Alles über die Rüsselsheim Royals

Hier macht das Hockeyherz einen Satz. In dieser Kategorie werden sämtliche Spielberichte und Geschichten über die Rüsselsheim Royals gesammelt.


Ein wunderbares Comeback

Diese Royals waren dabei: Oben (V. l. n. r.): Swoboda, Höhle, Bukowski, Schweser || Mitte: Fichtner, Böhm, Möcker, Schneider, Albrecht || Unten: Patrick Stoll
Diese Royals waren dabei: Oben (V. l. n. r.): Swoboda, Höhle, Bukowski, Schweser || Mitte: Fichtner, Böhm, Möcker, Schneider, Albrecht || Unten: Patrick Stoll

"Steh auf, wenn du am Boden bist" , singen die Toten Hosen auf ihren Konzerten und sorgen damit für Gänsehautfeeling unter ihren Fans. Ähnliches spielte sich am vergangenen Samstag (8.12.2018) auf dem Skaterhockey-Turnier der Bernkastel Lizards ab. In insgesamt fünf Vorrunden-Spielen kämpften die Royals um den Einzug in die Endrunde, die aus einem Spiel um den dritten Platz sowie aus dem Finale um den Turniersieg bestand. Platz vier war also das Minimalziel. 

 

Für die Royals, die sich seit langen Jahren wieder einmal zu einem Turnier anmeldeten, auf dem mit einem Ball gespielt wird, lief es zunächst überhaupt nicht nach Fahrplan. Gleich zum Auftakt traf man auf einen starken Gegner aus Fuldabrück, der sich als eine Nummer zu groß für den RRSC entpuppte und schlussendlich mit 2:0 die Oberhand behielt. Im zweiten Spiel des Tages kamen die Opelstädter gegen Traben-Trarbach zu einigen guten Torchancen, blieben vor dem gegnerischen Kasten jedoch lange Zeit glücklos. Und wenn man die Kugel vorne nicht reinhaut, klingelt es plötzlich im eigenen Kasten. Mit einem unhaltbaren Schuss ging das Team aus Traben-Trarbach in Führung. Nach einem Zuspiel von Hendrik Fichtner gelang Stefan Swoboda immerhin noch der Ausgleich. Ein weiterer Torerfolg blieb den Royals allerdings verwehrt. So trennte man sich nach fünfzehn Spielminuten mit 1:1, was in der Rüsselsheimer Kabine als ein verspielter Sieg bewertet wurde.

 

Voll einen auf die Brezel bekommen

 

Wenig später kassierte der RRSC eine desaströse Niederlage im Rhein-Main-Derby gegen den ESV Mainz. Gleich achtmal schlug es im RRSC-Gehäuse ein. Das komplette Rüsselsheimer Team stand in dieser einseitigen Begegnung komplett neben sich und verteilte dabei etliche vorweihnachtliche Geschenke. Kein Wunder, dass sich die Stimmung nach dem 1:8 unter den Rüsselsheimer Auswärtsfahrern fast auf dem Nullpunkt befand. Da fragte sich der eine oder andere, ob es nicht besser gewesen wäre, an diesem verregneten Samstag im Bett liegen geblieben zu sein, doch für solche Gedankengänge war es zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät. Schließlich standen noch zwei Spiele an, die man nutzen wollte, um sich noch mit einem Sieg aus dem Turnier zu verabschieden. So ergriff Kapitän Fichtner vor dem Spiel gegen die Hausherren aus Bernkastel in der Kabine das Wort und forderte die mental angeknackste Truppe auf, die Ärmel hochzukrempeln und noch einmal alles rauszuhauen, zu laufen und zu kämpfen. Dabei vergaß er natürlich nicht, den Teamgeist zu beschwören.

 

Und seine Worte zeigten Wirkung. Im Duell mit den Lizards präsentierten sich die Jungs und Mädels mit dem Totenschädel auf der Brust komplett auf Augenhöhe. Es entwickelte sich ein rasantes Spiel mit einigen hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. Glück für die Royals, dass Goalie Sven Albrecht in dieser Partie jeden Schuss, der auf seinen Kasten abgefeuert wurde, entschärfen konnte, darunter gleich zwei spektakuläre Fanghand-Saves, die mit großem Beifall von den Zuschauern gewürdigt wurden. Dann spielte sich ein anderer Rüsselsheimer Keeper ins Rampenlicht. Thomas Höhle, in Bernkastel als Feldspieler eingesetzt, stand nach Dirk Schwesers Zuspiel goldrichtig und beförderte den Ball aus der Nahdistanz durch die Hosenträger des gegnerischen Keepers in die Maschen. Kurz darauf traten die Lizards zur Schluss-Offensive an, um das Rüsselsheimer Abwehrbollwerk doch noch irgendwie zu knacken, doch die Royals hielten mit viel Fleiß und Kampfgeist stand und sicherten sich schlussendlich einen knappen und hart erkämpften 1:0-Sieg, der sich fast wie eine Erlösung anfühlte. Steh auf, wenn du am Boden bist!

 

Back in Business

 

Mit vier Punkten auf der Habenseite begann dann auch sogleich das große Rechnen bei der Turnierleitung. Schnell stand fest, dass sich der RRSC noch für das kleine Finale, also das Spiel um den dritten Rang, qualifizieren konnte. Dazu reichte bereits ein Punktgewinn oder eine Niederlage mit maximal drei Treffern Unterschied, was zunächst einmal gar nicht so übel klang. Dummerweise stand den Royals dabei ein gewaltiger Brocken im Weg, nämlich die Mannschaft des IHC Landau, die sich später auch zum Turniersieger krönen sollte. Die Taktik für das anstehende Spiel war schnell ausgeklügelt: Die Uhr runterspielen, Beton in der Defensive anrühren und auf Kontersituationen lauern.

 

Die Partie begann erwartungsgemäß mit einer Vielzahl Landauer Angriffe. Der haushohe Favorit drängte die Royals in die Defensive und sorgte für jede Menge Druck. Doch den Royals, in dieser Partie als glasklarer Underdog unterwegs, merkte man an, dass das Spiel gegen Bernkastel neue Kräfte freigesetzt hatte. Zudem kämpften alle Spieler füreinander und wuchsen zu einer echten Einheit zusammen. Vor dem Rüsselsheimer Kasten herrschte zwar permanent roter Alarm, Entlastung gab es nur selten, doch der IHC Landau benötigte einige Zeit, ehe der erneut bravourös haltende Rüsselsheimer Schlussmann Albrecht erstmalig geschlagen war.

 

Wenig später klingelte es zum zweiten und dritten Mal im Rüsselsheimer Kasten. Nach dem zwischenzeitlichen 0:3 standen die Royals, die über die volle Spieldistanz um jeden Zentimeter der Spielfläche kämpften, in Sachen Ballkontrolle dem IHC Landau jedoch deutlich unterlegen waren, kurz vor dem Aus. Glücklicherweise gibt einem der Hockeygott aber ab und an einen kleinen Schubs im richtigen Augenblick. Dirk Schweser fasste sich aus rund zwanzig Metern Entfernung ein Herz und schlenzte die Kugel Richtung Landauer Gehäuse. Sein halbhoher Schuss ging zwar links am Kasten vorbei, prallte aber glücklicherweise so an der Hallenwand ab, dass er neben dem rechten Torpfosten wieder zurück auf das Spielfeld rollte, wo Swoboda stand, der das Spielgerät mit seinem dritten Treffer des Tages zugleich in den Kasten beförderte. Die Royals kassierten kurz vor der Schlusssirene noch ein weiteres Gegentor und verloren mit 1:4, dank des Ehrentreffers zog der RRSC jedoch den Fahrschein für das Spiel um den dritten Platz. Eine tolle Willensleistung, an der jeder RRSC-Spieler auf dem Feld seinen Anteil hatte. 

 

Herzschlagmomente im kleinen Finale

 

Im Spiel um Platz drei ging es nun ausgrechnet wieder gegen den ESV Mainz. Die Royals, die in der Vorrunde der Skaterhockey-Truppe aus der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt mit 1:8 noch deutlich unterlegen waren, wollten den maroden Auftritt natürlich vergessen machen und das zweite Rhein-Main-Derby für sich entscheiden. Das merkte man vor allem Kapitän Hendrik Fichtner an, der zuvor schon in den Duellen gegen Bernkastel und den IHC Landau der beste Feldspieler gewesen war und komplett unter Strom stand. Seine Lieblingsband AC/DC lässt grüßen.

 

Der Auftakt verlief jedenfalls nach Maß. Nur wenige Minuten waren absolviert, als Thomas Höhle seine Mannschaft mit 1:0 in Front brachte. Mag sein, dass die Mainzer nach dem souveränen Vorrunden-Sieg davon ausgegangen waren, erneut leichtes Spiel mit dem RRSC zu haben. Dieses Mal machten es die Opelstädter ihrem Gegner jedoch nicht so einfach. Dennoch fiel wenige Minuten später der Ausgleich, dem die Mainzer zu allem Rüsselsheimer Unglück noch den 2:1-Führungstreffer folgen lassen sollten. Die Royals standen rund fünf Minuten vor dem Ende also gehörig unter Druck, und dann schlug die Stunde des Kapitäns. Fichtner schnappte sich den Ball, sprintete nach vorne, ließ bei seinem Sturmlauf gleich zwei Mainzer Spieler stehen, ehe er die Kugel mit der Rückhand im Kasten unterbrachte. Ein Tor des Willens, lautete später die Beschreibung der Rüsselsheimer Nummer 56. Kurz darauf ertönte die Schlusssirene. Mit 2:2 ging es in die Verlängerung. Fünf Minuten gab es obendrauf. Beiden Teams winkte das Golden Goal.

 

Die Royals warfen noch einmal alles rein, zapften die letzten Energiereserven an, um den Sieg einzufahren. Gleiches galt für den ESV. Chancen waren zu diesem Zeitpunkt allerdings Mangelware, was vor allem daran lag, dass beide Teams vorsichtig agierten und die Abwehrverbände gut gestaffelt standen. Schließlich konnte jeder Fehler in dieser Phase das Ende bedeuten. Wurde der Ball dann doch einmal Richtung Kasten abgefeuert, erwiesen sich sowohl RRSC-Keeper Albrecht, als auch Mainz-Schlussmann Patrick Stoll, der normalerweise ebenfalls für Rüsselsheim spielt und für das Turnier an den ESV ausgeliehen wurde, als unüberwindbare Hindernisse. Kurz darauf ertönte wieder die Sirene. Die Chance auf das Golden Goal war vertan. Nun stand das Penaltyschießen an. Der Rüsselsheimer Auftritt im beschaulichen Bernkastel sollte also mit einer Zerreißprobe enden. Schnell waren die fünf Schützen ausgesucht. Swoboda sollte den Anfang machen, dann kamen Fichtner und Andreas Bukowski an die Reihe, ehe Thomas Höhle und Dirk Schweser ihren Versuch starten würden.

 

Penaltyschießen als krönender Abschluss

 

Mainz legte vor, Rüsselsheim zog nach. Sogleich waren alle Augen auf Sven Albrecht gerichtet. Der Rüsselsheimer Goalie bewies gleich beim ersten Penalty, dass er über ein intaktes Nervenkostüm verfügt. Lange stehen bleiben, keine Lücke bieten, auf den Schuss warten, all das ging ihm vermutlich durch den Kopf, ehe die Kugel in seiner Fanghand ruhte und er realisierte, dass er den ersten Mainzer Versuch entschärft hatte. Der Keeper, der erst im vergangenen Winter die Sportart Inlinehockey für sich entdeckte, präsentierte sich abgebrüht wie ein alter Hase. Danach trat Swoboda für den RRSC an, dessen Penalty halbhoch auf der rechten Seite einschlug. Die zunächst einmal beruhigende Führung fühlte sich kurz darauf noch besser an, weil Albrecht auch den zweiten Mainzer Penalty halten konnte und damit ein wenig Druck von den eigenen Schützen nahm. Nach Fichtners Versuch, der von Stoll entschärft wurde, schlug erneut Albrechts Stunde. Völlig gelassen bot er dem dritten Mainzer Schützen keine Lücke an und hielt sein Gehäuse wieder sauber. Als nächster war Rüsselsheims Andreas Bukowski an der Reihe. Der Verteidiger mit Gardemaß lief halbrechts an, suchte sich eine Lücke und versenkte die Kugel im Netz, woraufhin sich der vierte Mainzer Schütze gegen den gefühlt immer größer werdenden Penalty-Töter Albrecht unter Maximaldruck befand. Wenige Sekunden später war auch der vierte Versuch entschärft, Albrecht reckte Stock- und Fanghand in die Höhe und ließ sich von seinen Mitspielern feiern. Der Goalie avancierte damit zum Mann des Tages.

 

Dank einer tollen Teamleistung, die ein starkes Comeback im Turnier ermöglichte, landeten die Royals schlussendlich auf dem dritten Platz.  Damit war die Reise nach Bernkastel ein voller Erfolg. 

 

Die Royals sagen Danke

 

Abschließend möchten wir uns bei den Bernkastel Lizards für die Einladung und die tolle Organisation bedanken. Wir kommen gerne wieder. Ein großes Dankeschön auch an unsere mitgereisten Fans und an die Fotografen Petra und Achim. Ohne euch wäre der Ausflug nur halb so schön gewesen.

 

Statistik

 

Aufstellung Royals

 

Sven Albrecht, Hendrik Fichtner, Dirk Schweser, Jan Schneider, Jennifer Möcker, Tobias Böhm, Stefan Swoboda, Thomas Höhle, Andreas Bukowski

 

Ergebnisse und Tore Royals

 

Spiel 1: Royals vs. Fuldabrück 0:2

Spiel 2: Royals vs. Traben-Trarbach 1:1 (Swoboda)

Spiel 3: Royals vs. ESV Mainz 1:8 (Swoboda)

 

Spiel 4: Royals vs. Bernkastel Lizards 1:0 (Höhle)

Spiel 5: Royals vs. ISC Landau 1:4 (Swoboda)

Spiel um Platz 3: Royals vs. ESV Mainz 3:2 n.P (Fichtner, Höhle)

                                                                                     (Penaltys: Swoboda, Bukowski GWG)

 

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Wintertraining 2018: We want you!

Keine Lust, dich in der kalten Jahreszeit auf die faule Haut zu legen? Dann bist du bei den Rüsselsheim Royals genau an der richtigen Adresse. Ab kommender Woche kannst du die Scheibe wieder auf dem Hockeyplatz am Sommerdamm in die Maschen hauen. Unser Inlinehockey-Wintertraining beginnt schon am kommenden Montag (19.11.2018). Pünktlich um 18.30 Uhr geht es los.

 

Wir haben einige Fragen und Antworten zum Trainingsbetrieb zusammengefasst:

 

Was kommt auf mich zu? Im Wintertraining stehen die Grundlagen im Vordergrund. Allen voran die Lauftechnik, denn das ist für einen Hockeyspieler von essenzieller Bedeutung. Dazu gesellen sich noch Einheiten zur Verfeinerung der Pass- und Schusstechnik. Schließlich ist unser Ziel, dir im Frühjahr, wenn die Sommer-Saison beginnt, einen guten Einstieg in den Trainingsbetrieb zu ermöglichen.

 

Kann ich als Beginner ebenfalls mitspielen? Auf jeden Fall. Das Wintertraining richtet sich vor allem an Einsteiger. Bei uns kannst du dich in aller Ruhe mit den Grundlagen der Sportart Inlinehockey vertraut machen. Erfahrene Spieler stehen dir zur Seite, um deine Fragen zu beantworten und dir damit den Einstieg zu erleichtern.

 

Was brauche ich, um teilnehmen zu können? Eigene Inliner sind ein Muss, dazu benötigst du die übliche Schutzausrüstung (Helm, Handschuhe, Schienbeinschutz und Ellenbogenschoner sowie eine Eishockeyhose). Du bist dir unsicher, woher du diese Sachen bekommen sollst oder welche Modelle du benötigst? Kein Problem, wir helfen dir gerne weiter.

 

Wie lange geht das Training? Wir setzen für eine Übungseinheit rund zwei Stunden an. Je nach Lust und Laune kann das Training aber auch länger dauern.

 

Kann man bei jedem Wetter spielen? Leider nicht. Der Platz am Sommerdamm ist nicht überdacht. Daher sind je nach Wetterlage Terminabweichungen möglich. Wir informieren rechtzeitig darüber. Winterfeste Kleidung solltest du ebenfalls im Gepäck haben. Für eine kurze Hose wird es allmählich zu kalt. 

 

Interesse geweckt? Dann melde dich einfach an. Hier geht es zu unserem Kontaktformular.

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Saisonende: Bericht vom Pressewart

Oktober, Saisonende, die Hockeyparty ist vorbei. Die Royals verabschieden sich in die Winterpause. Unser Pressewart Stefan Swoboda wirft zum Abschluss der Inlinehockey-Saison 2018 noch einmal einen Blick auf die Aktivitäten des Vereins.

