so sehr geschwitzt und verloren

 

Teil zwei des Mannheimer Wochenendes führte den RRSC am Sonntag mal wieder in den Friedrichspark. Um die Schwere der Aufgabe waren sich die Spieler schon auf dem Hinweg im Klaren. Schließlich rechnete man damit, in der Quadratestadt auf eine personell veränderte Heimmannschaft zu treffen — und wurde natürlich nicht enttäuscht. Mit gerade einmal sieben Feldspielern versuchte die Rüsselsheimer Rumpftruppe, anders kann man dieses Aufgebot wahrlich nicht beschreiben, die Festung des ISC Mannheims zu erstürmen.

 

In den ersten dreißig Spielminuten klappte das auch ganz gut. Die Hausherren waren zwar die spielbestimmende Mannschaft. Der RRSC hielt jedoch mit aller Kraft dagegen und kam seinerseits, begünstigt durch einige Konterchancen, selbst zu der einen oder anderen Chance. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis der Drops für die Opelstädter gelutscht sein sollte.

 

Der Blick auf die Spielerbank demonstrierte das eindrucksvoll. Während bei den Royals gerade einmal drei Wechsler zur Verfügung standen, platzte die Mannheimer Bank aus allen Nähten. Der ISC hielt das Tempo zudem kontinuierlich hoch. Da benötigt es nicht allzu viel Cleverness, um zu ahnen, dass es für den RRSC nur mit viel Glück zu einem Sieg reichen würde. Immerhin war es nicht so heiß wie am Vortag. Das spielte aber aufgrund der wenigen mitgereisten Puckjäger für die Royals keine besonders große Rolle.

 

So kam es dann auch, wie es eigentlich nicht kommen sollte. Nach der Halbzeitpause nahm das Unheil seinen Lauf. Der ISC Mannheim zog davon und schraubte das Ergebnis, nach dreißig Spielminuten stand es übrigens noch 1:1, immer weiter in die Höhe. Am Ende setzte es eine 2:7-Niederlage. Rüsselsheim bleibt damit in der Oberliga-Tabelle auf dem letzten Platz. Am kommenden Samstag geht es vor eigenem Publikum gegen die Nauheim Blues weiter. Bully ist um 17.00 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.

Das Rüsselsheimer Rumpfteam. Foto: Elmar Lütge
Das Rüsselsheimer Rumpfteam. Foto: Elmar Lütge
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Mannheimer Wochenende

Die Royals sind am Wochenende in der IHD-Oberliga gleich doppelt gefordert. Gegen die zweite Mannschaft des ISC Mannheim hofft der Aufsteiger aus Südhessen auf den Befreiungsschlag.

Tim Bornhausen und seine Teamkollegen treffen am Wochenende gleich zweimal auf den ISC Mannheim. Foto: Swoboda
Tim Bornhausen und seine Teamkollegen treffen am Wochenende gleich zweimal auf den ISC Mannheim. Foto: Swoboda

Hin- und Rückspiel binnen 24 Stunden! Die Royals treffen am Wochenende in der IHD-Oberliga gleich zweimal auf den ISC Mannheim. Am Samstag steht das erste Duell an. Pünktlich um 17.00 Uhr fällt am Sommerdamm der Startschuss. Nur einen Tag später folgt im Mannheimer Friedrichspark der zweite Vergleich.

 

Wir haben beide Mannschaften unter die Lupe genommen.

 

Wie sind die Mannheimer zurzeit drauf? Der Blick auf die Tabelle weist die zweite ISC-Truppe als Tabellenvorletzten aus. Das Torverhältnis liegt aktuell bei 52:78 (-26). Insgesamt hat Mannheim bereits acht Spiele absolviert und dabei sechs Zähler auf der Habenseite verbucht. Die Bilanz der letzten vier Spiele: Ein Sieg und drei Niederlagen. Aktueller Topscorer ist Maximilian Mohring, der in acht Spielen sechzehn Punkte sammelte. Hinweis an die Royals-Verteidiger: Er trägt die Nummer vier, also »uffbasse«!

 

Und wie läuft es aktuell am Sommerdamm? Darüber sollte man eigentlich den Deckmantel des Schweigens hüllen. Hilft aber nicht weiter, die Zahlen sind schließlich auf diversen Seiten einsehbar. Also werfen wir nun einen Blick darauf: Die Royals liegen bei einem Torverhältnis von 39:80 (-41). Insgesamt steht in sieben absolvierten Spielen ein Sieg zu Buche, der den Opelstädtern zwei Punkte bescherte. Alle anderen Partien gingen restlos verloren. Zurzeit warten die Royals seit fünf Spielen auf einen Sieg. Bester Punktesammler ist Tim Bornhausen, der sich mit siebzehn Zählern (14 Tore) an die Spitze der teaminternen Scorerliste gesetzt hat.

