Royals nach Auftaktniederlage unter Druck

Knapp vorbei: Die Royals erwischten gegen Mannheim keinen Sahnetag. Foto: Stefan Swoboda
Knapp vorbei: Die Royals erwischten gegen Mannheim keinen Sahnetag. Foto: Stefan Swoboda

Für die Royals verlief der Auftakt in die Play-Down-Serie gegen Mannheim mehr als frustrierend. Am heimischen Sommerdamm kassierte der RRSC eine schmerzliche 4:8-Niederlage. Damit stehen die Puckjäger aus Südhessen beim Rückspiel in der kommenden Woche im Friedrichspark gehörig unter Druck.

 

Das Spiel gegen Mannheim stand eigentlich unter einem guten Stern. Endlich hatten die Royals mal wieder acht Feldspieler am Start, konnten also mit zwei kompletten Reihen dem ISC Mannheim || gegenübertreten.

 

Gleich mit dem ersten Bully legten beide Teams schwungvoll los. Taktieren oder gar erst einmal abwarten, was der Gegner anzubieten hat, sparten sich die Spieler. Stattdessen ging es zielstrebig nach vorne — und das phasenweise mit hohem Tempo. Das war vor allem für die insgesamt 18 Zuschauer schön anzusehen. Dank Schwabauers Treffer in der neunten Spielminute gingen die Gäste aus der Quadratestadt nicht unverdient in Führung. Hendrik Fichtner hatte allerdings etwas dagegen und erzielte nur eine Minute später den Ausgleich. Bis zum Ende des ersten Durchgangs ging es dann auf Augenhöhe weiter. Leistungsgerecht stand es zum Pausentee 1:1.

 

Schwächephase wird bitter bestraft

 

Auch im zweiten Viertel herrschte zunächst Ausgeglichenheit auf dem Spielfeld. Beide Teams erarbeiteten sich einige Torchancen, fanden aber nicht die entscheidende Lücke zwischen den Schonern der Keeper. Dummerweise verloren die Royals kurz vor der Halbzeit ihre Linie. Gerade in der Abweharbeit und im Aufbauspiel kam es immer wieder zu haarsträubenden Fehlern. Diese Schwächephase wurde vom ISC postwendend bestraft — und zwar in Form dreier Treffer innerhalb der letzten fünf Spielminuten des Viertels. Plötzlich lagen die Royals mit 1:4 hinten. Das tat richtig weh.

 

So stand der RRSC schon vor dem dritten Viertel bereits mit dem Rücken zur Wand. Trainer Janik Schwedler schwor seine Truppe in der Pause noch einmal, forderte Vollgas-Hockey von seinen Schützlingen und erinnerte sie auch daran, dass ein Drei-Tore-Vorsprung leicht aufgeholt werden kann. Seine Worte schienen Wirkung zu zeigen. Nach nur 24 Sekunden eröffnete Tim Bornhausen die Aufholjagd. In der 34. Spielminute waren die Royals dann wieder richtig dran. Erneut erwies sich Bornhausen als treffsicherer Schütze. Mit einem trockenen Schuss in die rechte Ecke markierte er das 3:4 und brachte sein Team damit endgültig zurück ins Spiel. Mannheim wankte in dieser Phase erheblich.

 

Die Royals konnten diesen Vorteil allerdings nicht ausnutzen. Das lag vor allem daran, dass die Mannschaft danach wieder in den bereits im zweiten Viertel beobachteten Trott verfiel und den Gästen einige gute Torchancen ermöglichte — und die ISC-Jungs ließen sich dann auch nicht zweimal bitten und schraubten den Vorsprung wieder in die Höhe, während die Royals kein weiteres Mal ins Schwarze trafen. Schlussendlich zeigte die Anzeigetafel nach 45 Minuten einen 4:7-Zwischenstand aus Sicht der Gastgeber an.

 

Mannheim macht den Sack zu

 

Der letzte Durchgang begann mit einem Hoffnungsschimmer. Wieder waren nur wenige Sekunden gespielt, als Stefan Hellmich an die Scheibe kam. Der Rüsselsheimer Stürmer fackelte dann auch nicht lange und beförderte den Puck  zum 5:7 in die Maschen. Die Schluss-Offensive war damit eröffnet. Wenig später verhängte das Schiedsrichtergespann Reichhardt / Stromberg (die beiden Unparteiischen leiteten die Partie vollkommen souverän, dafür ein Dankeschön!) eine Strafzeit gegen Mannheim. Da witterten die Royals natürlich ihre Chance und schickten ihre besten Leute im Powerplay auf das Feld.

 

Leider blieb dem RRSC in dieser spielentscheidenden Phase ein Torerfolg jedoch verwehrt — und wie so oft, wenn man vorne den Puck nicht im Kasten unterbringt, gibt es irgendwann eine kalte Dusche: In der 56. Spielminute schaffte ISC-Spieler Florian Neizert seinen dritten Treffer des Tages. Für die Royals, die einfach nicht zu ihrer Normalform fanden,  war das Gegentor zum 4:8 dann der finale Genickbruch.

 

Der ISC geht damit in der »Best-of-Three«-Serie gegen Rüsselsheim mit 1:0 in Front. Kommende Woche geht es im Friedrichspark weiter. Dort zählt nur ein Sieg. Sonst verlängert sich die Saison noch einmal.

 

Statistik

 

Rüsselsheim Royals vs. ISC Mannheim

 

Endstand: 4:8 (1:1 || 0:3 || 2:3 || 1:1)

 

Für die Royals auf dem Platz: Jan Schneider Janik Schwedler, Hendrik Fichtner, Timo Dombrowski, Tim Bornhausen, Christoph Brabandt, Benjamin Groß, Stefan Hellmich, Eugen Hempel

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen (2), Hellmich, Fichtner

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (6 + 10) || Mannheim (8 + 10)

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