Macht es gut Leute: Wir sehen uns 2019 wieder. Foto: Richter
Macht es gut Leute: Wir sehen uns 2019 wieder. Foto: Richter

Die Inlinehockey-Saison 2018 ist Geschichte. Das versetzt mich nicht gerade in Begeisterungsstürme, weil die Momente, die sich von Anfang April bis Ende September am Sommerdamm abspielten, wieder viel zu kurzweilig gewesen sind. Das soll nicht heißen, dass die Royals nicht auf ihre Kosten gekommen sind. Gefühlt fiel in diesem glühend heißen Sommer kein Training ins Wasser. Für Rutschpartien sorgte maximal der Schweiß, der bei Temperaturen jenseits der dreißig Grad Marke in Litern floss und die Trikots am Körper kleben ließ. Davon können wahrscheinlich sämtliche Hockeyspieler in der Republik ein Lied singen. Schon nach dem Umziehen war der eine oder andere Teilnehmer klatschnass geschwitzt, was einige Lacher in der Kabine auslöste. Für ein wenig Komfort sorgte am ehesten noch ein Planschbecken, das regelmäßig aufgebaut wurde, damit man sich ein bisschen Linderung verschaffen konnte, wenn der Platz vor Hitze flimmerte, die Spieler im eigenen Schweiß badeten und selbst der Weg zum Kühlschrank nach Trainingsende zu anstrengend wurde. Manch einer wollte das kühle Nass gar nicht mehr verlassen.

 

All das ist jetzt erst einmal vorbei. Nun herrscht in der Kabine gähnende Leere. Die Sachen sind gepackt, die Spieler in alle Himmelsrichtungen verstreut, ein Großteil unserer Mannschaft ist auf dem Eis aktiv, andere legen die Beine hoch.

 

Mehr Mitglieder

 

Daher ist es nun Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen. Zurückblickend kommt man nicht an der Tatsache vorbei, dass die erste Saison nach dem freiwilligen Rückzug aus der IHD gar nicht mal so schlecht gewesen ist. Die Rahmenbedingungen waren jedenfalls ordentlich, was sich auch an Fakten ablesen lässt: Die Mitgliederzahlen haben sich erhöht, demzufolge herrschte auch im Training großer Andrang, was unserem Übungsleiter Janik Schwedler zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn trieb, wenn er versuchte, die teilweise mehr als 25 Köpfe zählende Truppe sinnvoll zu beschäftigen.

 

Die zwanglose Teilnahme an der Rhein-Main-Hobbyliga (RMHL), die erstmals auch im Sommer veranstaltet wurde, darf getrost als Erfolg verbucht werden. Der RRSC trat dort aufgrund des großen Kaders häufig mit zwei Mannschaften an, womit garantiert wurde, dass alle Spieler Einsatzzeiten erhielten und die Eingliederung der neuen Kräfte in den Kader problemlos verlief. Dass es am Ende den Meistertitel obendrauf gab, ist eine schöne Randnotiz.

 

Kids rocken den Sommerdamm

 

Auch in der Jugendarbeit hat sich etwas getan. Unser Spieler Konstantin Karmilin, der in Mainz als Trainer im Einsatz ist, war mit seinen Kids am Sommerdamm aktiv. Die jungen Wilden legten los wie die Feuerwehr. Die beiden Spiele gegen das Nachwuchsteam der White Wolves Langen zählen zu den RRSC-Highlights der Saison. Natürlich nährt dieser Umstand auch die Hoffnung, dass es den Rüsselsheim Royals gelingt, in den kommenden Jahren wieder dauerhaft in die Nachwuchsförderung einzusteigen.

 

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich die Royals im Aufwind befinden. Jetzt gilt es, den Rückenwind mitzunehmen und 2019 weiter daran zu arbeiten, dass die jüngste Erfolgsgeschichte ausgebaut wird. Damit verabschieden wir uns in die Winterpause. Im März 2019, je nach Wetterlage vielleicht auch erst im April, wird der RRSC wieder loslegen. Bis dahin wünschen wir allen aktiven Spielern eine tolle Eishockeysaison. Macht es gut! Wir sehen uns draußen auf dem Platz, am Rüsselsheimer Sommerdamm, wo die königlichen Puckjäger regieren. (swo)

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Royals sind RMHL-Meister

Die Rüsselsheim Royals haben die erste Sommer-Saison der Rhein-Main-Hobbyliga als Meister beendet. Im großen Showdown gegen die Red Stars Egelsbach sicherten sich die Jungs und Mädels mit dem Totenschädel auf der Brust den Titel.

Rüsselsheim Royals
Volltreffer: Timo Dombrowski (Mitte) ist in dieser Szene nicht aufzuhalten. Foto: Achim Richter

Sonnenschein ohne Ende, hohe Temperaturen, eine Horde Inlinehockeyspieler, die um die Wette schwitzten und gleich literweise ihren Schweiß auf dem Hockeyplatz am Rüsselsheimer Sommerdamm verteilten. Auf dem fünften Turnier der Rhein-Main-Hobbyliga blieb wahrlich kein Auge trocken. Schattenplätze wurden gesucht, die teilnehmenden Jungs und Mädels erfrischten sich zwischendurch immer wieder in den aufgebauten Pools oder flüchteten in das RRSC-Vereinsheim, um sich unter der Dusche abzukühlen. Gerade für die Torhüter war der Tag eine echte Tortur. Nach jedem Spiel blickte man in völlig schweißgebadete Gesichter. Respekt, dass die Goalies diese Strapazen aushielten. 

 

Aber hinein ins Turnier: Gleich zehn Spiele wurden im Rüsselsheimer Backofen ausgetragen. Die beiden Rüsselsheimer Teams schnitten dabei richtig gut ab, gewannen jeweils drei ihrer insgesamt vier Partien. Gleich doppelte Royals-Verstärkung erhielt das Team der Batmen Kronberg, die mit Franz Schmidt und Jan Balgar zwei exzellente Spieler in ihren Reihen begrüßen durften, was sich auch sofort auf dem Spielfeld bemerkbar machte. Gerade Schmidt, der sich bereits in den frühen Morgenstunden aus Bayern auf den Weg nach Rüsselsheim machte, um beim Turnier dabei sein zu können, legte los wie die Feuerwehr und verbuchte eine zweistellige Anzahl an Scorerpunkten. Sein gefürchteter «Franzhammer» ließ den gegnerischen Kasten mindestens zehn Mal erbeben. Balgar, der nach einem Jahr Pause wieder zurück am Sommerdamm ist, zeigte ebenfalls, dass er nichts verlernt hat. Der Tscheche wirbelte die gegnerischen Reihen ordentlich durcheinander. Die beiden waren auch bei der torreichsten Partie des Tages mit von der Partie. Nach insgesamt zwölf Treffern, die im Spiel der Royals 2 gegen die Batmen fielen, ging es mit 6:6 nach regulärer Spielzeit ins Penaltyschießen. Nicolai Laasch, der in erster Linie dafür verantwortlich ist, Tore zu verhindern, verwandelte den entscheidenden Penalty. Der Verteidiger umkurvte den Kronberger Goalie in bester Stürmer-Manier und versenkte die Scheibe in der rechten Torecke und sicherte den Royals damit schlussendlich den 7:6-Sieg. 

 

Karmilin erzielt das Gamewinning-Goal

 

Das spannendste Spiel des Tages war zweifellos die Partie zwischen der ersten Rüsselsheimer Mannschaft und den Red Stars Egelsbach, in der es um nicht weniger als den Titel ging. Beide Teams waren vor dem Eröffnungsbully punktgleich, kämpften also um den ersten Tabellenplatz — und in den folgenden dreißig Spielminuten entwickelte sich ein echter Hockeyfight, an dessen Ende die Puckjäger aus der Opelstadt das bessere Ende für sich hatten. Das lag vor allem daran, dass die Red Stars die Anfangsphase verschliefen und lange Zeit einem 0:3-Rückstand hinterherliefen, ehe es ihnen im weiteren Spielverlauf gelang, sich auf 2:3 heranzukämpfen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie komplett offen — und dann fasste sich Konstantin Karmilin ein Herz: Der Royals-Verteidiger setzte den Puck aus rund zehn Metern Entfernung halbhoch in die linke Torecke. Als der Puck im Netz zappelte, kannte der Jubel bei den Royals keine Grenzen mehr. Die Egelsbacher ließen sich von dem 2:4-Zwischenstand aber nicht aus der Spur bringen und drängten weiter nach vorne. Mehr als der erneute Anschlusstreffer zum 3:4 sollte aber nicht mehr herausspringen. Die Royals retteten den knappen Vorsprung über die Zeit, verteidigten die Tabellenführung und dürfen sich damit Meister nennen!  Kurz darauf wurde auf den Titel angestoßen. 

 

Wir möchten uns bei allen Teams für den schönen Hockeytag bedanken, vor allem aber bei den Wiesbaden Vikings, die den Auf- und Abbau übernommen haben, die Zeitnahme stellten und damit für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Merci. J

 

Für die Royals liefen auf:

 

Blue Royals (1): Thomas Höhle, Sven Albrecht, Andreas Bukowski, Stefan Swoboda, Konstantin Karmilin, Jenny Möcker, Timo Dombrowski, Robert Kraska, Stefan Hellmich, Benjamin Groß 

 

Black Royals (2): Patrick Stoll, Jan Schneider, Max Schrank, Johannes Roßnagel, Janik Schwedler, Tim Bornhausen, Julian Burghardt, Nico Laasch, Dirk Schweser, Jeffrey Ickstadt, Sascha Conrad

 

Ergebnisse

 

11.00 Uhr: Rüsselsheim Royals 2 (black) vs. Red Stars Egelsbach 0:1

11.40 Uhr: Batmen Kronberg vs. Wiesbaden Vikings 7:0

12.20 Uhr: Rüsselsheim Royals 2 vs. Rüsselsheim Royals 1 (blue) 4:3

13.00 Uhr: Red Stars Egelsbach vs. Batmen Kronberg 4:3

13.40 Uhr: Wiesbaden Vikings vs. Rüsselsheim Royals 1 2:7

14.20 Uhr: Rüsselsheim Royals 2 vs. Batmen Kronberg 7:6

15.00 Uhr: Red Stars Egelsbach vs. Wiesbaden Vikings 4:0

15.40 Uhr: Batmen Kronberg vs. Rüsselsheim Royals 1 2:3

16.20 Uhr: Rüsselsheim Royals 2 vs. Wiesbaden Vikings 7:0

17.00 Uhr: Red Stars Egelsbach vs. Rüsselsheim Royals 1 3:4

 

Die Tabelle findet ihr hier: KLICK!

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Schwedler: «Einfach hollywoodreif»

Hitze satt, Sonnenschein pur: Genau die richtige Zeit, unseren Capitano Janik Schwedler mit der einen oder anderen schweißtreibenden Frage zu bombardieren.

Janik Schwedler ist der Kapitän der Rüsselsheim Royals. Foto: Lisa
Janik Schwedler ist der Kapitän der Rüsselsheim Royals. Foto: Lisa

 

Hallo Janik,

 

der RRSC hat in den letzten Monaten fast zwanzig neue Mitglieder hinzugewonnen. Der Trend ist also durchaus positiv. Wie schlagen sich unsere neuen Spieler?

 

Janik Schwedler: Der Trend ist mehr als positiv! Es freut mich jedes Mal aufs Neue, so viele Gesichter am Platz zu sehen. Die Neuen schlagen sich erstaunlich gut! Ich habe ganz ehrlich nicht damit gerechnet, dass sich alle so ins Zeug legen und extrem viel lernen wollen.

 

Wie anstrengend ist das für dich? Immerhin gab es ja Trainingstage, an denen gut zwei Dutzend Spieler auf dem Feld unterwegs waren…

 

Für mich persönlich ist das sehr anstrengend. Ich kann mir nur ganz schlecht Namen einprägen. Dass jetzt so viele Leute da sind, macht es noch schwieriger für mich (lacht). Das liegt aber auch daran, dass ich aufgrund vieler Spätdienste in den letzten Wochen und Monaten nicht so oft da sein konnte. Glücklicherweise ändert sich das ab August. Da habe ich dann mehr Zeit.

 

Auffällig ist, dass sich unsere neuen Vereinsmitglieder schnell integriert haben. Das ist natürlich für alle eine Win-win-Situation. Da wächst was zusammen, oder?

 

Da wächst wirklich was zusammen. Wahnsinn, wie schnell aus Fremden eine Sportfamilie wird. In der Kabine herrscht einfach eine überragende Stimmung, die neuen Leute kann man nicht von den alten Spielern unterscheiden. Wenn noch mehr Neuzugänge kommen, müssen wir vermutlich das Vereinsheim erweitern.

 

Was hat dich in den vergangenen Wochen und Monaten überrascht?

 

Ganz viel! Am meisten überrascht hat mich wohl die Motivation unserer Spieler. Zunächst einmal hängen sich alle voll im Training rein — und das in sämtlichen Bereichen. Hinzugesellt sich noch der Umstand, dass Entscheidungen nicht angezweifelt werden und daher stets Einverständnis herrscht. Das ist jetzt eigentlich die Stelle, an der man den einen oder anderen Namen nennen sollte. Das wäre aber unfair. Aktuell hat es jeder verdient, hier genannt zu werden.

 

Gibt es bei der großen Spieleranzahl ein Luxusproblem? Falls ja, welches ist es?

 

Ich hätte nie gedacht, so etwas einmal sagen zu dürfen, aber es stimmt, aktuell gibt es wirklich ein richtiges Luxusproblem. Beispiel Torhüter. Jeder Verein ist immer auf der Suche nach Goalies. Wir haben aktuell fünf Goalies! Das schönste daran ist aber: Wenn mal zu viele Keeper im Training sind, legen Benny Groß oder Jan Schneider einfach als Feldspieler los, und schon haben wir wieder mehr Möglichkeiten. Außerdem wird die Spielerbank langsam ein bisschen voll, man muss sich schon was einfallen lassen, um seine Flasche wiederzufinden (lacht).

 

Manch einer, der aktuell am Sommerdamm dem Puck nachjagt, hat erst im vergangenen Winter mit der Sportart Inlinehockey begonnen. Welchen Rat würdest du als alter Hase diesen Leuten mit auf den Weg geben?

 

Erst einmal bin ich kein alter Hase!

 

Entschuldigung (beide lachen).

 

Schon gut. Zurück zum Thema. Ein Rat, der wohl immer gut ist: Hängt euch voll rein und trainiert so viel ihr könnt. Verpasst niemals eine Kabinenparty (zum Glück findet die nach jedem Training statt!) PS: Bringt dazu noch einen Kasten Bier mit und das Herz der Royals gehört euch!

 

Kommen wir zu etwas anderem. Die Royals sind in diesem Jahr in der RMHL am Start. War es eine gute Entscheidung, in dieser Liga anzutreten?

 

Es war sogar die beste Entscheidung, die wir treffen konnten! In der IHD wurde es für uns zunehmend schwerer zu bestehen. Da war es kurzfristig das Beste, andere Lösungen zu suchen. Die RMHL in ihrer Premierensaison ist für alle zum Lernen da. Ich glaube, auch hier entsteht etwas, obwohl wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen können, wohin der Weg dieser Liga führt. Positiv ist, dass wir bei jedem Turnier unterschiedliche Teams melden können. So hat keiner irgendeine Verpflichtung und wir können die Teams ausgeglichen gestalten.

 

Wie beurteilst du die Qualität der konkurrierenden Teams?

 

Das ist schwierig zu sagen, auch die anderen Teilnehmer melden immer unterschiedliche Teams. Ich sage es mal vorsichtig: Für die ehemalige Oberligamannschaft in Bestbesetzung wäre es einfach, am Ende «Meister» zu werden. Für die ganzen «Frischlinge» bei uns ist es optimal, um Selbstvertrauen zu bekommen und gleichzeitig starke Gegner zu haben. Es ist also schon ausgeglichen und für uns einfach mehr als eine Win-win-Situation.