 

Fachleuten wird anhand dieser Statistiken direkt klar, dass es für den RRSC eigentlich nur noch besser werden kann. Da kommen die beiden Kellerduelle mit dem ISC möglicherweise genau zur richtigen Zeit. Schließlich geht es am kommenden Wochenende um sechs Punkte — und bei einem positiven Verlauf könnte Rüsselsheim den Befreiungsschlag schaffen und ganz nebenbei die rote Laterne an Mannheim weiterreichen. Zumindest in der Theorie.

 

Der ISC wird die Punkte natürlich nicht kampflos abgeben. Schließlich wollen die Hockeycracks vom Friedrichspark ihrerseits die White Wolves Langen überholen, die jüngst an ihnen vorbeigezogen sind und nun den sechsten Tabellenplatz halten. Spannung ist also garantiert, wenn die beiden Kellerkinder gleich doppelt aufeinandertreffen. Wie es ausgeht, erfahren wir in Kürze.

 

Live auf Youtube

 

Das Rückspiel in Mannheim wird live im Internet übertragen. Auf youtube ist ein Stream eingerichtet, der zunächst das Oberliga-Spiel der ersten Mannheimer Mannschaft zeigt. Danach kommen die Royals an die Reihe. Einfach hier klicken!

 

Spieltermine im Überblick:

 

Samstag, 17.00 Uhr: Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim II (Sommerdamm Rüsselsheim)

Sonntag,  17.00 Uhr: ISC Mannheim II vs. Rüsselsheim Royals (Friedrichspark Mannheim)

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RRSC unterliegt den Mainprimaten

Die Rüsselsheim Royals treten in der Oberliga weiter auf der Stelle. Am frühen Samstagabend unterlagen die Jungs mit der Krone auf der Brust den Frankfurt Mainprimaten mit 5:7. Damit warten die Opelstädter mittlerweile seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Knapp vorbei: Benjamin groß scheitert in dieser Szene am Frankfurter Schlussmann. Foto: Elmar Lütge
Knapp vorbei: Benjamin groß scheitert in dieser Szene am Frankfurter Schlussmann. Foto: Elmar Lütge

Allmählich zerrt die verflixte Negativserie am Nervenkostüm: Nach der Niederlage in Frankfurt ist den Rüsselsheim Royals im Rückspiel vor eigenem Publikum nicht die erhoffte Revanche gegen die Mainprimaten geglückt. Das lag vor allem daran, dass die Gastgeber schon früh in Rückstand gerieten. Schon in der zweiten Spielminute klingelte es erstmalig im RRSC-Gehäuse. Nach weniger als zehn gespielten Minuten lagen die Opelstädter bereits mit 0:3 zurück. Zu diesem Zeitpunkt roch es nach einer dicken Packung. Glücklicherweise blieb den Royals, die gegen den FREC auf einige wichtige Spieler verzichten mussten, dieses Schicksal erspart. Tim Bornhausens Treffer, der kurz vor dem Pfiff zum ersten Pausentee fiel, brachte den RRSC zurück in die Partie.

 

Ab dem zweiten Viertel gestalteten beide Mannschaften die Partie offener. Chancen gab es auf beiden Seiten. Bis zum nächsten Treffer mussten sich die Zuschauer allerdings noch ein wenig gedulden. Als Royals-Verteidiger Johannes Roßnagel wegen unnötiger Härte in die Kühlbox geschickt wurde, schlug Stefan Hellmichs Stunde. In Unterzahl schnappte er sich die Scheibe, sprintete über das komplette Spielfeld und bugsierte den Puck ins Tor. Es war einer der schönsten Treffer des Tages. Zum Halbzeitpfiff lagen die Royals nur noch mit einem Treffer hinten.



Zwischen der 30. Und 45. Spielminute wurde die Partie dann intensiv. Beide Teams bekämpften sich mit allen Mitteln, manchmal über den Rand der Legalität hinaus. Die Schiedsrichter, die ihre Sache sehr ordentlich machten, hatten alle Hände voll zu tun. Wie schon im Hinspiel geschehen, reichten den Mainprimaten wenige Minuten, um den Royals, die zuvor einige gute Chancen liegen gelassen hatten, vorübergehend den Stecker zu ziehen. Binnen 120 Sekunden gelang es den Gästen aus der Mainmetropole, drei Tore zu erzielen. Zwei davon fielen bei numerischer Überlegenheit, also im Powerplay. Damit rannten die Opelstädter kurz vor dem letzten Viertel wieder einem großen Rückstand (2:6) hinterher, was deutlich am Nervenkostüm zerrte.

