Mit Vollgas in die Zukunft – Interview mit dem neuen RRSC-Vorstand

Der Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuh-Club (RRSC) hat im Januar 2019 einen neuen Vorstand gewählt. Ab sofort werden die Geschicke des Vereins von Sven Albrecht (Erster Vorsitzender), Thomas Höhle (Zweiter Vorsitzender) und Klaus Schrank (Kassenwart) geleitet, die auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr mit überwältigender Mehrheit von den Vereinsmitgliedern gewählt wurden. Unser Pressewart Stefan Swoboda hat sich kurz vor dem Start in die neue Inlinehockey-Saison mit dem Trio unterhalten.

 

Hallo zusammen, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Wie fühlt ihr euch als frischgebackenes Vorstands-Trio?

 

Sven Albrecht (Erster Vorsitzender): Eigentlich gar nicht so anders. Wir haben ja schon einige Zeit zusammengearbeitet. Jetzt geht es darum, einige Dinge umzusetzen und da werden wir auch all unsere Kraft investieren. In Vorgesprächen hat sich bereits deutlich gezeigt, dass wir da alle dieselben Vorstellungen haben. Ich freue mich einfach drauf.

 

Klaus Schrank (Kassenwart): Vielen Dank. Ich denke mit den Jungs kann man gut zusammenarbeiten und den Verein weiter nach vorne bringen.

 

Thomas Höhle (Zweiter Vorsitzender): Gut und gespannt auf die neuen Aufgaben und ob alles so klappt, wie wir es uns vorstellen.

 

Die Position des Vorstandes im Verein ist bekanntlich ein Ehrenamt. Ihr investiert also viel eurer persönlichen Zeit, ohne eine monetäre Vergütung für euer Engagement zu erhalten. Woher nehmt ihr eure Motivation und was habt ihr persönlich davon?

 

Klaus Schrank In erster Linie mache ich den Job meinem Sohn zu Liebe. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass er auch in Zukunft im Sommer Inline-Hockey spielen kann, am liebsten natürlich in einer Nachwuchs-Mannschaft.

 

Sven Albrecht Wir sind ja nicht die Einzigen, die sich in diesem Verein engagieren. Viele machen das. Auch teilweise mit extremen Aufwand. Es geht darum, gemeinsam an einer Sache zu arbeiten für die wir sowieso alle brennen. Da spielt die Zeit eher eine untergeordnete Rolle.

 

Thomas und Sven, ihr seid beide erst seit letztem Jahr richtig bei den Royals durchgestartet. Erzählt doch mal, wie es dazu gekommen ist, dass ihr euch dazu bereit erklärt habt, die Zukunft unseres Vereins zu gestalten.

 

Sven Albrecht: Ich war bereits in einigen anderen Vereinen aktiv. Bei den Royals habe ich mich aber direkt richtig wohl gefühlt. Es ist einfach eine ganz besondere Atmosphäre. So etwas muss man erleben. Nun habe ich einige Ideen, um den RRSC voranzubringen. Außerdem hat es dieser Verein und die Sportart verdient, dass man etwas dafür macht. Zudem bekommen wir auch eine Menge zurück. Also war es ein logischer Schritt, mich zur Wahl zu stellen.

 

Thomas Höhle: Die Leute sind echt sehr nett und mein Stiefsohn und ich fühlen uns sehr wohl im Verein. Leider ist letztes Jahr einiges liegen geblieben. Das wollen wir jetzt wieder in die richtigen Bahnen lenken.

 

Klaus, du giltst ja schon lange als Ratgeber und gute Seele in unserem Verein. Als Kassenwart hast du jetzt auch eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Was ist dein persönlicher Antrieb?

 

Klaus Schrank: Zahlen machen mir einfach Spaß, schwarze Zahlen noch viel mehr. Ich denke, dass eine ordentliche Geschäftsführung enorm wichtig für die Außendarstellung des Vereins ist und hoffe meinen Teil zu weiterem Wachstum beitragen zu können.

 

Welche Erfahrungen habt ihr bislang bei anderen Vereinen gesammelt und inwiefern könnt ihr diese in eure Arbeit als Vorstand einfließen lassen?

 

Klaus Schrank: Im Winter bin ich als Betreuer einer U13-Mannschaft beim Eishockey aktiv, weiß also nur zu gut wie Kinder und vor allem Eltern ticken. Diese Erfahrungen sind sicher von Vorteil, wenn wir eine Nachwuchsmannschaft etablieren. Außerdem war ich schon als Geschäftsführer und Jugendwart beim EV Wiesbaden aktiv. Diese Erfahrungen werden den Royals sicher nicht schaden.