 

In den Ligaspielen ist der Andrang so enorm, dass die Royals mehrere Male zwei Teams ins Rennen schicken konnten. Da macht dein Hockeyherz bestimmt einen Riesensatz, gerade auch, wenn man bedenkt, welch gähnende Leere zum Ende des Jahres 2017 auf dem Platz herrschte …

 

Das ist sehr gut beschrieben. Ich habe ja schon einmal gesagt, dass es unglaublich ist, aktuell ein Teil unserer Mannschaft zu sein. Nach der letzten Saison haben wir uns alle vor dem Aus gesehen. Jetzt zwei Teams zu stellen ist einfach nur phänomenal. Ich will das mal deutlicher machen: Das letzte Oberliga-Spiel in Langen haben wir mit einem Goalie und sieben Feldspielern bestritten. Da mussten wir schon betteln, um überhaupt noch so viele Leute auf das Spielfeld zu bringen. Zudem sind unzählige Trainings mit gerade einmal fünf, sechs Spielern plus Goalie durchgezogen worden. Jetzt haben wir an mehr als einem Turnier knapp 20 Feldspieler und drei bis vier Goalies am Start. Ich glaube, das Duell «Royals Black» gegen «Royals Blue» beim letzten RMHL-Turnier (Anmerkung: Erste gegen zweite Mannschaft der Rüsselsheim Royals) war der ultimative Beweis dafür, wie unglaublich geil unser Verein ist und wie motiviert jeder einzelne Akteur ist! Wer das verpasst hat tut mir wirklich leid! Wenn das nicht hollywoodreif ist, weiß ich auch nicht. Man muss in diesem Atemzug einfach mal die Namen Benny Groß, Tim Bornhausen und Stefan Swoboda erwähnen. Ohne ihren Einsatz, vor allem aber auch durch das Wintertraining für die neuen Leute, wäre das nicht vorstellbar! Danke an alle Royals und vor allem euch!

 

Jetzt neigt sich die Saison allmählich dem Ende entgegen. Wie fällt dein Generalfazit zum Sommer 2018 aus?

 

Wenn das Wetter so bleibt, spielen wir noch an Heiligabend! Aber ja, irgendwann ist auch diese Saison rum. Ich will mir aber noch keine Gedanken darüber machen, dafür läuft es aktuell zu gut. Ein Zwischenfazit sähe vielleicht so aus: Mir fällt da direkt die Integration der neuen Spieler ein. Wir haben eigentlich nicht viel anders gemacht als die Jahre davor. Zocken ist immer noch der Grund, warum man sich für Rüsselsheim entscheidet. Zwar haben wir vor dem Training ein paar Basics geübt, um jeden etwas besser zu machen, aber die meisten lernen wirklich im Spiel selbst, und das mit großer Eigeninitiative. Jeder aus dem Wintertraining hat irgendwann mal jemanden von den Alten gefragt, wie man sich in der einen oder anderen Situation verhalten sollte. Wenn man in diesem Moment auf der Bank sitzt und diese Dinge beobachtet, ist es unglaublich schön zu sehen, wie jeder sich für den anderen Zeit nimmt und ihm den ein oder anderen Kniff zeigt. Das sind genau die Momente, in denen sich bestätigt, warum es so sinnvoll ist, sich im Verein voll zu engagieren. Man merkt, dass sich die Leute verstehen. Auch wenn es auf dem Feld mal kracht, sieht man, wie einer dem anderen danach ein Bier holt, anstößt und die Sache einfach vergisst! Ich glaube behaupten zu können, dass ich so etwas noch nie erlebt habe. 

 

Wo gibt es aktuell noch Verbesserungsbedarf?

 

Verbesserungsmöglichkeiten gibt es in meinen Augen nur rund ums Feld. Es ist leider in jedem Verein so, dass einzelne Leute mehr machen als der Rest. Das ist auch erstmal in Ordnung. Allerdings müssen wir uns mehr um die Ordnung im Vereinsheim kümmern, ohne Ansage tut sich da leider nicht ganz so viel. Jeder sollte einfach ein Gespür dafür entwickeln und anpacken, wenn es gerade notwendig ist, sei es Netze flicken, Pucks suchen oder einfach mal seinen Platz aufräumen. Beim letzten Punkt bin ich vermutlich das allerschlechteste Beispiel. Wer meinen Platz in der Kabine sieht, fragt sich wirklich, was für ein Messi da sitzt (lacht).

 

Hast du schon Pläne für das Jahr 2019 entwickelt? Was wäre deine Idealvorstellung für die nähere Zukunft und was ist deiner Meinung nach die größte Herausforderung, die auf den Verein zukommt?

 

Richtig entwickelt noch nicht. Aber in Zusammenarbeit mit Borni gibt es schon ein paar Ideen und Dinge, die wir gerne umsetzen würden. Eine Idealvorstellung wäre, im Lotto zu gewinnen, den Royals eine Arena zu bauen und überragende Kabinen zu haben. Da das höchstwahrscheinlich nicht eintritt, wünsche ich mir einfach, dass wir den Rückenwind aus diesem Jahr mitnehmen. Die größte Herausforderung wird wohl sein, die Mannschaft so beizubehalten, den einen anderen Neuen begrüßen zu dürfen und dabei für jede Spielerstärke eine geeignete Liga zu finden. 

 

Du darfst zum Abschluss ein bisschen Werbung für den Verein machen. Warum sollte man als Hockeyspieler unbedingt nach Rüsselsheim kommen?

 

Die Werbung findet jeden Dienstag und Freitag ab 19:00 Uhr auf dem Feld statt. Auch an den Turniertagen muss man mal reinschauen, damit man versteht, was bei uns los ist. Wir sind so eine bunt gemischte Truppe, egal ob Mann oder Frau, Jung oder Alt, Fortgeschrittener oder Anfänger: Jedem, wirklich jedem, wird hier geholfen! Die Rüsselsheim Royals kann man kaum beschreiben, man muss sie erleben!

 

Lieber Janik, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

 

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Royals wollen Vorrundensieger werden

Kampf vor dem Gehäuse: Die beiden Royals-Teams schenkten sich am vierten Spieltag keinen Zentimeter Spielfläche.
Kampf vor dem Gehäuse: Die beiden Royals-Teams schenkten sich am vierten Spieltag keinen Zentimeter Spielfläche.

Fünf Mannschaften, zehn Spiele und jede Menge ungeklärte Fragen in der Rhein-Main-Hobbyliga: Zum Vorrunden-Abschluss schwingt der Hockeygott noch einmal am Rüsselsheimer Sommerdamm das Zepter — und aktuell ist noch nicht entschieden, wer am Ende auf dem ersten Tabellenplatz stehen wird.

 

So kommt es am 04.08.2018 (Samstag) zum großen Showdown zwischen dem aktuellen Tabellenführer aus Rüsselsheim und den Red Stars Egelsbach.

 

Die Ausgangslage: Nach insgesamt 14 absolvierten Spielen führt die erste Mannschaft der Rüsselsheim Royals mit 41 Punkten auf der Habenseite die Tabelle an. Egelsbach befindet sich mit bislang 40 eingefahrenen Punkten nur hauchdünn dahinter. Spannung ist daher garantiert, wenn die Jungs mit dem Totenschädel auf der Brust gegen ihre Freunde aus dem beschaulichen Egelsbach ranmüssen.

 

Was geht sonst noch? Auch auf die zweite Royals-Truppe, die zum dritten Mal in diesem Sommer bei einem Turnier vertreten sein wird, wartet eine große Aufgabe. Die Jungs wollen unbedingt die rote Laterne an die Wiesbaden Vikings abgeben, die sich mit aktuell drei Punkten Vorsprung noch in Schlagdistanz befinden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu realisieren, müssen also Sieger her. 

 

Wie stehen die Chancen? Nach einem durchwachsenen ersten Turnier-Auftritt, als es in Egelsbach insgesamt vier Niederlagen hagelte, haben sich die "kleinen" Royals schon einmal warmgeschossen. Am vierten RMHL-Spieltag, der Anfang Juli stattgefunden hat, gewannen sie drei ihrer vier Spiele, darunter auch das Prestigeduell gegen die erste Rüsselsheimer Mannschaft.

 

Da es eine riesige Gaudi ist, dem großen Bruder ein Bein zu stellen, ein Spieler bezeichnete den Sieg der zweiten Royals-Truppe beim letzten Turnier sogar als Demütigung, wird das neuerliche Kräftemessen zwischen den RRSC-Mannschaften daher mit großer Vorfreude im Club erwartet.

 

Da beide Teams in den ersten beiden Aufeinandertreffen je einmal das Spielfeld als Sieger verließen, geht es nun um nichts Geringeres als die vereinsinterne Meisterschaft. Das erinnert natürlich ein wenig an den Kampf um die goldene Ananas, am Ende ist es aber einfach eine Frage der Ehre. Eines steht jetzt schon fest: Gratispunkte wird es nicht geben.  Daher gilt bei dieser Spielpaarung folgende Devise: Sieg oder Spielabbruch! 

 

Info: Der Spielplan wird einige Tage vor dem Turnier auf unserer Webseite veröffentlicht.

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Grandioses Vereinsduell am Sommerdamm

Rüsselsheim Royals
Das Team Black-Royals kurz vor dem Duell mit den Mannschaftskollegen. Foto: Achim Richter

Das vierte RMHL-Turnier ist am Sonntag (17.06.2018) ausgetragen worden. Am Sommerdamm, der Heimspielstätte der Rüsselsheim Royals, standen zehn Spiele auf dem Programm — und natürlich gab es wieder einmal das eine oder andere Highlight zu sehen.

 

Das Turnier begann sehr früh, da am späten Nachmittag der erste WM-Auftritt der DFB-Elf auf dem Programm stand. Daher fiel der Startschuss bereits um 09.00 Uhr morgens, was zur Folge hatte, dass man im Vorfeld in das eine oder andere verschlafene Gesicht blickte. Immerhin zeigte sich das Wetter bereits zu diesem Zeitpunkt von seiner besten Seite, so dass allen klar war, dass es »a great day for hockey» sein würde. 

 

Die Royals, die wieder mit zwei Mannschaften antraten, schlugen sich im Tagesverlauf außerordentlich wacker. Beide Teams holten insgesamt drei Siege aus vier Spielen. Dreimal erfolgreich waren auch die Red Stars Egelsbach, während die Batmen Kronberg immerhin einmal als Sieger das Feld verließen. Die Wiesbaden Vikings gingen, trotz einiger sehr enger Spiele, schlussendlich leer aus.

 

Duell auf Augenhöhe zwischen den Royals-Teams

 

Richtig krachen ließen es die Jungs und Mädels mit dem gekrönten Totenschädel auf der Brust beim vereinsinternen Duell, das zur Turnier-Primetime um 15.30 Uhr angepfiffen wurde und, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken möchten, von insgesamt vier Fotografen festgehalten wurde.

 

In einem äußerst intensiven Spiel schenkten sich beide Mannschaften keinen Zentimeter Spielfläche. Das merkte man bereits nach wenigen Spielminuten. Sofort entwickelte sich eine rasante Partie mit Torchancen in Hülle und Fülle. Die Keeper, das waren Thomas Höhle für die Black-Royals (Mannschaftsaufstellungen am Ende des Artikels) und dessen Stiefsohn Patrick Stoll (Blue-Royals) auf der gegnerischen Seite, hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun. Die Blue-Royals, die von Tim Bornhausen angeführt wurden, erwiesen sich im ersten Spieldurchgang als die torhungrigere Truppe und führten zum Pausentee mit 4:1. Da schien der Drops bereits gelutscht zu sein. Dennoch nahm Kapitän Christoph Brabandt die Black-Royals in der kurzen Pause noch einmal in die Pflicht. Abschießen lassen wollte man sich schließlich nicht — und glücklicherweise kamen seine Worte an.

 

Grandiose Aufholjagd

 

Die Folge: Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild rasant. Die in schwarz gekleideten RRSC-Jungs und Mädels krempelten die Ärmel hoch und gaben mächtig Vollgas. Binnen kürzester Zeit wurde der komfortable Drei-Tore-Vorsprung der blaugekleideten Puckjäger vom Sommerdamm pulverisiert, so dass es rund fünf Minuten vor Schluss 4:4 stand. Für die Black-Royals sollte es dann noch besser werden: Nach Tobias Böhms Treffer zum 5:4 herrschte logischerweise eine große Euphorie bei den Black-Royals. Das gute alte Momentum lässt grüßen.

 

Die Schlussphase hatte es dann noch einmal in sich. Gerade in der letzten Spielminute drängten die Blue-Royals ihre Gegner zurück in die Defensive und legten wirklich alles in die Waagschale, um die Partie in die Verlängerung zu schicken, doch eine Mischung aus guten Torhüter-Reflexen, aber auch einer ordentlichen Portion Glück und gutem Stellungsspiel in der Abwehr, verdammten dieses Vorhaben zum Scheitern. Am Ende hielt der hauchdünne Vorsprung der Black Royals.

 

Besondere Momente

 

Im vierten RMHL-Turnier gab es natürlich den einen oder anderen speziellen Moment zu verzeichnen. Beispielsweise für Jenny Möcker, die erst im vergangenen Winter mit der Sportart Inlinehockey begann, war es ein schöner Tag. Der Rüsselsheimerin gelang gegen die Wiesbaden Vikings ihr erster Pflichtspieltreffer, dem sie später im Vereinsduell mit den Blue-Royals sogar noch ein weiteres Tor folgen ließ. Debütant Patrick Stoll, der vor wenigen Wochen erst am Sommerdamm aufkreuzte um das Torwart-Handwerk zu erlernen, schaffte gleich in seinem ersten Turnier einen Shut-Out. Zudem hielt er einen Penalty gegen die Red Stars Egelsbach. Letztgenanntes Kunststück gelang auch Torhüter-Kollegen Thomas Höhle gegen die Batmen Kronberg, als er kurz vor der Schlusssirene im Duell eins gegen eins das bessere Ende für sich hatte und damit den 3:2-Sieg für die Black-Royals eintütete. Da bleibt nur eines zu sagen: Daumen hoch! Max Schrank, der jüngste Opelstädter, schnürte ebenfalls einen Doppelpack. Besonders sehenswert war sein Treffer gegen die Batmen Kronberg, als er vor dem gegnerischen Kasten auftauchte, den Keeper umkurvte und die Scheibe im verwaisten Tor versenkte. Das sah schon ziemlich abgezockt aus. Bester Torschütze beider Rüsselsheimer Teams wurde Tim Bornhausen, der insgesamt auf sieben Treffer kam.

 

Aufstellung

 

Blue Royals

Tor: Patrick Stoll

Feldspieler: Janik Schwedler (C), Tim Bornhausen, Benjamin Groß, Robert Kraska, Max Schrank, Jan Schneider, Julian Burghardt

 

Black Royals

Tor: Sven Albrecht, Thomas Höhle

Feldspieler: Christoph Brabandt (C), Andreas Bukowski, Jenny Möcker, Sascha Conrad, Stefan Swoboda, Tobias Böhm, Konstantin Karmilin, Nico Laasch

 

Alle Ergebnisse im Überblick

 

Wiesbaden Vikings vs. Batmen Kronberg 0:1

Rüsselsheim Royals 1 (Blue)  vs. Red Stars Egelsbach 3:1

Wiesbaden Vikings vs. Royals 2 (Black) 1:2

Batmen Kronberg vs. Rüsselsheim Royals 1 (Blue)  3:4

Red Stars Egelsbach vs. Royals 2 (Black) 5:3

Wiesbaden Vikings vs. Rüsselsheim Royals 1 (Blue)  0:3

Batmen Kronberg vs. Red Stars 2:3

Rüsselsheim Royals 1 (Blue)  vs. Royals 2 (Black) 4:5

Wiesbaden Vikings vs. Red Stars Egelsbach 2:3 

Batmen Kronberg vs Royals 2 (Black) 2:3

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Volle Pulle Richtung Zukunft

Noch im Frühjahr war nicht abzusehen, wohin die Reise der Rüsselsheim Royals gehen würde. Manch einer glaubte sogar, dass der Verein komplett von der Bildfläche verschwinden würde. Nun geht es endlich wieder voran.

Mit großem Elan in die Zukunft: Die Rüsselsheim Royals stellen sich in diesem Sommer neu auf. Foto: Swoboda
Mit großem Elan in die Zukunft: Die Rüsselsheim Royals stellen sich in diesem Sommer neu auf. Foto: Swoboda

Die Rüsselsheim Royals befinden sich nach der Abmeldung aus dem IHD-Spielbetrieb in einer Art Konsolidierungsphase. Während im vergangenen Jahr noch akuter Spielermangel herrschte, hat sich das Bild nun dramatisch verändert, und das glücklicherweise zum Positiven. Fast zwanzig neue Anmeldungen wurden abgesegnet, an den Trainingseinheiten besteht reges Interesse und in der Kabine wird es allmählich eng. Manch einer muss schon ein wenig Wartezeit einplanen, ehe er einen freien Platz findet, um seine Ausrüstung anzuziehen. Kurz formuliert: Nach absoluter Tristesse im Jahr 2017, als die Mannschaft teilweise noch nicht einmal mit zwei kompletten Reihen ihre Spiele absolvierte oder nur eine Handvoll Leute im Training am Start waren, befindet sich der Verein endlich wieder im Aufwind.