 

Hängen ließen sich die Royals nach diesem frustrierenden Spielverlauf aber nicht. In der Schlussviertelstunde mobilisierte Rüsselsheim noch einmal alle Kräfte. In der 50. Spielminute leitete Bornhausen mit seinem zweiten Tor des Tages die Aufholjagd ein. Hellmich machte es seinem Teamkollegen kurz darauf nach und brachte seine Mannschaft auf 4:6 heran. Damit schnürte auch er den Doppelpack. Als Verteidiger Eugen Hempel dann noch auf 5:6 verkürzte, schien sich das Momentum auf der Seite der »Königlichen« zu befinden. Dann jedoch kam FREC-Stürmer Johannes Weckend. Die Frankfurter Nummer 28 tauchte nur eine Minute später gefährlich vor dem Rüsselsheimer Kasten auf und versenkte die Scheibe zum finalen 5:7-Endstand in den Maschen.

 

Für Rüsselsheim liefen auf: Jan Schneider, Tim Bornhausen, Benjamin Groß, Stefan Hellmich, Timo Dombrowski, Christoph Brabandt, Sascha Conrad, Eugen Hempel, Johannes Roßnagel

 

Stimmen zum Spiel: »Es war ein harter Kampf auf beiden Seiten. Manchmal ruppig, aber dennoch fair. Wir hatten leider zu wenig Scheibenglück und zwei unnötige Gegentore gefangen. Dennoch ziehe ich vor der Mannschaft den Hut.» (Janik Schwedler)

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen, Hellmich (je 2), Hempel

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (18 + 10), Frankfurt (8)

 

Schiedsrichter: Stefan D´Anna, Joseph Ulrich

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Royals treffen auf die Mainprimaten

Stefan Hellmich (Rüsselsheim Royals)
Stefan Hellmich und die Rüsselsheim Royals treffen am Wochenende auf die Mainprimaten Frankfurt. Foto: Swoboda

Am kommenden Wochenende dürfen die Royals mal wieder zuhause wirbeln: Am Samstag, 15.07.2017, geht es auf dem Hockeyplatz am Sommerdamm gegen die Frankfurt Mainprimaten. Bully ist um 17.00 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.

 

Für den Aufsteiger ist es nach zuletzt vier Auswärtsspielen in Folge der zweite Saison-Auftritt am heimischen Sommerdamm — und dieses Mal soll es nach der regenbedingten Absage vor rund zwei Wochen gegen die Pinguine Baunatal endlich wieder mit einem Kräftemessen vor eigenem Publikum klappen. Die Aufgabe ist jedoch alles andere als leicht. Auf die ersatzgeschwächten Royals kommt gegen Frankfurt ein hartes Stück Arbeit zu. Dennoch hofft die Mannschaft darauf, dass es endlich mit dem zweiten Saisonsieg klappt und damit der Negativtrend der letzten Wochen gestoppt werden kann.

 

Die Frankfurt Mainprimaten, die aktuell den vierten Tabellenplatz innehaben und seit vier Spielen ungeschlagen sind, dürften sicherlich etwas dagegen haben. Schließlich zeigten die Jungs aus der Mainmetropole den Opelstädtern jüngst, wo die Affenbande die Kokosnuss am liebsten versteckt, nämlich im gegnerischen Kasten. Diese schmerzhafte Erfahrung machten die Royals am ersten Juli-Wochenende im Hinspiel, das nach starken dreißig Rüsselsheimer Spielminuten noch mit 4:11 verloren wurde. Aus RRSC-Sicht ist die Niederlage auf dem Hockeyplatz am Rebstock-Gelände schon ein wenig zu hoch ausgefallen. Schließlich ging Rüsselsheim noch mit einer 2:1-Führung im Rücken in die Halbzeitpause, ehe das Unheil am Ende des dritten Viertels seinen Lauf nahm und man nach einer wahren Gegentorflut binnen weniger Minuten auf die Verliererstraße geriet. Die Rüsselsheimer Abwehr sollte also gewarnt sein — und natürlich brennen die Rüsselsheimer Spieler auf Wiedergutmachung.

 

Für den RRSC ist diese Partie von großer Bedeutung. Schließlich gilt es, den mittlerweile auf vier Zähler angewachsenen Rückstand zu den Langen White Wolves zu verkürzen. Der Tabellennachbar trifft am Wochenende übrigens zeitgleich auf die Nordhessen Hornets. Auch in diesem Spiel dürfte es spannend zugehen.

