Royals schießen die Wölfe ab

Höchster Saisonsieg für die Rüsselsheim Royals in einer sehr fair geführten Begegnung: Gegen die Langen White Wolves erzielte der RRSC Treffer wie am Fließband. Am Ende war es ein richtiger Kantersieg.

 

Die Rüsselsheim Royals erwischten am vergangenen Samstag gegen die Langen White Wolves einen Sahnetag. Die üblichen Verdächtigen spielten sich dabei mal wieder in den Vordergrund. Während Stefan Hellmich praktisch nach Belieben traf, dem Stürmer gelangen insgesamt fünf Tore, sammelte sein Teamkollege Tim Bornhausen satte zehn Scorerpunkte. Hendrik Fichtners Nummer 56 wurde bei insgesamt sechs RRSC-Toren auf dem Spielberichtsbogen notiert.

 

Es dauerte allerdings eine Weile, bis die königliche Tor-Maschinerie im ersten Viertel gegen die White Wolves ins Rollen kam. Bis zur achten Spielminute mussten sich die Zuschauer gedulden, ehe es zum ersten Mal klingelte. Hellmich brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Front. In der Folgezeit waren die RRSC-Puckjäger feldüberlegen, vergaben allerdings einige gute Torchancen. Daher blieb es bis zur Halbzeitpause eng. Nach dreißig Spielminuten lagen die Royals mit 4:2 vorne. Dieser Zwischenstand wirkte zwar beruhigend, war aber nicht wirklich komfortabel. Schließlich musste Rüsselsheim schon einige Male in der laufenden Saison erleben, wie schnell solch ein Vorsprung dahinschmelzen kann. Daher ergriff Kapitän Janik Schwedler in der Halbzeit das Wort und forderte seine Schützlinge auf, im dritten Viertel Vollgas zu geben.



Gesagt getan: Zwischen der 30. Und 45. Spielminute erhöhte der RRSC den Druck und schraubte das Ergebnis auf 9:2 in die Höhe. Die Truppe aus Langen hielt zwar tapfer dagegen. Der Rüsselsheimer Offensiv-Power hatten die Gäste, die mit Sascha Fischer auf einen ihrer besten Spieler verzichten mussten, in dieser Phase allerdings nichts entgegensetzen. Die Zuschauer sahen dann einige schöne Aktionen, beispielsweise Hellmichs tollen Alleingang, bei dem der Stürmer zunächst drei Gegenspieler umkurvte, ehe er den Puck weiter zu Bornhausen leitete, der dann nicht lange fackelte und die Scheibe in die Maschen hämmerte. Das machte nicht nur Riesenspaß, sondern war natürlich auch Balsam für die in den letzten Monaten doch arg strapazierte Hockey-Seele des Tabellenletzten.

 

Im letzten Viertel kamen beide Teams zu weiteren Toren. Johannes Roßnagel und Hellmich trafen beide doppelt, während auf Langener Seite Steffen Schnürer und Jan-Philipp Dauber ihre Namen in die Torschützenliste eintrugen. Sehenswert war vor allem Roßnagels Alleingang, den die Rüsselsheimer Nummer 27 mit einem Schuss durch die Hosenträger des Langener Goalies krönte. Wenige Minuten später gelang Roßnagel der Treffer zum 13:4-Endstand.

 

Unbestätigten Meldungen zufolge erzielte Armin Wilts das schönste Tor des Tages. Die Langener Nummer 67 forderte den Pressesprecher der Rüsselsheim Royals nach dem Schlusspfiff auf, im Spielbericht auf diese »Tatsache« hinzuweisen. Der alte Fuchs beförderte die Scheibe derartig gekonnt Richtung Gehäuse, dass Royals-Goalie Jan Schneider keine Chance blieb, diese Rakete von einem Schuss zu parieren. Am Ende griff der ansonsten tadellos haltende Schneider daneben. Stürmer Bornhausen dazu: »Wie ging der denn rein, was hat der Torhüter da gemacht?« :-)

 

Statistik

 

Rüsselsheim Royals vs. Langen White Wolves

 

Ergebnis: 13:4 (2:1 | 2:1 |  5:0 | 4:2)

 

Aufstellung Rüsselsheim: Jan Schneider, Janik Schwedler, Tim Bornhausen, Stefan Hellmich, Hendrik Fichtner, Christoph Brabandt, Johannes Roßnagel, Sebastian Löw, Benjamin Groß, Stefan Swoboda

 

Tore Rüsselsheim: Hellmich (5) Bornhausen, Schwedler, Roßnagel (je 2), Fichtner, Brabandt

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (2 Minuten) / Langen (2 Minuten)

 

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