 

Eine wilde Mischung

 

Der Royals-Jahrgang 2018 setzt sich aus einem bunten Mix an Spielern zusammen. Einsteiger, altgediente Veteranen sowie die bekannten Gesichter aus der letztjährigen Oberliga-Saison kommen zweimal in der Woche zum Training, um der Leidenschaft Inlinehockey zu frönen. Bis zu zwei Dutzend Spieler tummeln sich in Spitzenzeiten auf dem Spielfeld.  Die Alterszusammensetzung ist dabei schon ein bisschen wild. Während der jüngste Trainingsteilnehmer gerade einmal elf Lenze zählt, hat der älteste Protagonist bereits mehr als sechzig Lebensjahre auf dem Buckel. Da darf man schon getrost von einem Generationen-Team sprechen. Neuerdings begrüßt der Verein auch wieder eine Spielerin in seinen Reihen, womit einer alten Rüsselsheimer Tradition neues Leben eingehaucht wird. Schließlich waren Mädels viele Jahre lang mit von der Partie. Erfreulich, dass es nun eine Fortsetzung gibt.

 

Eine Win-win-Situation

 

Nach der sportlich schwierigen Saison 2017 steht in diesem Jahr zunächst einmal der Spaß im Vordergrund. Das soll aber nicht heißen, dass die Royals aktuell die Zügel schleifen lassen. Vor dem obligatorischen «Zocker» wird im Training natürlich auch an den Fähigkeiten der Spieler gefeilt. Rund eine Stunde lang führt Trainer Janik Schwedler Übungseinheiten durch. Schließlich möchte man am Sommerdamm in naher Zukunft wieder über eine schlagkräftige Mannschaft verfügen. 

 

Die Tatsache, dass die Royals dieses Jahr immerhin in der Rhein-Main-Hobbyliga vertreten sind, also nicht komplett aussetzen, spielt den Verantwortlichen bei der Ausbildung der neuen Kräfte natürlich enorm in die Karten. Dadurch wird sichergestellt, dass die zahlreichen Einsteiger schon in diesem Sommer Spielpraxis sammeln und unter Wettkampf-Atmosphäre die Sportart erlernen.

 

Mittlerweile erfreut sich die Liga-Teilnahme im Royals-Lager dermaßen großer Beliebtheit, dass der Verein gleich mit zwei Mannschaften bei den einmal im Monat stattfindenden Turnieren vertreten ist. Schon am kommenden Sonntag (17.06.2018) steht der nächste Spieltag auf dem Programm. Ab den frühen Morgenstunden kämpft der RRSC gegen die Red Stars Egelsbach, die Wiesbaden Vikings sowie die Batmen Kronberg um Punkte.

 

Jugend ist Trumpf

 

Mehr als erwähnenswert ist auch, dass die Royals endlich wieder über eine Jugendabteilung verfügen. Im Frühjahr wurde ein Kindertraining ins Leben gerufen, das einmal wöchentlich (Freitag ab 18.15 Uhr) stattfindet und von erfahrenen Kräften geleitet wird. Natürlich erhoffen sich die Verantwortlichen im Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuh-Club dadurch auch neue Impulse für die Zukunft. Schließlich ist es ohne Jugendarbeit für jeden Verein ein schwieriges Unterfangen, dauerhaft zu bestehen.

 

Der Capitano frohlockt

 

Kapitän Schwedler freut sich jedenfalls über die enorme Weiterentwicklung seines Vereins: «Ich bin total begeistert. Gerade auch, weil wir Anfang des Jahres mal wieder vor dem Aus standen. Ich habe sogar schon die Augen nach einem anderen Verein offengehalten. Mich macht es daher sehr glücklich und sehr stolz, dass wir nun so viele Spieler am Start haben. Viele Leute haben hart dafür gearbeitet, den Verein zu erhalten. Jetzt kommen neue Aufgaben auf uns zu. Das Team muss zusammengeführt werden und natürlich müssen wir auch dafür Sorge tragen, dass die Truppe schlagkräftig wird. Mein persönliches Ziel ist es, zukünftig einen Spielbetrieb mit zwei Teams stemmen zu können. Aber das schönste Gefühl ist, dass es jetzt wieder viel Spaß macht, an den Platz zu kommen, was man auch schon daran sieht, dass viele Alteingesessene wieder mit einem Lächeln im Gesicht durch die Gegend fahren. Schließlich besteht jetzt nicht mehr die Gefahr, nur mit fünf Leuten am Ende dazustehen. Die Rüsselsheim Royals sind wieder da. Dafür danke ich allen Beteiligten», erklärt er und fügt mit einem Schmunzeln dazu, dass man schon am Bierverbrauch feststellt, was zurzeit am Platz los ist.

 

Die eingangs erwähnte Reise der Rüsselsheim Royals ist also noch lange nicht vorbei. Vielmehr erfolgt in diesem Jahr die Weichenstellung für die Zukunft — und das mit beiden Füßen auf dem Gaspedal. Setzt sich der Aufschwung weiter fort, muss einem davor nicht Angst und Bange werden. (swo)

 

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Royals verteidigen Tabellenführung

Die Rüsselsheim Royals waren am vergangenen Sonntag gleich mit zwei Mannschaften beim dritten RMHL-Turnier vertreten. Auf dem altehrwürdigen Hockeyplatz in Egelsbach, der Heimat der Red Stars, wurden zwischen zehn und sechzehn Uhr gleich zehn Spiele ausgetragen. Bei der enormen Hitze, die auf und neben dem Spielfeld herrschte, war das schon eine schweißtreibende Angelegenheit, die kräftig an der Kondition zerrte. Gerade für die Torhüter, die in der prallen Sonne um die Wette schwitzten, war es alles andere als leicht.

 

Die erste Royals-Mannschaft ließ sich von den Temperaturen aber nicht beeindrucken. Insgesamt holten die schwarzgekleideten Hockeyspieler drei Siege aus vier Spielen und verteidigten damit die Tabellenführung. Die Egelsbach Red Stars, die auf eigenem Platz vier Siege holten, sind dem RRSC allerdings dicht auf den Fersen. Der Vorsprung beträgt gerade einmal einen Punkt.

 

Daher bleibt es auch auf den kommenden Turnieren spannend. Das zweite RRSC-Team konnte dagegen leider keine Punkte einfahren. Im mit Spannung erwarteten Bruderduell blieb die erste Mannschaft ebenfalls Sieger. In einer waren Hitzeschlacht hieß es am Ende 4:2 für die Royals 1.

 

Weiter geht es schon am 17.06.2018 am Rüsselsheimer Sommerdamm. An diesem Tag steht das vierte Turnier auf dem Programm.

 

Ergebnisse

 

Royals 2 vs. Red Stars SG Egelsbach 1:10

Red Stars SG Egelsbach vs. Batmen Kronberg 7:3

Wiesbaden Vikings vs. Royals 1 5:9

Royals 1 vs. Red Stars SG Egelsbach 2:6

Batmen Kronberg vs. Royals 2 5:3

Wiesbaden Vikings vs. Royals 2 11:6

Red Stars SG Egelsbach vs. Wiesbaden Vikings 5:4

Royals 1 vs. Batmen Kronberg 6:2

Batmen Kronberg vs. Wiesbaden Vikings 2:8

Royals 2 vs. Royals 1 2:4

 

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Drei Spiele, drei Siege

Sven Albrecht (zweiter von links) gelang erstmalig ein Shutout. Foto: Swoboda
Sven Albrecht (zweiter von links) gelang erstmalig ein Shutout. Foto: Swoboda

Die Rüsselsheim Royals bleiben weiterhin in der Erfolgsspur. Am zweiten RMHL-Spieltag (06.05.2018) fuhren die Puckjäger vom Sommerdamm drei Siege ein. In den Duellen gegen die Five Lakes Wiesbaden (4:1), Batmen Kronberg (9:0) und de Wiesbaden Vikings (9:0) behielten die Opelstädter die Oberhand.

 

Neben der treffsicheren Offensive zeichneten sich besonders die Rüsselsheimer Goalies aus. Neuzugang Sven Albrecht, der Ende Oktober 2017 erstmals in eine Torhüter-Ausrüstung schlüpfte, erwies sich im Spiel gegen Kronberg als bärenstarker Rückhalt. Der 31-Jährige legte einige sehenswerte Paraden hin und brachte den Gegner, der immer wieder brandgefährlich vor dem RRSC-Gehäuse auftauchte, damit an den Rand der Verzweiflung. Am Ende freute er sich diebisch über seinen ersten Shutout im Dress der Rüsselsheim Royals.

 

Defensive steht

 

Torhüter-Kollege Tom Kocurek, der endlich einmal wieder mit von der Partie sein konnte, ließ das natürlich nicht auf sich sitzen und tat es Albrecht dann gegen die Wiesbaden Vikings gleich. Im dritten und letzten Spiel hielt der erfahrene Keeper seinen Kasten ebenfalls sauber. «Drei Spiele, ein Gegentreffer, das war schon stark», sagte Verteidiger Hendrik Fichtner nach dem Ende des Turniertages.

Bilder vom Turnier


 

Royals bedanken sich

 

Bedanken möchten wir uns speziell bei unseren Freunden von den Egelsbach Five Lakes. Die Grillparty, die nach der schweißtreibenden Hockey-Einheit stattfand, war wieder einmal erste Sahne. Auch allen Zuschauern, Zeitnehmern, Schiedsrichtern und Helfern, die bei bestem Wetter an den Sommerdamm gekommen sind und mit angepackt haben, gilt unser Dank.

 

Alle Ergebnisse im Überblick:

 

Five Lakes Egelsbach vs. Wiesbaden Vikings 6:0

Rüsselsheim Royals vs. Five Lakes Egelsbach 4:1

Batmen Kronberg vs. Wiesbaden Vikings 3:2 (n.P.)

Rüsselsheim Royals vs. Batmen Kronberg 9:0

Wiesbaden Vikings vs. Rüsselsheim Royals 0:9

Five Lakes Egelsbach vs. Batmen Kronberg 0:1

 

Für die Royals liefen auf:

 

Torhüter: Sven Albrecht, Tom Kocurek

Verteidiger: Hendrik Fichtner, Andreas Bukowski, Stefan Swoboda, Benjamin Groß

Sturm: Tim Bornhausen, Sascha Conrad, Stefan Hellmich, Markus Müller, Jenny Möcker

 

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Der kleinste Royal ist schon ein Großer

Max Schrank ist der jüngste Spross der Royals-Familie. 2018 ist er erstmalig bei den Erwachsenen mit von der Partie. Gleich in seinem ersten Spiel zeigte der «Knirps», was er drauf hat. Genau der richtige Zeitpunkt, um die Entwicklung des RRSC-Nachwuchsspielers unter die Lupe zu nehmen.

Den roten Teufel auf dem Helm, den Totenkopf auf der Brust und Hockey im Herz: Max Schrank. Foto: Lisa
Den roten Teufel auf dem Helm, den Totenkopf auf der Brust und Hockey im Herz: Max Schrank. Foto: Lisa

Mit den Großen mitzumischen ist für Max Schrank kein Problem. Berührungsängste kennt der Blondschopf, dessen Herz für den EC Bad Nauheim schlägt und dessen Farben er im Winter auf dem Eis vertritt, nicht im Geringsten. Er ist zwar erst elf Jahre alt, stürzt sich aber schon mitten ins Getümmel, so als würde er gegen gleichaltrige Spieler auf dem Platz um die rote Hartgummischeibe kämpfen.

 

Selbstverständlich ist das nicht. Es bedarf schon einer gehörigen Portion Mut, um sich das zu trauen. Schließlich hat der 140 Zentimeter große und knapp 35 Kilogramm leichte «Zwerg» im Duell mit den viel älteren Spielern noch oft das Nachsehen. Davon lässt er sich aber kaum abschrecken, vielmehr nimmt er diesen Umstand eher sportlich: «Es ist schon manchmal nervig, weil ich einfach noch nicht hinterherkomme, wenn ich mit den Erwachsenen spiele. Aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen», weiß er zu berichten. «Die Beine sind einfach noch zu kurz», bringt es sein Vater Klaus mit einem Lächeln auf den Punkt.

 

Man merkt sofort, dass Max jemand ist, der sich nicht unterkriegen lässt. Bei den Großen fühlt er sich bereits pudelwohl. Er ist mit Leidenschaft und großem Einsatz dabei. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die restlichen Spieler schnell erkannten, über welch großes Potenzial und Kämpferherz das jüngste Teammitglied verfügt, auch wenn es selbstverständlich noch viel zu lernen gibt. Die Royals haben Max mittlerweile richtig lieb gewonnen — und so ist es natürlich eine schöne Sache, ihn bei fast jedem Training auf dem Feld begrüßen zu dürfen. Seit sechs Jahren ist er nun schon auf Inlineskates unterwegs, den Hockeyplatz kennt er mittlerweile so gut wie seine Westentasche, was natürlich auch für das Eisstadion in Bad Nauheim gilt. Beide Orte sind für ihn so etwas wie ein zweites Wohnzimmer geworden.

 

In dieser Spielzeit ist der waschechte Rüsselsheimer auch zum ersten Mal fester Bestandteil der Puckjäger aus der Opelstadt — und das in ihn gesetzte Vertrauen zahlt er zurück. Ende April 2018, als er sein erstes offizielles Pflichtspiel in der RMHL-Sommerliga für den RRSC absolvierte, lief es bereits beachtlich gut für den Jungspund. Schon im ersten Spiel gelangen ihm drei Treffer, die er ausgiebig bejubelte und sich von seinen zum Teil fast dreißig Jahre älteren Teamkollegen feiern ließ. Ganz besonders freute sich der Knirps über seinen Premierentreffer: «Ich habe den Puck im nachstochern reingemacht, das war echt ein supergeiles Gefühl», frohlockte er nach der Schlusssirene.

 

Eine eishockeyverrückte Familie

 

Vater Klaus, der an der Zeitnahme saß, staunte jedenfalls nicht schlecht, als Max Tor um Tor erzielte. Auch für ihn dürfte es ein spezieller Moment gewesen sein. Schließlich begleitet der leidenschaftliche Eishockeyfan die Entwicklung seines Sohnes mit großem Feuereifer.

 

Dass die beiden ein eingespieltes Team sind, das sich blendend versteht, ist nicht zu übersehen. Klaus hat das Eishockeygen jedenfalls zu hundert Prozent auf seinen Sohnemann übertragen. Die Liebe für die Sportart wurde Max praktisch in die Wiege gelegt, was natürlich auch daran liegt, dass sich seine Mutter ebenfalls beim ECB engagiert.

 

Es ist schon enorm, was Klaus gerade im Winter leistet. Jedes Jahr schrubbt er etliche Kilometer, um Max zu den Spielen zu kutschieren, die Fahrstrecken ziehen sich dann häufig über hunderte Kilometer hinweg. Zudem ist er noch Mannschaftsbetreuer in der Jugendabteilung der «Roten Teufel» und mittlerweile auch bei den Royals einer der ganz großen Unterstützer.




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Royals müssen sich nur den Five Lakes geschlagen geben

Herrliches Wetter, vier Mannschaften, sechs Spiele: Hockeyherz was willst du mehr? Am Sommerdamm ging am vergangenen Samstag (28.04.2018) der erste Spieltag der frischgegründeten RMHL-Sommerliga über die Bühne. Mit dabei waren die Five Lakes aus Egelsbach, die Batmen Kronberg, das Team der Wiesbaden Vikings und natürlich die Rüsselsheim Royals.

 

Die königlichen Puckjäger aus der Opelstadt traten mit einem bunten Mix aus Veteranen und Anfängern an. Im ersten Match ging es gegen die Wiesbaden Vikings, die in den Sommermonaten ebenfalls auf dem Rüsselsheimer Hockeyplatz trainieren und daher keine Unbekannten für den RRSC sind. Die Nordmänner waren größtenteils mit einer Einsteiger-Mannschaft vertreten. Die Royals starteten schwungvoll in ihr erstes Pflichtspiel und setzten ihren Gegner von Beginn an unter Druck. Die Vikings verteidigten sich zwar tapfer, hatten der RRSC-Offensive aber nur wenig entgegensetzen. Nach insgesamt 2 x 20 Minuten, der offiziellen Spielzeit in der RMHL, lag Rüsselsheim mit 10:1 in Front.

 

Elf Jahre alt und schon abgebrüht wie ein alter Fuchs

 

Besonders freute sich Max Schrank über diesen Sieg. Der gerade einmal elf Jahre alte Stürmer erzielte gleich drei Tore und strahlte danach wie das berühmte Honigkuchenpferd. Zudem eröffnete der Blonschopf mit dem 1:0 noch den Torreigen. Für Papa Klaus werden damit zwei Kisten Bier fällig. Eine für das erste offiziell erste Pflichtspieltor der Saison 2018, die andere für den Hattrick. Wenn der Bub so weiter macht, muss sein Vater sich wohl bald den Titel offizieller RRSC-Bierlieferant verleihen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause warteten die Freunde aus Egelsbach auf die Royals. Gegen die gut spielenden Five Lakes tat sich die frischformierte Rüsselsheimer Mannschaft dann sichtlich schwer.

 

Zwar waren gute Ansätze in der Offensive zu sehen. Der Puck wollte aber einfach nicht die Linie passieren. Dennoch ging der RRSC in der ersten Hälfte in Führung. Wieder war es Max Schrank, der nach Hellmichs Schuss goldrichtig stand und die Scheibe irgendwie durch die Hosenträger des Egelsbacher Keepers löffelte.