 

Es ist also angerichtet. Die Royals laden alle Inlinehockey-Freunde herzlich an den Sommerdamm ein. Kommt vorbei und unterstützt unser Team. Alle Interessierten finden hier eine Anfahrtsbeschreibung.

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Hobbytraining am Sommerdamm

Pefektes Angebot für Einsteiger, altgediente Veteranen und Hobbyspieler: Endlich haben die Rüsselsheim Royals wieder eine zweite Mannschaft am Start. Wir haben alle wichtigen Informationen zu den Trainigseinheiten zusammengetragen.


Wann wird trainiert?

Aktuell trainiert die Mannschaft jeden Montag. Pünktlich um 19.00 Uhr stehen die Jungs auf dem Platz. Die Übungseinheiten werden von erfahrenen Spielern geleitet.


Wo wird trainiert?

Die Mannschaft trainiert am Rüsselsheimer Sommerdamm. Der Hockeyplatz des Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuhclubs befindet sich direkt neben dem Fußballstadion, das unmittelbar am Ortseingang gelegen ist. Hier findet ihr eine Anfahrtsbeschreibung. Klick!


Wer darf teilnehmen?

Alter und Fähigkeiten spielen keine Rolle. Egal ob Anfänger, Hobbyspieler oder Rückkehrer: Jeder Spieler ist bei uns Willkommen. Hauptsache, Du hast Lust auf Inlinehockey und  Spaß daran, deinen Schweiß auf unserem Spielfeld zu verteilen.


Was benötige ich?

Da es im Inlinehockey schon einmal zu Körperkontakt kommt, benötigt man als Spieler Schutzausrüstung. Helm, Handschuhe, Ellenbogen- und Schienbeinschützer zählen daher zur Grundausstattung. Ein Schläger wäre ebenfalls nicht von Nachteil. :-)


Hast du noch Fragen?

Falls etwas unklar ist, melde dich einfach bei uns! Keine Angst, wir beißen nicht — und du bekommst ganz sicher eine Antwort. Versprochen! Hier kannst du Kontakt mit uns aufnehmen: Klick!



News vom Hobbytraining


Hobbytraining gestartet

Das erste Rüsselsheimer Hobbytraining konnte sich schon einmal sehen lassen: Vierzehn Spieler waren am vergangenen Montag auf dem Rüsselsheimer Hockeyplatz mit von  der Partie.

Royals bieten Hobbytraining an

Endlich ist es soweit: Ab sofort haben die Rüsselsheim Royals ein neues Angebot am Start. Jeden Montag findet ein Training statt, das sich perfekt für Hobbyspieler und Einsteiger eignet.



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Wechselbad der Gefühle

Bärenstarke erste Hälfte, danach eingebrochen. In Frankfurt kassierten die Rüsselsheim Royals eine ärgerliche Niederlage. Schiedsrichter Lepich wird vom RRSC zukünftig abgelehnt.

Zwei Spieler keilen sich am Boden. Schiedsrichter Reichhardt interessiert das nicht wirklich. Foto: Swoboda
Zwei Spieler keilen sich am Boden. Schiedsrichter Reichhardt interessiert das nicht wirklich. Foto: Swoboda

Das Auswärtsspiel gegen die Mainprimaten Frankfurt wurde für die Rüsselsheim Royals zu einem Wechselbad der Gefühle. Das merkte man den Jungs aus der Opelstadt deutlich an, als sie mit hängenden Köpfen nach der Schlusssirene in der Kabine saßen und mit dem Spielverlauf haderten. Janik Schwedler, der verletzungsbedingt aussetzen musste und das Team von der Bande aus coachte, versuchte seine Teamkollegen wieder aufzurichten. »Lasst die Köpfe nicht hängen. In der ersten Halbzeit habt ihr eure vielleicht beste Saisonleistung gezeigt«, sagte der Kapitän — und traf damit den Nagel damit auf den Kopf.

 

Konzentrierter Auftakt

 

Schließlich lag der RRSC bis zur 34. Spielminute am Frankfurter Rebstockgelände in Front. Die Zuschauer sahen eine Rüsselsheimer Truppe, die mit großer Leidenschaft agierte und die Hausherren aus der Mainmetropole vor große Probleme stellte. In der Defensive schenkten die Opelstädter keinen Zentimeter der Spielfläche kampflos her. Durch den großen Einsatzwillen und das enorme Laufpensum kamen die Frankfurter Offensivbemühungen häufig schon früh zum Erliegen. Mit Benjamin Groß hatten die Royals zudem einen sicheren Rückhalt im Kasten. Unglaublich, was der 32-Jährige, der normalerweise als Feldspieler unterwegs ist, bei seiner Oberliga-Premiere zwischen den Pfosten für eine Leistung abrief.