RRSC unterliegt den Mainprimaten

Die Rüsselsheim Royals treten in der Oberliga weiter auf der Stelle. Am frühen Samstagabend unterlagen die Jungs mit der Krone auf der Brust den Frankfurt Mainprimaten mit 5:7. Damit warten die Opelstädter mittlerweile seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Knapp vorbei: Benjamin groß scheitert in dieser Szene am Frankfurter Schlussmann. Foto: Elmar Lütge
Knapp vorbei: Benjamin groß scheitert in dieser Szene am Frankfurter Schlussmann. Foto: Elmar Lütge

Allmählich zerrt die verflixte Negativserie am Nervenkostüm: Nach der Niederlage in Frankfurt ist den Rüsselsheim Royals im Rückspiel vor eigenem Publikum nicht die erhoffte Revanche gegen die Mainprimaten geglückt. Das lag vor allem daran, dass die Gastgeber schon früh in Rückstand gerieten. Schon in der zweiten Spielminute klingelte es erstmalig im RRSC-Gehäuse. Nach weniger als zehn gespielten Minuten lagen die Opelstädter bereits mit 0:3 zurück. Zu diesem Zeitpunkt roch es nach einer dicken Packung. Glücklicherweise blieb den Royals, die gegen den FREC auf einige wichtige Spieler verzichten mussten, dieses Schicksal erspart. Tim Bornhausens Treffer, der kurz vor dem Pfiff zum ersten Pausentee fiel, brachte den RRSC zurück in die Partie.

 

Ab dem zweiten Viertel gestalteten beide Mannschaften die Partie offener. Chancen gab es auf beiden Seiten. Bis zum nächsten Treffer mussten sich die Zuschauer allerdings noch ein wenig gedulden. Als Royals-Verteidiger Johannes Roßnagel wegen unnötiger Härte in die Kühlbox geschickt wurde, schlug Stefan Hellmichs Stunde. In Unterzahl schnappte er sich die Scheibe, sprintete über das komplette Spielfeld und bugsierte den Puck ins Tor. Es war einer der schönsten Treffer des Tages. Zum Halbzeitpfiff lagen die Royals nur noch mit einem Treffer hinten.



Zwischen der 30. Und 45. Spielminute wurde die Partie dann intensiv. Beide Teams bekämpften sich mit allen Mitteln, manchmal über den Rand der Legalität hinaus. Die Schiedsrichter, die ihre Sache sehr ordentlich machten, hatten alle Hände voll zu tun. Wie schon im Hinspiel geschehen, reichten den Mainprimaten wenige Minuten, um den Royals, die zuvor einige gute Chancen liegen gelassen hatten, vorübergehend den Stecker zu ziehen. Binnen 120 Sekunden gelang es den Gästen aus der Mainmetropole, drei Tore zu erzielen. Zwei davon fielen bei numerischer Überlegenheit, also im Powerplay. Damit rannten die Opelstädter kurz vor dem letzten Viertel wieder einem großen Rückstand (2:6) hinterher, was deutlich am Nervenkostüm zerrte.

 

Hängen ließen sich die Royals nach diesem frustrierenden Spielverlauf aber nicht. In der Schlussviertelstunde mobilisierte Rüsselsheim noch einmal alle Kräfte. In der 50. Spielminute leitete Bornhausen mit seinem zweiten Tor des Tages die Aufholjagd ein. Hellmich machte es seinem Teamkollegen kurz darauf nach und brachte seine Mannschaft auf 4:6 heran. Damit schnürte auch er den Doppelpack. Als Verteidiger Eugen Hempel dann noch auf 5:6 verkürzte, schien sich das Momentum auf der Seite der »Königlichen« zu befinden. Dann jedoch kam FREC-Stürmer Johannes Weckend. Die Frankfurter Nummer 28 tauchte nur eine Minute später gefährlich vor dem Rüsselsheimer Kasten auf und versenkte die Scheibe zum finalen 5:7-Endstand in den Maschen.

 

Für Rüsselsheim liefen auf: Jan Schneider, Tim Bornhausen, Benjamin Groß, Stefan Hellmich, Timo Dombrowski, Christoph Brabandt, Sascha Conrad, Eugen Hempel, Johannes Roßnagel

 

Stimmen zum Spiel: »Es war ein harter Kampf auf beiden Seiten. Manchmal ruppig, aber dennoch fair. Wir hatten leider zu wenig Scheibenglück und zwei unnötige Gegentore gefangen. Dennoch ziehe ich vor der Mannschaft den Hut.» (Janik Schwedler)

 

Tore Rüsselsheim: Bornhausen, Hellmich (je 2), Hempel

 

Strafzeiten: Rüsselsheim (18 + 10), Frankfurt (8)

 

Schiedsrichter: Stefan D´Anna, Joseph Ulrich

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