 

Five Lakes haben am Ende die Nase vorne

Bilder vom Turnier


Die Five Lakes ließen sich davon aber nicht besonders beeindrucken. In der zweiten Halbzeit drehten die „Roten“ ordentlich auf und konterten die Jungs aus der Opelstadt eiskalt aus. Binnen einer Minute waren die Five Lakes doppelt erfolgreich und gingen mit 2:1 in Front. In der Folgezeit kamen beide Mannschaften zu weiteren Chancen. Die Keeper kamen ordentlich ins Schwitzen. Hendrik Fichtner fasste sich dann irgendwann ein Herz. Aus halbrechter Position zog der Verteidiger knallhart ab und wuchtete die Scheibe vorbei an Goalie Eugen Hock in die Maschen. Danach ließen die Royals einige hochkarätige Chancen liegen, wollten den Puck praktisch ins Tor tragen — und wie so oft, wenn man vorne nicht trifft, erhält man irgendwann die Quittung. Praktisch mit dem Abpfiff stellten die Five Lakes die Weichen auf Sieg. Nach einer schönen Kombination und einem präzisen Abschluss zappelte der Puck im langen Eck. Royals-Goalie Sven Albrecht, der zum ersten Mal die Rüsselsheimer Farben trug und ein tolles Debüt hinlegte, war in dieser Situation chancenlos. Am Ende mussten sich die Jungs und Mädels vom Sommerdamm mit 2:3 geschlagen geben. „In Schönheit gestorben“, sagte Royals-Spieler Stefan Swoboda nach der Partie.

 

Sieg gegen Kronberg

 

Im dritten und letzten Spiel kreuzten die Royals die Schläger mit den Batmen Kronberg. Grund zur Sorge, dass das RRSC-Team nach der vorangegangen Niederlage die Nerven verlieren würde, war zwar vorhanden, erwiesen sich allerdings als unbegründet. Das lag vor allem daran, dass die Opelstädter einen perfekten Start hinlegten und fix zu Toren kamen. Schnell war ein beruhigender 4:0-Vorsprung herausgespielt, der dem Team die nötige Stabilität gab. Das soll aber nicht heißen, dass die Jungs aus Kronberg dem RRSC nicht ordentlich Paroli boten. Kurz vor dem Pausentee hatte die Mannschaft mit dem Totenschädel auf der Brust einen kleinen Hänger. Kronberg nutzte das gnadenlos aus und kam mit einem Doppeschlag auf 4:2 aus Rüsselsheimer Sicht heran. Für eine kurze Zeit stand die Partie auf Messers Schneide. Der RRSC besann sich dann jedoch und machte mit zwei weiteren Treffern den Sack endgültig zu. Am Ende verließen die Royals mit 6:2 als Sieger das Feld.

 

Für die Royals liefen auf:

 

Tor: Jan Schneider || Sven Albrecht

Verteidigung: Hendrik Fichtner || Sebastian Löw || Stefan Swoboda || Andreas Bukowski

Sturm: Tobias Böhm || Max Schrank || Sascha Conrad || Stefan Hellmich || Jenny Möcker

 

Alle Ergebnisse des ersten Spieltages im Überblick:

 

Rüsselsheim Royals vs. Wiesbaden Vikings 10:1

Rüsselsheim Royals vs. Five Lakes Egelsbach 2:3

Rüsselsheim Royals vs. Batmen Kronberg 6:2

 

Batmen Kronberg vs. Five Lakes Egelsbach 3:4

Batmen Kronberg vs. Wiesbaden Vikings 9:2

 

Wiesbaden Vikings vs. Five Lakes Egelsbach 2:9

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Royals sind wieder am Start

Nach der Abmeldung aus der IHD-Hessenliga sah es so aus, als würde es in diesem Jahr keinen Spielbetrieb in  Rüsselsheim geben.  Vielmehr gingen die Verantwortlichen davon aus, dass sich die sportlichen Aktivitäten auf das Training und die eine oder andere Turnier-Teilnahme beschränken würden. Kurz gesagt: Es herrschte Stillstand. Manchmal kommt es aber anders als man denkt. Anfang April öffnete sich eine neue Tür.

 

Nun steht fest, dass der RRSC doch ein wenig Spielpraxis erhalten wird — und zwar als Teil der Rhein-Main-Hobbyliga, die erstmalig einen lockeren Spielbetrieb (Spielpläne hier) für Inlinehockey-Begeisterte in diesem Sommer anbietet. Für die Opelstädter, die in der vergangenen Oberliga-Saison oft unter Spielermangel litten, bietet sich damit die Gelegenheit, neue Kräfte bei überschaubarem Aufwand in die Mannschaft einzubauen und damit die Weichen für die Zukunft zu stellen.

 

Royals bringen ihre Spielstätte auf Vordermann

 

Dass aktuell wieder ein frischer Wind am Sommerdamm weht, spürte man am vergangenen Wochenende. Einige Spieler trafen sich am Platz, um die altehrwürdige Spielstätte auf Vordermann zu bringen. So wurde beispielsweise damit begonnen, die ramponierten Banden zu reparieren. Zudem bekamen die mittlerweile doch arg verblichenen Linien neue Farbe spendiert. Die Arbeiten sind zwar noch nicht komplett abgeschlossen. Dennoch ist schon jetzt zu sehen, dass der Platz in einem neuen Glanz erstrahlt. Dafür ein großes Dankeschön an alle Helfer, die am Wochenende am Sommerdamm geschwitzt haben.

 

Neue Trainingszeiten

 

Auch bei den Trainingszeiten gibt es Änderungen. Ab sofort finden die Übungseinheiten an jedem Dienstag und Freitag statt. Beginn ist wie immer um 19.00 Uhr. Die aus dem letzten Jahr bekannte Trainingseinheit am Mittwoch entfällt.

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Wintertraining: Das war in der kalten Jahreszeit los

Das Wintertraining am Rüsselsheimer Sommerdamm ist nun Geschichte. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen.

Ein bisschen Wehmut schwang mit, als die Jungs und Mädels des Wintertrainings-Jahrgangs 2017 am vergangenen Dienstag das Spielfeld verließen. Fünf Monate lang waren sie in Rüsselsheim unter freiem Himmel zusammengekommen, um die Grundtechniken der Sportart Inlinehockey zu erlernen. Schlussendlich darf attestiert werden, dass sich die mehr als fünfzig Trainingseinheiten, die zwischen Oktober 2017 und März 2018 stattfanden, ausgezahlt haben.

 

Vieles ging dabei nicht leicht von der Hand, beispielsweise musste der Platz regelmäßig im Vorfeld abgezogen oder sogar von Schnee und Eis befreit werden. Eine mitunter nervenbelastende Arbeit, die allen Teilnehmern gehörig auf den Zeiger ging, gerade dann, wenn es zwischendurch mal wieder regnete und sich diese monotone Beschäftigung dadurch gehörig in die Länge zog.

 

Und doch hat sich kaum einer von den Widrigkeiten abhalten lassen. Im Gegensatz zum Jahr 2016, als die Gruppe aus gerade einmal drei Spielern bestand, wuchs die Teilnehmerzahl im vergangenen Winter stark an. Insgesamt waren bis zu sechs Spieler und Spielerinnen mit von der Partie, wenn Übungsleiter Stefan Swoboda zum Training bat. Da sich die Gruppe zum größten Teil aus Anfängern zusammensetzte, lag das Hauptaugenmerk wieder einmal auf den Basics. Schießen und Passen standen auf dem Lehrplan, natürlich wurde auch an den läuferischen Fähigkeiten gearbeitet. Erfreulich ist auch, dass sich mit Sven Albrecht ein Spieler bereit erklärt hat, erste Gehversuche zwischen den Pfosten zu wagen. Dieser glückliche Umstand sorgte dafür, dass sich die Trainingsqualität noch einmal enorm steigerte und auch der Spaßfaktor wuchs. Schließlich ist es mit einem Torhüter einfach schöner. 

 

Und natürlich wuchs die Truppe während ihrer ersten gemeinsamen Zeit auf dem Hockeyplatz auch zusammen, was alleine schon daran zu erkennen war, dass man sich auch abseits des Spielfeldes regelmäßig traf, beispielsweise zum Bowling oder zum gemeinsamen Wintergrillen.

 

»Unter dem Strich hat sich jeder Teilnehmer in den vergangenen Monaten weiterentwickelt, und das ist ein toller Erfolg«, bilanziert Trainer Swoboda. Eine Auszeit wird sich die Truppe jetzt aber nicht nehmen. Schließlich beginnt mit dem Frühling auch die richtige Inlinehockey-Saison — und da warten neue Aufgaben auf die Wintertrainings-Spezialisten.

 

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Royals gehen wieder auf das Feld

Die lange Wartezeit hat ein Ende: In dieser Woche steigen die Rüsselsheim Royals wieder in den Trainingsbetrieb ein. Offizieller Auftakt ist am Donnerstag (15.03.2018).

 

Um 19.00 Uhr geht es am Sommerdamm los. Erste und zweite Mannschaft werden gemeinsam trainieren. Mit dabei sind auch die Jungs und Mädels, die am Wintertraining teilgenommen haben. Gäste sind natürlich wie immer herzlich Willkommen.

 

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Keine Pause: Royals sind auch im Winter aktiv

Die offizielle Inlinehockey-Saison ist beendet. Viele Rüsselsheimer Spielern tummeln sich nun auf dem Eis. Ruhig geworden ist es am RRSC-Vereinsheim aber noch lange nicht. Auch in diesem Jahr versammelt sich am Sommerdamm wieder eine Gruppe wackerer Spieler, um sich gemeinsam im Winter-Training auf die Saison 2018 vorzubereiten.

 

Schon auf den ersten Blick erkennt man dabei, dass das nicht unbedingt ein Zuckerschlecken ist. Schließlich ist der Rüsselsheimer Hockeyplatz nicht überdacht. Da heißt es vor jeder Übungseinheit anpacken, um die Spielfläche vorzubereiten. So vergehen schon einmal schweißtreibende Minuten, ehe das Laub entfernt und die eine oder andere Pfütze getrocknet ist.

 

Wenn dann endlich die Flutlichter angehen und der Platz hell erleuchtet ist, schallen wieder die vertrauten Klänge durch das weite Rund des Areals, das die Rüsselsheim Royals seit mehr als zwanzig Jahren ihre sportliche Heimat nennen.

 

Wintertruppe freut sich über Zuwachs

 

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als die winterliche Trainingsgruppe aus gerade einmal drei Teilnehmern bestand, tummeln sich aktuell weitaus mehr Spieler auf dem Feld. Bis zu acht unentwegte Puckjäger nutzen aktuell das Programm, das am Ende der Saison 2016 erstmalig ins Leben gerufen wurde. Stefan Swoboda, der die Trainingsgruppe leitet, freut sich jedenfalls über den Zuwachs: »Dieses Jahr haben wir wieder einige neue Gesichter am Start. Die Gruppe ist gewachsen. Das eröffnet neue Möglichkeiten in der Trainingsgestaltung und zeigt auch, dass die Sportart Inlinehockey in Rüsselsheim nicht vom Aussterben bedroht ist«.

 

Zweimal treffen sich die Spieler jede Woche zum Training. »In der Regel sind wir montags und donnerstags auf dem Feld. Um 19.00 Uhr geht es los. Allerdings sind wir stark vom Wetter abhängig. Daher kann es schon einmal vorkommen, dass der eine oder andere Termin kurzfristig verschoben werden muss«, erklärt Swoboda.

 

Perfekt für Anfänger

 

Das Hauptaugenmerk liegt in den Winter-Aktivitäten auf den Hockey-Basics. Die Spieler absolvieren beispielsweise Pylonen-Parcours, um ihre Lauffähigkeiten zu verbessern, erhalten Pass- und Schusstraining, um Präzision zu erlernen, bekommen aber auch positionsspezifische Tipps und Tricks vermittelt. Das ist natürlich mühsam, aber gerade für Anfänger eine gute Sache. Schließlich gilt es, diese Jungs für den Saisonstart 2018 fitzumachen. Am Ende einer jeden Übungseinheit steigt das Trainingsspiel. Schließlich soll das Ganze ja auch Spaß machen. So können die Teilnehmer die erlernten Fähigkeiten direkt anwenden. »Ich glaube, darauf freuen sich alle immer am meisten«, schmunzelt Swoboda.

 

Interesse geweckt? Dann melde dich einfach bei den Rüsselsheim Royals. Hier kannst du uns eine Nachricht schicken. Klicke einfach auf diesen Link!

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Abstiegs-Endspiel: Großer Kampf wird nicht belohnt

Ende, Aus, Abstieg: Für die Rüsselsheim Royals ist das Abenteuer Oberliga nach nur einer Saison beendet. Nach der Niederlage im alles entscheidenden Play-Down-Spiel bei den Langen White Wolves geht es für den RRSC wieder eine Liga tiefer.

 

Während die Spieler der Langen White Wolves den Sieg bejubelten, klatschten sich die sieben wackeren Rüsselsheimer nach der Schlusssirene ab. Sechzig schweißtreibende Minuten lagen hinter dem letzten Aufgebot — und leider durfte das Team die Heimreise nicht mit einem Sieg im Gepäck antreten.

 

Die Geschichte des Spiels ist mal wieder nichts für schwache Nerven. Schon im ersten Viertel ging es ordentlich zur Sache. Auf der kleinen Spielfläche in Langen standen die beiden Torhüter von Beginn an unter Dauerbeschuss. Die beiden Kellerkinder lieferten sich einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Man merkte aber schon in dieser frühen Phase, dass Langen vor dem Kasten einen Tick gefährlicher agierte. Dennoch trennte beide Teams zum Pausentee gerade einmal ein Tor. Das erste Viertel endete mit einem 1:2-Rückstand aus Rüsselsheimer Sicht.

 

Tiefschlafphase wird bestraft

 

Was dann geschah, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Die Royals präsentierten wieder einmal eindrucksvoll ihre beiden Gesichter. Im zweiten Viertel wirkte es so, als wäre der gesamten Rüsselsheimer Truppe in der Pause der Stecker gezogen worden. Während im Spiel nach vorne die letzte Konsequenz fehlte, klingelte es hinten beinahe im Minutentakt. Das Wolfsrudel nutzte die Schwächephase eiskalt aus und schraubte das Ergebnis immer weiter in die Höhe. Als der erlösende Halbzeitpfiff endlich ertönte, lag der RRSC mit 1:7 hinten. Langens Topscorer Sascha Fischer erzielte vier der fünf im zweiten Viertel gefallenen Wölfe-Treffer. Kann man mal machen. Sollte es das schon gewesen sein?

 

Rüsselsheim stemmt sich gegen die Niederlage

 

Mit Nichten! Man darf über die Darbietungen der Rüsselsheimer Truppe in der abgelaufenen Saison sicherlich diskutieren, auf eine Sache kann man sich bei Spielen mit Royals-Beteiligung jedoch stets verlassen: Der Unterhaltungswert ist immer gegeben. Nach einem weiteren Gegentor zu Beginn des dritten Spieldurchgangs schien die »Mission Klassenerhalt« für den RRSC in einer Voll-Katastrophe zu enden. Mittlerweile waren die Wölfe drauf und dran, das Ergebnis zweistellig zu machen. In der 37. Spielminute und bei einem Spielstand von 1:8 glaubte wohl niemand, der das Hockeyspiel verfolgte, mehr an die Spieler mit der Krone auf der Brust.

 

Genau in dieser Phase stellte Langen das Spiel ein und verlor nahezu sämtliche Anteile — und siehe da: Plötzlich klappte es auf Rüsselsheimer Seite wieder mit dem Toreschießen. Nach Hendrik Fichtners Treffer zum 2:8 ging plötzlich ein Ruck durch das Team. Die Jungs vom Sommerdamm machten nun ordentlich Alarm vor dem gegnerischen Kasten. Eine ganze Torserie brachte Rüsselsheim dann endgültig zurück ins Spiel. Timo Dombrowski, Tim Bornhausen und Christoph Brabandt trugen sich kurz vor dem Ende des dritten Viertels in die Torschützenliste ein. Plötzlich stand es nur noch 5:8. Die jetzt endlich auf Betriebstemperatur spielenden Royals spürten, dass da eventuell noch etwas gehen könnte. Die zwei Gesichter lassen grüßen!