 

Sven Albrecht: Bislang war ich noch nicht als Vorstand tätig. Vereine kenne ich allerdings ziemlich gut und auch die vielen verschiedenen Abteilungen. Motorsport, Tischtennis, Fußball und American Football waren einige Stationen. Man lernt viele unterschiedliche Menschen kennen und genau das ist wichtig. Man muss sich im Klaren sein, dass ein Verein aus Mitgliedern besteht und mit ihnen arbeiten. Diese Erfahrungen werden mir sicher helfen.

 

Thomas Höhle: Im letzten Verein wurden Vorschläge nicht angenommen und dies war ziemlich frustrierend. Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir ein gutes Team sind und ich möchte alle Vorschläge der Mitglieder mit einfließen lassen.

 

Was zeichnet eurer Meinung nach den Verein Rüsselsheim Royals aus? Wie wurdet ihr mit dem RRSC-Fieber angesteckt?

 

Klaus Schrank: Es geht sehr familiär zu in Rüsselsheim, einer der Hauptgründe warum wir dem Verein schon so lange die Treue halten. Klar, es gibt überall mal unterschiedliche Meinungen, aber das ist immer schnell geklärt und am Ende vom Tag ziehen doch alle an einem Strang. Ich würde sagen, dass die Royals einen großen Anteil am sportlichen Erfolg von meinem Sohn haben, als er 4 1/2 war haben sich die Jungs hingestellt und ihm die ersten Hockey-Schritte beigebracht. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wir sind gerne in diesem Verein.

 

Sven Albrecht: Es gibt ein RRSC- Fieber? Ganz einfach. Ich kam an den Platz, habe einen Schläger genommen  und versucht die Scheibe zu treffen. Das allein macht schon riesigen Spaß. Dann noch mit den Leuten zusammen, einfach klasse. Ich habe mich einfach wohl gefühlt und das ist bis heute so geblieben.

 

Thomas Höhle: Die Mitglieder sind sehr offen und mein Stiefsohn und ich haben uns von Anfang an sofort wohl gefühlt. Selbst Familie und Freunde stehen nicht außen vor, sondern werden herzlich aufgenommen.

 

Welche Ziele habt ihr mit den Rüsselsheim Royals und worauf legt ihr kurz- und langfristig euer Hauptaugenmerk?

 

Klaus Schrank: Ganz klar, seriös und wirtschaftlich arbeiten, den Verein für neue Mitglieder interessant machen und, für mich ganz wichtig, eine Nachwuchs-Abteilung aufbauen. Dazu gehört für mich zwingend eine Renovierung des Platzes und vor allem des Vereinsheims. Kurzfristig muss die Gemeinnützigkeit wieder erlangt werden, das hat für mich oberste Priorität.

 

Sven Albrecht: Da gibt es natürlich viele Dinge. Bevor ich hier jetzt einen Roman schreibe fasse ich alle Punkte zusammen, die mir besonders wichtig sind. Es geht es damit los, dass wir unsere Spielstätte auf Dauer erhalten wollen. Vereinsheim und Platz sollen auf lange Sicht auch weiter entwickelt werden. Des Weiteren liegt die Zukunft unseres Vereines in der Jugend. Unser oberstes Ziel ist Nachhaltigkeit. Ohne Nachwuchs klappt das nicht. Weiterhin sind auch neue Abteilungen und Veranstaltungen angedacht. Auch in der Öffentlichkeit wollen wir uns deutlicher zeigen.

 

Thomas Höhle: Wir möchten, dass der Verein bestehen bleibt, es wieder eine Jugendabteilung gibt und das Vereinsheim auf Vordermann gebracht wird.

 

Welche Meldung würdet ihr gerne am Ende (hoffentlich noch weit entfernt) eurer Amtszeit über die Rüsselsheim Royals lesen?

 

Klaus Schrank: Der Vorstand übergibt einen gesunden Verein an seine Nachfolger.

 

Sven Albrecht: In Rüsselsheim hat ein ganz besonderer Verein in den letzten Jahren für Furore gesorgt und sogar den Fußball mit Leidenschaft und Hingabe in den Schatten gestellt.  

 

Thomas Höhle: Dass der Verein wieder in seinem „Glanz erblüht“ ist und wir somit unsere Mitgliederzahlen, vor allem die der  Jugendlichen und Kinder, erhöhen konnten.

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