 

Hochspannung bis zum Schluss

 

Die RRSC-Puckjäger machten im letzten Viertel dort weiter, wo sie vor der Verschnaufpause aufgehört hatten. Kurz nach dem Wiederanpfiff brachte Brabandt, der seinen zweiten Treffer des Tages bejubeln durfte, seine Mannschaft endgültig in Schlagdistanz zu den verunsicherten Wölfen, die noch immer nach ihrer Form aus dem zweiten Viertel suchten. In der 54. Spielminute klingelte es erneut im Langener Gehäuse. Janik Schwedlers Treffer sorgte für Riesenjubel auf Gästeseite. Als Goalie Jan Schneider dann auch noch einen Penalty gegen Fischer parieren konnte, schien sich das Momentum endgültig auf Rüsselsheimer Seite zu befinden. Die Royals, mittlerweile nur noch mit fünf Feldspielern am Start, Dombrowski musste nach einem Schlagschuss-Treffer am Oberarm verletzungsbedingt raus, warfen noch einmal alles in die Waagschale, doch der verflixte Ausgleichstreffer wollte einfach nicht fallen. Plötzlich war das gegnerische Tor wieder wie vernagelt.

 

So schnell wie das gerade beschriebene Momentum auf der Rüsselsheimer Bank Platz genommen hatte, machte es sich auch wieder vom Acker. Die Uhr tickte brutal gegen die Royals. Die Zeit lief allmählich ab. Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte Langen dann noch einmal für Entlastung. Ein letztes Mal ging es nach vorne, die Scheibe landete bei Fischer, der kurz darauf mit seinem Tor zum 9:7 den Deckel draufmachte und die Aufholjagd der Royals beendete.

 

Langen bleibt damit in der Oberliga, für die Royals geht es eine Etage tiefer. Kopf hoch. In der Winterpause werden die Wunden geleckt — dann gilt es wieder anzugreifen.

 

Statistik

 

Langen White Wolves vs. Rüsselsheim Royals (14.10.2017)

 

Endstand: 9:7 (2:1|5:0|1:4|1:2)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Tim Bornhausen,  Janik Schwedler, Christoph Brabandt, Hendrik Fichtner, Timo Dombrowski, Benjamin Groß

 

Tore Rüsselsheim: Brabandt, Schwedler (je 2), Bornhausen, Fichtner, Dombrowski

 

Vorlagen: Bornhausen (5), Dombrowski, Fichtner

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (2), Langen (6)

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Drama, Baby!

Südhessen-Derby, »Do or die«-Spiel, we call it a Klassiker: Am kommenden Samstag treten die Rüsselsheim Royals in Langen zum Kampf um den Klassenerhalt an. Schon jetzt steht fest, dass die Partie nichts für schwache Nerven sein wird.

Kommt ein Schläger geflogen: Schon in der Vorrunde legten sich beide Teams  in Langen mächtig ins Zeug. Foto: Swoboda
Kommt ein Schläger geflogen: Schon in der Vorrunde legten sich beide Teams in Langen mächtig ins Zeug. Foto: Swoboda

Die Rüsselsheim Royals treffen in der letzten Play-Down-Runde auf die Langen White Wolves. Ein traditionelles hessisches Inlinehockey-Derby wird also darüber entscheiden, welchen der beiden Vereine das Abstiegsgespenst am Ende in die Tiefe reißt. Nun könnte man sich in Galgenhumor flüchten, Phrasen und Floskeln zum Besten geben oder gar Vergleiche mit dem tristen und grauen Herbstwetter anstellen, um die nervenzerreißenden Momente zu beschreiben, die den Royals gegen das Wolfsrudel bevorstehen. Das ändert jedoch rein gar nichts.

Schließlich ist es ganz einfach: Am Ende zählt nur noch ein Sieg, sonst nichts. In der letzten Play-Down-Runde gibt es nämlich keine weitere »Best-of-Three«-Serie. Vielmehr haben beide Mannschaften nur ein letztes Spiel, um die Sache zu regeln. Es geht als sprichwörtlich um die Wurst. Diese Feststellung lässt einen natürlich keine Purzelbäume schlagen, oder gar in Euphorie verfallen — und wenn es dann auch noch gegen eine Mannschaft geht, mit der man eigentlich gut auskommt und wo die einen oder anderen freundschaftlichen Bande zwischen Spielern geknüpft sind, macht es irgendwie noch weniger Spaß, über diese Ansetzung zu schreiben.

 

Genügend Chancen, diesem finalen Schlagabtausch aus dem Weg zu gehen, gab es genügend, doch leider scheiterten Langen und Rüsselsheim in der ersten Play-Down-Runde an ihren Gegnern. Langen zog gegen die Pinguine Baunatal den Kürzeren, die Royals strichen gegen die zweite Mannschaft des ISC Mannheim die Segel.

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Schwedler: »Richtig anstrengend«

Janik Schwedler kommentiert das Spiel gegen Mannheim, das mit 5:7 verloren ging. Der Royals-Kapitän spricht über sieben echte Kämpfer, den Spielverlauf sowie einen Puck, der auf ziemlich unübliche Weise den Weg ins Netz fand. Auch für den Gegner hat Schwedler ein paar Worte parat.

Gekämpft, aber dennoch verloren: Janik Schwedler und seine Teamkollegen schrammten in Mannheim am Sieg vorbei.
Gekämpft, aber dennoch verloren: Janik Schwedler und seine Teamkollegen schrammten in Mannheim am Sieg vorbei.

Nach der Auftaktniederlage am vergangenen Wochenende wollte ich vor der Auswärts-Partie ein wenig den Druck von der Mannschaft nehmen. »Spaß haben und nicht unter Wert verkaufen«, lautete daher die Devise für das zweite Play-Down-Spiel in Mannheim. Mit sechs Feldspielern blieb uns da auch nichts anderes übrig, gerade auch, weil der ISC im Friedrichspark mit knapp drei Reihen loslegte. Der Start verlief dann richtig gut für uns, nämlich mit einem krachenden Schlagschuss. Stefan Hellmich zog auf Höhe des Bullypunktes ab und knallte den Puck unter die Latte. Das war zunächst einmal beruhigend.

 

Danach verlagerten wir unser Spiel in die Defensive. Unser Ziel war es, Mannheim kommen zu lassen und auf Konter zu lauern. Das lag auch daran, dass wir mit dem für uns eher ungewohnten Boden nicht ganz zurechtkommen und daher die Abwehr stärken wollten. Diese Taktik ging zunächst auch gut auf. In der ersten halben Stunde lagen wir einige Male in Front.

Das soll aber nicht heißen, dass der ISC nicht gut drauf war. Tatsächlich war es eine komplett ausgeglichene Partie. Unsere Gegner hatten einige Male großes Pech, bei ihren Tormöglichkeiten waren einige Pfosten- und Lattentreffer dabei. Auf unserer Seite war Tim Bornhausen dagegen mal wieder kaum zu halten. Er steuerte gleich vier Tore bei, drei davon mit dem gleichen Move vor das gegnerische Tor und einem krönenden Abschluss durch die Hosenträger des Mannheimer Keepers.

Aber auch wir hatten ein bisschen Pech im Friedrichspark. Zunächst einmal gab es da rund zehn Minuten vor Schluss einen Fauxpas, der Mannheim in die Karten spielte. Unser Keeper Jan Schneider, der eine bärenstarke Partie hinlegte, bugsierte die Scheibe ins Tor, dummerweise aber in den eigenen Kasten. Mannheim hatte kurz zuvor aus der eigenen Hälfte heraus geklärt. Jan wollte den Puck daraufhin mit dem Schläger stoppen, lenkte die Scheibe dann aber dermaßen unglücklich ab, dass sie hinter ihm ins Netz rutschte (Anmerkung der Redaktion: Schneider konnte nach der Rückkehr an den Sommerdamm schon wieder darüber lachen).

 

Kurz vor dem Ende hatte Bornhausen noch eine Riesenchance. Der Puck blieb nach einem Alleingang dann aber auf der Torlinie liegen. Passiert leider.

 

Schlussendlich kamen wir nach dem Rückstand im letzten Viertel nicht mehr ran. Mannheim hat dann auch eher verwaltet, was nur logisch ist. Wir hätten das nicht anders gemacht. Unter dem Strich war es eine enge Kiste, das sieht man ja alleine schon an den Viertel-Zwischenständen (siehe unten), die am Ende einen verdienten Sieger gefunden hat. Mit ein bisschen mehr Schussglück hätten wir vielleicht auch gewinnen können, das Ergebnis geht aber so in Ordnung. Unsere Jungs haben jedenfalls sehr  große Moral bewiesen und sich den Allerwertesten aufgerissen. Mit sechs Feldspielern war das schon richtig anstrengend.

 

Faire Partie

Betonen möchte ich noch, dass es eine sehr fair geführte Partie war. Auf beiden Seiten gab es kaum Strafzeiten. Wenige Sekunden vor Schluss, beim letzten Bully, blieben alle Spieler stehen, um sich zu bedanken und gegenseitig zu einem schönen Spiel zu gratulieren. Auch beim anschließenden Shake-Hands ging es freundschaftlich zu. Das hat schon richtig Spaß gemacht. Dafür ein Dankeschön an Mannheim. Die Schiedsrichter haben sich ebenfalls ein Lob verdient. Beide pfiffen unauffällig, einfach richtig gut.

Statistik zum Spiel

ISC Mannheim vs. Rüsselsheim Royals (07.10.2017)

Endstand: 7:5 (1:1|1:2|3:1|2:1)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Ni Co, Hendrik Fichtner, Tim Bornhausen, Janik Schwedler, Benjamin Groß, Stefan Hellmich

Tore Rüsselsheim: Bornhausen (3), Hellmich (2)

Strafzeiten: Rüsselsheim (4), Mannheim (2)

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Rüsselsheim verliert die Serie gegen Mannheim

Sieben Rüsselsheimer Spieler traten am Samstag (07.10.2017) die Reise in den Mannheimer Friedrichspark an, wo das zweite Spiel der Play-Down-Serie gegen den ISC Mannheim II auf dem Programm stand. Für die Rumpftruppe war die Zielsetzung klar: Nach der Auftaktniederlage am heimischen Sommerdamm durfte das Spiel in der Quadrate-Stadt auf keinen Fall verloren gehen. Bei einer weiteren Niederlage drohte das vorzeitige Ende der »Best-of-Three«-Serie. Der Ausgleich musste also unbedingt her.

 

Alle guten Wünsche halfen allerdings nicht weiter. Am Ende unterlagen die Opelstädter im Friedrichspark mit 5:7. Aus der Oberliga abgestiegen sind die Royals damit allerdings noch lange nicht. In der nächsten Play-Down-Runde geht es nun gegen den Verlierer aus der parallel laufenden Serie zwischen den Pinguinen Baunatal und den Langen White Wolves. In Kürze wird feststehen, auf welches der beiden Teams die Rüsselsheim Royals im Kampf um den Klassenerhalt treffen werden.

 

Info: Mittlerweile steht fest, dass die Royals gegen Langen ranmüssen. Die Termine werden zeitnah veröffentlicht.

 

Für Rüsselsheim liefen auf: Jan Schneider, Benjamin Groß, Tim Bornhausen, Hendrik Fichtner, Ni Co, Stefan Hellmich, Janik Schwedler

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Royals nach Auftaktniederlage unter Druck

Knapp vorbei: Die Royals erwischten gegen Mannheim keinen Sahnetag. Foto: Stefan Swoboda
Knapp vorbei: Die Royals erwischten gegen Mannheim keinen Sahnetag. Foto: Stefan Swoboda

Für die Royals verlief der Auftakt in die Play-Down-Serie gegen Mannheim mehr als frustrierend. Am heimischen Sommerdamm kassierte der RRSC eine schmerzliche 4:8-Niederlage. Damit stehen die Puckjäger aus Südhessen beim Rückspiel in der kommenden Woche im Friedrichspark gehörig unter Druck.

 

Das Spiel gegen Mannheim stand eigentlich unter einem guten Stern. Endlich hatten die Royals mal wieder acht Feldspieler am Start, konnten also mit zwei kompletten Reihen dem ISC Mannheim || gegenübertreten.

 

Gleich mit dem ersten Bully legten beide Teams schwungvoll los. Taktieren oder gar erst einmal abwarten, was der Gegner anzubieten hat, sparten sich die Spieler. Stattdessen ging es zielstrebig nach vorne — und das phasenweise mit hohem Tempo. Das war vor allem für die insgesamt 18 Zuschauer schön anzusehen. Dank Schwabauers Treffer in der neunten Spielminute gingen die Gäste aus der Quadratestadt nicht unverdient in Führung. Hendrik Fichtner hatte allerdings etwas dagegen und erzielte nur eine Minute später den Ausgleich. Bis zum Ende des ersten Durchgangs ging es dann auf Augenhöhe weiter. Leistungsgerecht stand es zum Pausentee 1:1.

 

Schwächephase wird bitter bestraft

 

Auch im zweiten Viertel herrschte zunächst Ausgeglichenheit auf dem Spielfeld. Beide Teams erarbeiteten sich einige Torchancen, fanden aber nicht die entscheidende Lücke zwischen den Schonern der Keeper. Dummerweise verloren die Royals kurz vor der Halbzeit ihre Linie. Gerade in der Abweharbeit und im Aufbauspiel kam es immer wieder zu haarsträubenden Fehlern. Diese Schwächephase wurde vom ISC postwendend bestraft — und zwar in Form dreier Treffer innerhalb der letzten fünf Spielminuten des Viertels. Plötzlich lagen die Royals mit 1:4 hinten. Das tat richtig weh.

 

So stand der RRSC schon vor dem dritten Viertel bereits mit dem Rücken zur Wand. Trainer Janik Schwedler schwor seine Truppe in der Pause noch einmal, forderte Vollgas-Hockey von seinen Schützlingen und erinnerte sie auch daran, dass ein Drei-Tore-Vorsprung leicht aufgeholt werden kann. Seine Worte schienen Wirkung zu zeigen. Nach nur 24 Sekunden eröffnete Tim Bornhausen die Aufholjagd. In der 34. Spielminute waren die Royals dann wieder richtig dran. Erneut erwies sich Bornhausen als treffsicherer Schütze. Mit einem trockenen Schuss in die rechte Ecke markierte er das 3:4 und brachte sein Team damit endgültig zurück ins Spiel. Mannheim wankte in dieser Phase erheblich.

 

Die Royals konnten diesen Vorteil allerdings nicht ausnutzen. Das lag vor allem daran, dass die Mannschaft danach wieder in den bereits im zweiten Viertel beobachteten Trott verfiel und den Gästen einige gute Torchancen ermöglichte — und die ISC-Jungs ließen sich dann auch nicht zweimal bitten und schraubten den Vorsprung wieder in die Höhe, während die Royals kein weiteres Mal ins Schwarze trafen. Schlussendlich zeigte die Anzeigetafel nach 45 Minuten einen 4:7-Zwischenstand aus Sicht der Gastgeber an.

 

Mannheim macht den Sack zu

 

Der letzte Durchgang begann mit einem Hoffnungsschimmer. Wieder waren nur wenige Sekunden gespielt, als Stefan Hellmich an die Scheibe kam. Der Rüsselsheimer Stürmer fackelte dann auch nicht lange und beförderte den Puck  zum 5:7 in die Maschen. Die Schluss-Offensive war damit eröffnet. Wenig später verhängte das Schiedsrichtergespann Reichhardt / Stromberg (die beiden Unparteiischen leiteten die Partie vollkommen souverän, dafür ein Dankeschön!) eine Strafzeit gegen Mannheim. Da witterten die Royals natürlich ihre Chance und schickten ihre besten Leute im Powerplay auf das Feld.

 

Leider blieb dem RRSC in dieser spielentscheidenden Phase ein Torerfolg jedoch verwehrt — und wie so oft, wenn man vorne den Puck nicht im Kasten unterbringt, gibt es irgendwann eine kalte Dusche: In der 56. Spielminute schaffte ISC-Spieler Florian Neizert seinen dritten Treffer des Tages. Für die Royals, die einfach nicht zu ihrer Normalform fanden,  war das Gegentor zum 4:8 dann der finale Genickbruch.

 

Der ISC geht damit in der »Best-of-Three«-Serie gegen Rüsselsheim mit 1:0 in Front. Kommende Woche geht es im Friedrichspark weiter. Dort zählt nur ein Sieg. Sonst verlängert sich die Saison noch einmal.

 

Statistik

 

Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim

 

Endstand: 4:8 (1:1 || 0:3 || 2:3 || 1:1)

 

Für die Royals auf dem Platz: Jan Schneider Janik Schwedler, Hendrik Fichtner, Timo Dombrowski, Tim Bornhausen, Christoph Brabandt, Benjamin Groß, Stefan Hellmich, Eugen Hempel

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen (2), Hellmich, Fichtner

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (6 + 10) || Mannheim (8 + 10)

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Play-Downs: Es ist angerichtet!

Die Entscheidungsspiele in der IHD-Oberliga stehen an: Für die Rüsselsheim Royals geht es um nichts Geringeres als den Klassenerhalt — und mit der zweiten Mannschaft des ISC Mannheims wartet ein schwerer Brocken auf die Jungs mit der Krone auf der Brust.

 

Kennengelernt haben sich beide Teams bereits in der Vorrunde, wo jeweils die gastgebende Mannschaft die Nase vorne hatte. Während die Royals am heimischen Sommerdamm mit 7:4 gegen den ISC triumphierten, gab es im Friedrichspark für den RRSC nichts zu holen. Das Auswärtsspiel ging mit 2:7 verloren.

 

Nun geht es in den Play-Downs um die Wurst. Sollten die Royals in der Serie die Oberhand behalten, ist der Klassenerhalt perfekt. Die Saison wäre in diesem Fall beendet. Klappt es nicht, gibt es noch eine weitere Chance. Schließlich kämpfen noch zwei weitere Teams um den Klassenerhalt. In der zweiten Play-Down-Ansetzung kreuzen die Langen White Wolves mit den Pinguinen Baunatal die Schläger.

 

Im Falle einer Niederlage gegen Mannheim wartet der Verlierer dieser Serie auf den RRSC. Natürlich hofft man im Rüsselsheimer Lager, diesen ultimativen Fight um den Liga-Verbleib vermeiden zu können. Daher heißt es jetzt, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich mit einem Erfolg in die Winterpause zu verabschieden.

 

Termine im Überblick


Spiel 1  || 01.10.2017 || Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim 2 || Bully: 13.00 Uhr
Spiel 2  || 07.10.2017 || ISC Mannheim 2 vs. Rüsselsheim Royals || Bully: 13.00 Uhr

Spiel 3  || 08.10.2017 || ISC Mannheim 2 vs. Rüsselsheim Royals || Bully: 16.00 Uhr

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Baunatal gewinnt die Hockeyschlacht am Sommerdamm

Die Rüsselsheim Royals haben den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz verpasst. Im letzten Vorrunden-Spiel kassierten die Puckjäger vom Sommerdamm gegen die Pinguine Baunatal eine Heimniederlage.

 

Jubel bei den Jungs aus Baunatal, hängende Köpfe bei den Royals: Am Ende einer hektischen Partie zog der RRSC am heimischen Sommerdamm gegen die Pinguine mit 6:7 den Kürzeren. Dabei hatte es lange Zeit so ausgesehen, als hätten die Opelstädter ihre Gäste aus Nordhessen im Sack. Das verdeutlicht vor allem der Blick auf den Halbzeitzwischenstand: Nach den ersten dreißig Spielminuten, gerade im zweiten Viertel zeigten die »Königlichen« eine bärenstarke Leistung, lagen die Royals beruhigend mit 6:3 in Front. Timo Dombrowski, Benjamin Groß (je 2), Christoph Brabandt und Stefan Hellmich hatten sich zu diesem Zeitpunkt in die Torschützenliste eingetragen — und damit den RRSC auf die vermeintliche Siegerstraße gebracht.

 

Dummerweise kam der Motor des Royals-Express dann aber mächtig ins Stottern. Das dritte Viertel war gerade einmal fünf Minuten alt, als der Rüsselsheimer Drei-Tore-Vorsprung pulverisiert war. Die Royals verloren in dieser Phase komplett den Faden, kassierten einige vermeidbare Strafzeiten und machten sich damit selbst das Leben schwer. Strafzeiten kassierten aber nicht nur die Hausherren. Auch Spieler der Pinguine wurden zwischendurch immer wieder in die Kühlbox geschickt. Das war auch bitter notwendig, weil sich beide Teams heftig bekämpften und dabei bisweilen rüde attackierten, was auf Baunataler Seite sogar zwei zehnminütige Disziplinarstrafen nach sich zog. So gab es Überzahl-Situationen auf beiden Seiten in Hülle und Fülle zu sehen. Tore sollten aber vorerst nicht mehr fallen.

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Rückblick: Willkommen in der Oberliga!

Noch ein Spiel, dann haben die Rüsselsheim Royals die Vorrunde hinter sich. Nach dreizehn Begegnungen ist es an der Zeit, ein kleines Oberliga-Resümee zu ziehen.

Als Aufsteiger hat man es nicht leicht. Das ist kein besonders origineller Einstieg, aber nicht weniger als die schlichte Wahrheit. Die laufende Oberliga-Spielzeit war noch keinen Monat alt, als allen Spielern bereits klar war, dass sich die Reise durch das Oberhaus für den Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuh-Club schwieriger als erwartet gestalten würde. Zwar wusste jeder, der das Trikot mit dem grinsenden Totenkopf auf der Brust trägt, dass in der höchsten Spielklasse ein anderer Wind weht. Mit derartig heftigen Turbulenzen und einer solch hohen Anzahl an Nackenschlägen hat aber kaum jemand gerechnet.

 

Nun könnte man sich stundenlang über verpasste Chancen, verschlafene Viertel oder das prall gefüllte Vereinslazarett auslassen. Sicherlich trugen all diese Probleme dazu bei, dass nach dreizehn Spielen gerade einmal drei Siege für die Mannschaft zu Buche stehen, die in der abgelaufenen Landesliga-Saison noch von Sieg zu Sieg eilte. Willkommen in der Oberliga.

 

Gruselige Spiele

 

Sicherlich waren zwischen April und Juli einige Darbietungen dabei, die man getrost als Grütze bezeichnen darf. Als Beispiel dafür dient der Auftritt am Rebstockgelände, als man sich nach einer 2:1-Halbzeitführung noch mit 4:11 vom Platz schießen ließ. Die Geisterbahnfahrt gegen die bärenstarke erste Mannschaft des ISC Mannheim im Friedrichspark war auch nichts für schwache Nerven. Schon nach 27 absolut hilflosen Minuten und bei einem Rückstand von fünfzehn Toren fand die einseitige Partie durch die Anwendung der »Mercy Rule« ihr frustrierendes Ende. Das war so bitter, dass man kaum imstande ist, die passenden Worte dafür zu finden. Dazu gesellten sich noch einige enge Niederlagen, beispielsweise in Langen (6:7) oder vor heimischen Publikum gegen Frankfurt (5:7). In beiden Partien wären Punkte möglich gewesen.

 

Insgesamt verloren die Royals bis Mitte Juli fünf Spiele in Serie. Nach insgesamt acht absolvierten Begegnungen stand gerade mal ein Sieg gegen die Nordhessen Hornets zu Buche — und das auch noch nach Verlängerung. Dass die Opelstädter dabei eine richtig gute Leistung abriefen, geriet beim Blick auf die Tabelle schnell wieder in Vergessenheit. Mit zwei Punkten auf der Habenseite schien der Drops bereits gelutscht zu sein. Tabellenende, Kellerteam, Pleiten, Pech und Pannen, oh Hockeygott lass die Saison bald enden, dachten einige während dieser Wochen im stillen Kämmerlein.

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Royals II waren erstmals im Einsatz

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Die zweite Mannschaft der Rüsselsheim Royals feierte bei einem Mini-Turnier auf dem Hockeyplatz in Egelsbach Premiere.

In den letzten Wochen und Monaten hat die zweite Mannschaft fleißig trainiert. Jeden Montag kamen die Jungs zusammen, um am Sommerdamm um die Wette zu schwitzen. Am vergangenen Sonntag erlebte die neuformierte Truppe dann endlich ihre Feuertaufe. Bei bestem Hockeywetter konnten sich die Opelstädter auf einem Miniturnier in Egelsbach erstmalig unter Wettkampfbedingungen mit anderen Teams messen. Gegner waren die Five Lakes Wiesbaden sowie die Darmstadt Homis. Gespielt wurde eine Doppelrunde. Jedes Team durfte also gleich viermal ran. Dazu schwang noch ein bisschen Nostalgie mit. Schließlich ist der Egelsbacher Hockeyplatz die ehemalige Spielstätte der Isenburg Crows, die in den 1990er Jahren zu den hessischen Inlinehockey-Spitzenteams zählten und diverse Male gegen die Opelstädter um Punkte gekämpft hatten.

 

Für die Royals, die mit einem bunten Altersmix antraten, bei Teilnehmern zwischen zehn und 49 Jahren war die eine oder andere Hockeygeneration vertreten, ging es dann auch direkt gegen die Five Lakes Wiesbaden los. Trotz früher Führung reichte es gegen die Gastgeber nicht zu einem Sieg. Das lag vor allem daran, dass die Truppe zu Beginn nervös agierte und damit den Five Lakes in die Karten spielte. Am Ende setzte es eine 1:5-Niederlage. Kurz darauf kreuzten der RRSC mit den Homis die Schläger. Die weiß gekleideten Gegner zeigten eine souveräne Leistung und gewannen die Partie mit 3:1. Dirk Schweser trug sich als einziger Royals-Spieler in die Torschützenliste ein. Nach einem Foul bekam der Stürmer einen Penalty zugesprochen und ließ dem Keeper keine Chance.

 

»Am Anfang haben wir ein bisschen geschlafen. Man hat gemerkt, dass die Jungs etwas nervös sind. Auch die kleine Spielfläche sind wir nicht gewohnt. Das macht dem Team ebenfalls zu schaffen. Aber wir haben ja noch zwei Spiele«, sagte Stefan Swoboda, der die zweite Mannschaft gegründet hat und sich aktuell um die neuen Rüsselsheimer Spieler kümmert. Ein Extra-Lob gab es für Max Schrank, der mit seinen gerade einmal zehn Lenzen der jüngste Teilnehmer des Turniers war: »Max hat sich hier voll eingebracht und ist mit Feuereifer bei der Sache. Es macht Spaß, ihm beim Zocken zuzusehen — und so ein bisschen habe ich auch das Gefühl, einen zukünftigen Spieler der ersten Mannschaft dabei zu haben. In fünf Jahren darf er dann auch endlich Liga spielen. Darauf brennt er schon jetzt«, berichtete Swoboda mit einem Grinsen im Gesicht.

 

Nah dran am ersten Sieg

 

In der dritten Begegnung ging ein Ruck durch die Mannschaft. Jeder Spieler legte im zweiten Duell mit den Five Lakes eine Schippe drauf. Folgerichtig ging der RRSC dann auch in Front. Nach einem Alleingang versenkte Swoboda die Scheibe in der rechten Torecke. In der Folgezeit gab es auf beiden Seiten einige Torchancen. Goalie Mikhail Entaltsev hielt die Royals mit einigen sehenswerten Reflexen im Spiel, auf der Gegenseite zeigte Eugen Hock ebenfalls einige tolle Paraden. Erst kurz vor Schluss legten beide Mannschaften die Karten auf den Tisch — und dummerweise hielten die Five Lakes dabei zwei Asse in der Hand. Binnen weniger Sekunden trafen sie doppelt und schickten den RRSC damit auf die Verliererstraße.

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Royals schießen die Wölfe ab

Höchster Saisonsieg für die Rüsselsheim Royals in einer sehr fair geführten Begegnung: Gegen die Langen White Wolves erzielte der RRSC Treffer wie am Fließband. Am Ende war es ein richtiger Kantersieg.

 

Die Rüsselsheim Royals erwischten am vergangenen Samstag gegen die Langen White Wolves einen Sahnetag. Die üblichen Verdächtigen spielten sich dabei mal wieder in den Vordergrund. Während Stefan Hellmich praktisch nach Belieben traf, dem Stürmer gelangen insgesamt fünf Tore, sammelte sein Teamkollege Tim Bornhausen satte zehn Scorerpunkte. Hendrik Fichtners Nummer 56 wurde bei insgesamt sechs RRSC-Toren auf dem Spielberichtsbogen notiert.

 

Es dauerte allerdings eine Weile, bis die königliche Tor-Maschinerie im ersten Viertel gegen die White Wolves ins Rollen kam. Bis zur achten Spielminute mussten sich die Zuschauer gedulden, ehe es zum ersten Mal klingelte. Hellmich brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Front. In der Folgezeit waren die RRSC-Puckjäger feldüberlegen, vergaben allerdings einige gute Torchancen. Daher blieb es bis zur Halbzeitpause eng. Nach dreißig Spielminuten lagen die Royals mit 4:2 vorne. Dieser Zwischenstand wirkte zwar beruhigend, war aber nicht wirklich komfortabel. Schließlich musste Rüsselsheim schon einige Male in der laufenden Saison erleben, wie schnell solch ein Vorsprung dahinschmelzen kann. Daher ergriff Kapitän Janik Schwedler in der Halbzeit das Wort und forderte seine Schützlinge auf, im dritten Viertel Vollgas zu geben.


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Royals fordern die White Wolves heraus

Rüsselsheim Royals
Stefan Hellmich (Mitte) zählte im Hinspiel zu den Rüsselsheimer Aktivposten. Foto: Swoboda

Am Wochenende ist es wieder soweit: Inlinehockey-Oberliga am Sommerdamm! Mit den White Wolves Langen schaut eine Mannschaft in Rüsselsheim vorbei, die in der laufenden Spielzeit nicht nur der direkte Tabellennachbar ist, sondern in den letzten zwanzig Jahren regelmäßig mit dem RRSC den Schläger kreuzte und seit jeher  ein ernstzunehmender Konkurrent ist.

 

Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass es schon jetzt am Sommerdamm knistert. Das liegt vor allem daran, dass die Jungs mit dem Totenschädel auf der Brust darauf brennen, Revanche für das knapp verlorene Hinspiel zu nehmen. Im Mai waren die Royals bei ihrem Auftritt in der Wolfshöhle haarscharf an Punkten vorbeigeschrammt. Nach sechzig intensiven und kraftraubenden Spielminuten musste sich der RRSC mit 6:7 denkbar knapp geschlagen geben.

 

Eine Frage der Ehre

 

Sportlich kämpfen beide Teams mehr oder weniger um die goldene Ananas. Daher steht einzig und allein der Derby-Charakter im Vordergrund — und natürlich bereiten solche Spiele, in denen es traditionell auch ein wenig um die Ehre geht, mitunter die größte Freude.

 

Die Royals werden die Punkte in ihrem vorletzten Vorrundenspiel sicherlich nicht kampflos hergeben. Das zeigten die Opelstädter jüngst bei ihrem Heimspiel gegen Tabellenführer Mannheim, als sie den als übermächtig eingeschätzten Gegner aus der Quadratestadt an den Rande einer Niederlage brachten und durch einen Treffer, der gerade einmal fünfzehn Sekunden vor Schluss fiel, noch auf die Verliererstraße gerieten. Langen dürfte also gewarnt sein.

 

Wie das Duell der beiden hessischen Inlinehockey-Traditionsteams ausgeht, erfahren wir am Samstag (19.08.2017). Um 17.00 Uhr wird die Partie angepfiffen. Der Eintritt ist wie immer frei. Also kommt vorbei und unterstützt den RRSC. Wir freuen uns über jeden Besucher.

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Acht Königliche liefern eine famose Leistung ab

Sonntagnachmittag, strahlender Sonnenschein, bestes Inlinehockeywetter. Beim Besuch des ISC Mannheim herrschten auf dem Rüsselsheimer Hockeyplatz beste Bedingungen. Sportlich schien die Sache von Beginn an klar zu sein. Tabellenerster gegen Schlusslicht. Was sollte da schon großartig passieren? Es roch nach einer weiteren Packung für den RRSC.

 

Was den Zuschauern dann jedoch geboten wurde, darf man getrost als hochklassiges Inlinehockey bezeichnen. Das lag vor allem daran, dass die Royals sich nicht wie ein typischer Tabellenletzter verhielten, sondern vom ersten Moment an wie die Feuerwehr loslegten und ihr Heil in der Offensive suchten. Damit schafften es die Jungs mit dem Totenschädel auf der Brust, den designierten Meister aus der Quadratestadt schon ein wenig zu beeindrucken. Schon früh in der Partie stand fest, dass der Ausflug nach Südhessen nicht der erhoffte lockere Spaziergang sein würde. Der ISC zeigte dann aber schnell, warum er auf dem ersten Tabellenplatz steht und hielt mit voller Kraft dagegen.

 

Auf beiden Seiten gab es massenhaft Torchancen. Die Keeper standen unter Dauerbeschuss. Einige sehenswerte Paraden gab es zu bestaunen, ehe es in der elften Minute zum ersten Mal im Kasten klingelte. Als Christoph Brabandt, einer von nur acht Royals-Akteuren an diesem Tag, die Scheibe ins Tor beförderte, durfte der RRSC zum ersten Mal jubeln. Der ISC traf allerdings postwendend zum Ausgleich, so dass die Führung nur von kurzer Dauer war. Kurz vor dem Pausentee zappelte die Scheibe wieder im Netz. Brabandt brachte dasSpielgerät vor das gegnerische Tor. Nach einer unübersichtlichen Situation lag der Puck auf einmal im Kasten. Den Treffer bekam Tim Bornhausen gutgeschrieben.

 

Zum Auftakt des zweiten Viertels erzielte der ISC prompt den Ausgleich. Nun schien der Hockey-Goliath endgültig ins Rollen zu kommen. So richtig in den Griff bekamen die Mannheimer ihren Gegner aber nicht. Das lag vor allem daran, dass die RRSC-Puckjäger um jeden Zentimeter des Platzes kämpften und sich dazu noch auf Goalie Jan Schneider verlassen konnten, wenn es einmal brenzlig wurde — und dann, praktisch aus dem Nichts, landete die Scheibe auf Höhe der Mittellinie bei Timo Dombrowski. Der Blondschopf fackelte nicht lange, enteilte seinen Gegenspielern und beförderte den Puck mit einem satten Schuss ins Tor.

 

In der 26. Spielminute war der RRSC, begünstigt durch eine Powerplay-Situation, erneut erfolgreich. Bornhausen stand nach einem Abpraller goldrichtig und staubte zum 4:2 ab. Da staunten die Zuschauer natürlich um die Wette. Mit diesem Zwischenstand, der übrigens bis zur Halbzeitpause unverändert blieb, hätte wohl der kühnste Optimist nicht gerechnet. Dank der großen Leidenschaft, des Einsatzwillens und der Kampfkraft schien die Sensation möglich zu sein.

 

ISC schlägt zurück

 

Mit dem Wiederanpfiff fiel der nächste Treffer. Dieses Mal war Mannheim dran. 47 Sekunden waren im dritten Viertel gespielt, als Sven Reutter den ISC wieder auf ein Tor heranbrachte. Wenige Minuten später bekamen die Royals eine Strafzeit aufgebrummt. Die Gäste fackelten dann nicht lange, schoben sich die Scheibe einen Moment lang zu und trafen in der 39. Spielminute zum Ausgleich. Rüsselsheim ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und spielte konzentriert weiter. Auf beiden Seiten tobte eine echte Hockey-Schlacht. Etliche Torchancen wurden von beiden Mannschaften herausgespielt. Für die Zuschauer war das ein echter Genuss — und es sollte noch besser werden.

 

Die 41. Spielminute war gerade angebrochen, als Dombrowski, der ein bärenstarkes Spiel machte, den RRSC wieder in Führung brachte. Nach einem Zuspiel von Franz Schmidt stellte er die Anzeigetafel auf 5:4. Es gehört zur Geschichte des Spiels, dass sich der ISC davon nicht sonderlich beeindrucken ließ und direkt im Gegenzug wieder den Ausgleich schaffte. Doch die Royals, fest entschlossen und voller Selbstvertrauen, schlugen in der 45. Spielminute noch einmal zu. Schmidt, der wieder hunderte Kilometer Anreise in Kauf nahm, um dabei sein zu können, leitete die Scheibe weiter zu Bornhausen, der nicht lange fackelte und mit dem Treffer zum 6:5 den Hattrick vollmachte.

 

Ganz knapp dran

 

Im letzten Viertel mobilisierten beide Teams die letzten Kräfte. Hendrik Fichtner, ein Veteran aus hundert Rüsselsheimer Schlachten, krempelte wie alle anderen noch einmal die Ärmel hoch. Wie viel Liter Schweiß Fichtner auf dem Platz verteilte, ist nicht mehr nachweisbar.

 

Kapitän Janik Schwedler hatte in der kurzen Pause anscheinend die richtigen Worte gefunden. Das merkten die Zuschauer allein schon daran, dass auch in den letzten 15 Minuten so richtig die Post abging — und der Rüsselsheimer Expresskurier mit der Nummer 69 auf dem Rücken nahm noch einmal Fahrt auf. Wie schon im zweiten Viertel bekam Dombrowski den Puck an der Mittellinie, dieses Mal aber nicht durch freundliche Unterstützung der Glücksgottin Fortuna, sondern dank Bornhausen, der seinen Teamkollegen mit einem Steilpass auf die Reise schickte. Dombrowski umkurvte einen Gegenspieler, checkte noch einmal die Adresse und lieferte das kleine rote Päckchen dann direkt im Mannheimer Gehäuse ab. Damit stand es 7:5 für die Royals. Für Dombrowski war es ebenfalls der Hattrick. Sollte es wirklich ein kleines Hockeywunder am Sommerdamm geben?

 

Als der RRSC in der 54. Spielminute erneut eine Unterzahl-Situation zu überstehen hatte, witterte der ISC seine Chance. Es dauerte dann nur wenige Sekunden, ehe Mannheim erfolgreich war. Thomas Wohlfarth überwand nach einer Pass-Stafette Goalie Schneider. Wohlfarth hatte aber noch nicht genug. Wenige Sekunden später gelang ihm das 7:7. Auch für ihn war es der dritte Treffer des Tages.

 

Und dann, ganz bitter und extrem schmerzhaft, erlitten die Royals den finalen Knockout: 15 Sekunden vor der Schlusssirene ging der ISC zum ersten Mal an diesem Tag in Führung. Reutter schickte Rüsselsheim mit seinem Treffer zum 7:8 auf die Verliererstraße. Nach dem Gegentor blieb den Royals keine Zeit mehr, um zurückzuschlagen. Die intensive, aber stets faire Partie endete schlussendlich mit einer Niederlage.

 

Die Enttäuschung war natürlich deutlich spürbar. Mehrere Male hatte der Tabellenletzte gezeigt, dass in der laufenden Oberliga-Saison mehr für die Jungs aus der Opelstadt hätte herausspringen können, deshalb schmerzt dieses Ergebnis umso mehr. Dennoch darf man nach einer solchen Partie auch ein wenig stolz sein. Schließlich war es ein Spiel mit einer großen Qualität. So etwas hat Seltenheitswert. Vor dieser Leistung, und damit sind beide Mannschaften gemeint, kann man nur den Hut ziehen.

 

Der Kapitän hat das Wort

 

Janik Schwedler: Ein Spielverlauf, den ich so nicht erwartet habe. Ich habe es noch immer nicht verarbeitet. Mich freut, dass wir die Rüsselsheimer Leidenschaft und den Spaß auf dem Platz wiederentdeckt haben.  Jeder hat sich extrem den Allerwertesten aufgerissen und nochmal eine Schippe draufgelegt. Mich freut auch, dass mein Spielkonzept voll aufgegangen ist. Umso ärgerlicher ist es, richtiggehend deprimierend, dass es für uns dann nicht zu einem Punkt gereicht hat. 15 Sekunden haben gefehlt, das zerrt an den Nerven. Hut ab, an alle die mitgespielt haben. Das war, trotz unseres kleinen Kaders, echte Werbung für unsere Sportart.

 

Statistik:

 

Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim (7:8)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Hendrik Fichtner, Benjamin Groß, Christoph Brabandt, Tim Bornhausen, Franz Schmidt, Timo Dombrowski, Janik Schwedler.

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen, Dombrowski (je 3), Brabandt.

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (6 Minuten) / Mannheim (2)

 

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Niederlage unter Freunden

Rüsselsheim Royals
Stürmer Franz Schmidt auf dem Weg zu seinem ersten Treffer. Foto: Lütge

 

Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Das ist eine Hockey-Weisheit, die am vergangenen Wochenende nach dem Spiel gegen die Bad Nauheim Blues zum Besten gegeben wurde. Die Royals hatten zuvor sechzig Minuten lang versucht, den eigenen Weiher, wie man so gerne sagt, gegen die Gäste aus der Wetterau zu verteidigen. Am Ende setzte es vor 35 Zuschauern jedoch eine 7:11-Niederlage gegen die favorisierten Blues, die aufgrund des Spielverlaufs schon ein wenig ärgerlich ist.

 

Vor allem auch, weil der RRSC nach einem frühen Rückstand, wie so oft in dieser Saison, die Ärmel hochkrempelte und mal wieder zur Aufholjagd startete — und die trug den Namen Franz Schmidt. Unser Stürmer aus dem schönen Freistaat Bayern war zum zweiten Mal in dieser Saison dabei und machte seinem Ruf als gefürchteter Torjäger wieder alle Ehre. Gerade in den ersten dreißig Spielminuten hielt er sein Team, das sich durch einige unnötige Strafzeiten immer wieder das Leben schwer machte, in Schlagdistanz zu den Blues. Nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand verkürzte er mit einem Doppelpack auf 2:3. Das war dann auch der Halbzeitstand.

 

Rüsselsheim Royals
What a save: Kocurek pariert brilliant. Foto: Lütge

Das dritte Viertel brachte die Royals auf die Verliererstraße. Keeper Tom Kocurek, der famos hielt, bekam zahlreiche Schüsse um die Ohren gefeuert und zeichnete sich einige Male bravourös aus. Seine Glanztat gegen Blues-Stürmer Yannick Wehrheim, die als Hasek-Rolle in der Hockeywelt bekannt ist, zählte zu den Highlights der Begegnung. Irgendwann war aber auch er machtlos.

 

Die Blues, oft begünstigt durch numerische Überlegenheit, nutzten ihre Powerplay-Situationen eiskalt aus und kamen zu weiteren Treffern. Zwischendurch bäumten sich die Jungs aus der Opelstadt immer wieder auf und schlugen zurück, richtig ran kamen sie aber nicht mehr. Da nutzte es auch nichts, dass die Königlichen endlich einmal wieder auf mehr als zwei Reihen zurückgreifen konnten und mit Jan Balgar einer der wichtigsten Spieler nach langer Verletzungspause ins Team zurückkehrte. Der Verteidiger zeigte aber auf Anhieb, dass er während seiner Zwangs-Auszeit nichts verlernt hat und trug sich in die Scorerliste ein. Während Schmidt auf Royals-Seite den Hattrick vollmachte, schraubten die Blues zwischen der 30. und 45. Spielminute das Ergebnis weiter in die Höhe. Zwischenzeitlich zogen sie auf 3:7 davon.

 

Das letzte Viertel begann mit einem Rüsselsheimer Sturmlauf. Tim Bornhausen und Balgar führten die Royals noch einmal heran. Da witterten die Blau-Schwarzen noch einmal Morgenluft. Dumm nur, dass Bad Nauheim sich in dieser Phase nicht sonderlich beeindrucken ließ, noch einmal auf die Gaspedale trat und auf 5:9 davonzog. Für die Royals spricht, dass sie sich auch nach diesem Nackenschlag nicht hängen ließen.

 

In der 53. Spielminute schnürte Bornhausen mit einem Doppelpack, für den er gerade einmal zwanzig Sekunden benötigte, einen Hattrick — und das auch noch in Unterzahl. Schmidt, der wirklich einen Sahnetag erwischte, bereitete übrigens sämtliche Royals-Tore im letzten Viertel vor und kam damit auf sieben Punkte in der Partie. Das ist schon eine famose Leistung. Gerade auch, weil der Stürmer in den Morgenstunden mit dem Auto aus Prag Richtung Sommerdamm gependelt war und daher keine optimale Vorbereitung hatte.

 

Danach warf der RRSC noch einmal alles nach vorne. Ein weiterer Treffer blieb Rüsselsheim jedoch verwehrt. Den Schlusspunkt setzte Blues-Verteidiger David Stusek. Die Partie endete mit einer 7:11-Niederlage.

 

Chill und Grill

 

Wie auch nach dem Spiel in Assenheim geschehen, wurde nach der Begegnung noch gemeinsam gefeiert. Dieses Mal luden die Royals ihre Gäste nach der Schlusssirene zu einer Grillparty ein. So fand der Hockeytag einen gemütlichen Ausklang. Erst in den späten Abendstunden verabschiedeten sich die letzten Nauheimer und traten die Heimreise an.

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Licht und Schatten wechseln sich ab

Das Mannheimer Wochenende ist vorüber. Für die Royals waren es zwei Spiele, die unterschiedlicher kaum hätten sein können.

Tim Bornhausen (rechts) auf dem Weg zum Mannheimer Kasten. Foto: Lütge
Tim Bornhausen (rechts) auf dem Weg zum Mannheimer Kasten. Foto: Lütge

Beginnen wir chronologisch. Am Samstagnachmittag stand das erste von zwei direkt aufeinanderfolgenden Duellen mit der zweiten Mannschaft des ISC Mannheim auf dem Programm — und zumindest am Sommerdamm lief es richtig gut für den RRSC.

 

Teil 1: Sieg in der Hitzeschlacht

 

Nach dem Schlusspfiff lagen sich alle Royals-Spieler in den Armen. Die Erleichterung über den zweiten Saisonsieg war dem Rumpfteam, das gegen den ISC Mannheim II gerade einmal mit sieben Feldspielern sowie den etatmäßigen Keepern Kocurek/ Schneider angetreten war, deutlich anzusehen. Das fühlte sich super an und war auch verdient. Schließlich hatten sich alle Anwesenden sechzig Minuten lang mächtig ins Zeug gelegt, um die auf mittlerweile fünf Spiele in Folge angewachsene Niederlagenserie zu stoppen — und endlich wurden die Royals für ihren Einsatz belohnt.

 

Der RRSC setzte sich in einer sehr fair geführten Hitzeschlacht, es war wirklich kaum zu ertragen und absolut schweißtreibend, mit einem 7:4-Sieg am Sommerdamm durch. Dafür bekamen die Jungs aus der Opelstadt, die kurz vor dem Anpfiff nach einem sintflutartigen Regenerguss schon wie verrückt beim Abziehen der Spielfläche geschwitzt hatten, drei Zähler auf dem Punktekonto gutgeschrieben.

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Mannheimer Wochenende

Die Royals sind am Wochenende in der IHD-Oberliga gleich doppelt gefordert. Gegen die zweite Mannschaft des ISC Mannheim hofft der Aufsteiger aus Südhessen auf den Befreiungsschlag.

Tim Bornhausen und seine Teamkollegen treffen am Wochenende gleich zweimal auf den ISC Mannheim. Foto: Swoboda
Tim Bornhausen und seine Teamkollegen treffen am Wochenende gleich zweimal auf den ISC Mannheim. Foto: Swoboda

Hin- und Rückspiel binnen 24 Stunden! Die Royals treffen am Wochenende in der IHD-Oberliga gleich zweimal auf den ISC Mannheim. Am Samstag steht das erste Duell an. Pünktlich um 17.00 Uhr fällt am Sommerdamm der Startschuss. Nur einen Tag später folgt im Mannheimer Friedrichspark der zweite Vergleich.

 

Wir haben beide Mannschaften unter die Lupe genommen.

 

Wie sind die Mannheimer zurzeit drauf? Der Blick auf die Tabelle weist die zweite ISC-Truppe als Tabellenvorletzten aus. Das Torverhältnis liegt aktuell bei 52:78 (-26). Insgesamt hat Mannheim bereits acht Spiele absolviert und dabei sechs Zähler auf der Habenseite verbucht. Die Bilanz der letzten vier Spiele: Ein Sieg und drei Niederlagen. Aktueller Topscorer ist Maximilian Mohring, der in acht Spielen sechzehn Punkte sammelte. Hinweis an die Royals-Verteidiger: Er trägt die Nummer vier, also »uffbasse«!

 

Und wie läuft es aktuell am Sommerdamm? Darüber sollte man eigentlich den Deckmantel des Schweigens hüllen. Hilft aber nicht weiter, die Zahlen sind schließlich auf diversen Seiten einsehbar. Also werfen wir nun einen Blick darauf: Die Royals liegen bei einem Torverhältnis von 39:80 (-41). Insgesamt steht in sieben absolvierten Spielen ein Sieg zu Buche, der den Opelstädtern zwei Punkte bescherte. Alle anderen Partien gingen restlos verloren. Zurzeit warten die Royals seit fünf Spielen auf einen Sieg. Bester Punktesammler ist Tim Bornhausen, der sich mit siebzehn Zählern (14 Tore) an die Spitze der teaminternen Scorerliste gesetzt hat.

 

Fachleuten wird anhand dieser Statistiken direkt klar, dass es für den RRSC eigentlich nur noch besser werden kann. Da kommen die beiden Kellerduelle mit dem ISC möglicherweise genau zur richtigen Zeit. Schließlich geht es am kommenden Wochenende um sechs Punkte — und bei einem positiven Verlauf könnte Rüsselsheim den Befreiungsschlag schaffen und ganz nebenbei die rote Laterne an Mannheim weiterreichen. Zumindest in der Theorie.

 

Der ISC wird die Punkte natürlich nicht kampflos abgeben. Schließlich wollen die Hockeycracks vom Friedrichspark ihrerseits die White Wolves Langen überholen, die jüngst an ihnen vorbeigezogen sind und nun den sechsten Tabellenplatz halten. Spannung ist also garantiert, wenn die beiden Kellerkinder gleich doppelt aufeinandertreffen. Wie es ausgeht, erfahren wir in Kürze.

 

Live auf Youtube

 

Das Rückspiel in Mannheim wird live im Internet übertragen. Auf youtube ist ein Stream eingerichtet, der zunächst das Oberliga-Spiel der ersten Mannheimer Mannschaft zeigt. Danach kommen die Royals an die Reihe. Einfach hier klicken!

 

Spieltermine im Überblick:

 

Samstag, 17.00 Uhr: Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim II (Sommerdamm Rüsselsheim)

Sonntag,  17.00 Uhr: ISC Mannheim II vs. Rüsselsheim Royals (Friedrichspark Mannheim)

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