Die Tops und Flops der Vorrunde

Rüsselsheim Royals
Eine Mannschaft, die ihre Gegner das Fürchten lehrt: Die Rüsselsheim Royals.

Der RRSC ist die Mannschaft der Stunde in der Gruppe B der Landesliga. Die Jungs vom Sommerdamm haben eine beeindruckende Vorrunde gespielt. Genau der richtige Zeitpunkt, um auf die Tops und Flops der vergangenen zwölf Ligaspiele zu schauen.

 

Der Gefährlichste: Tim Bornhausen drückte der Vorrunde seinen Stempel auf. Der Rüsselsheimer Spielmacher erwies sich als fleißiger Scorer mit großem Kämpferherz. Der Junge ist einfach das komplette Paket. Der wertvollste Akteur im RRSC-Kader. Wurde mit insgesamt 28 Punkten (14 Tore / 14 Vorlagen) interner Topscorer.

 

Der höchste Saisonsieg: Am 27.08.2016 fuhren die Royals gegen die IVA Gentlemen den höchsten Saisonsieg ein. Rüsselsheim gewann das Spiel mit 12:2. In keinem anderen Spiel erzielte der RRSC mehr Treffer.

 

Der Souveräne: Hendrik Fichtner zählt zur alten Rüsselsheimer Garde. Das merkt man dem 1979 geborenen Verteidiger auf dem Spielfeld aber keineswegs an. »Henne« zeigte auch im Jahr 2016, wie wertvoll er für sein Team ist. Egal ob im Spielaufbau, beim Torabschluss oder in den Special-Teams: Fichtner weiß stets, wo er zu stehen hat. Das macht ihn nahezu unverzichtbar für die Mannschaft.

 

Das Torverhältnis: Der Blick in die Statistik ist einfach nur atemberaubend. Die Royals erzielten insgesamt 91 Treffer. Gerade einmal 30 Gegentore stehen nach zwölf Spielen zu Buche. Das entspricht einem Torverhältnis von plus 61. Eine sensationelle Bilanz.

 

Die Tiefpunkte: In dieser Kategorie führt kein Weg an einer Partie gegen die Hanau Lobsters vorbei: Am vierten Spieltag kassierten die Royals gegen den alten Rivalen eine 3:7-Niederlage. Damit war der Nimbus der Unbesiegbarkeit in der Landesliga dahin. Der zweite Tiefpunkt ereilte den RRSC schon kurz nach dem Saisonstart: Im Pokalduell gegen die Nordhessen Hornets mussten sich die Opelstädter nach einem äußerst schwachen Auftritt mit 3:5 geschlagen geben. Ein Spiel, über das man sich am Sommerdamm noch tagelang ärgerte.

 

Der Spruch des Jahres: »Frag doch mal den Zuckerberg, ob er einen Facebook-Account hat!« Ex-Löwe Tim Bornhausens Antwort auf die Frage, ob er eine Karte für das Summer Game in Frankfurt besitzt.

 

Die Abwehrleistung: Die Defensive der Royals stand in der Vorrunde fast immer sicher. Kam der Gegner dennoch zu Chancen, zeigten die beiden Goalies Jan Schneider und Tom Kocurek stets, dass sie nicht zu Unrecht zwischen den Pfosten stehen. Die beiden Goalies erwiesen sich häufig als Turm in der Schlacht, wenn es vor dem Kasten einmal brenzlig wurde. Insgesamt kassierten die Royals gerade einmal 30 Gegentore in zwölf Spielen. Das ist eine mehr als oredntliche Bilanz.

 

Spaß ist Trumpf: 2016 ist bislang ein erfolgreiches Jahr für den RRSC. Das liegt vor allem daran, dass der Zusammenhalt in der Mannschaft grandios ist. Es gab nur wenige Rüsselsheimer Teams, die so eine homogene Einheit bildeten, wie es beim aktuellen Royals-Jahrgang der Fall ist. Schon auf den ersten Blick sieht man, dass im Trikot mit der Krone auf der Brust nicht irgendein zusammengewürfelter Haufen um Punkte kämpft, sondern Freunde gemeinsam das Feld beackern, die auch nach dem Training gerne zusammensitzen und ein Bierchen trinken. Kein Wunder, dass die Truppe von Sieg zu Sieg eilte und dabei auch noch großen Spaß hatte. So soll es sein!

 

Der Fame-Faktor: Lutz Teisler ist eigentlich ein ruhiger Vertreter, der nicht allzu gerne im Rampenlicht steht. In der laufenden Spielzeit erlangte der knapp zwei Meter große Sturm-Hüne einen großen Bekanntheitsgrad in der Landesliga. Die ganze Geschichte begann mit einem Acht-Tore-Wochenende beim Heimturnier der Vellmar Speedbears. Danach begann ein regelrechter Hype um den Stürmer, der mit einem vermeintlichen Angebot der Nordhessen Hornets weiter angestachelt wurde. Da staunte auch die Verwandtschaft nicht schlecht und erkundigte sich bei Teisler, ob er denn wirklich in die Region Kassel ziehen wolle. Nun, einige Wochen später, ist Teisler der einzige Landesliga-Hockeyspieler, der mit einer eigenen Trading Card durch die Gegend läuft und sogar schon eine Autogrammstunde gegeben hat.

 

Der Höhepunkt: Es ist gar nicht so einfach, hier etwas Passendes zu finden. Ein Ergebnis kommt nicht unbedingt in Frage. Vermutlich spielte sich der Höhepunkt der Vorrunde am 04.06.2016 für die Rüsselsheim Royals am heimischen Sommerdamm ab. An diesem Tag stieg das Heimturnier der Mannschaft mit der Krone auf der Brust. Für die Royals war es ein absoluter Festtag. Leider beendete der einsetzende Regen in den Nachmittagsstunden frühzeitig das bunte Treiben am Royals-Dome. Für den RRSC war der Tag dennoch ein voller Erfolg.

 

Der Punkte-Ausraster: Stefan Hellmich war beim Turnier (dritter Spieltag) der Vellmar Speedbears nicht zu bremsen. Der Royals-Stürmer erzielte gleich 15 Punkte (6 Tore und 9 Assists) an diesem bemerkenswerten Tag. An keinem anderen Spieltag schaffte ein RRSC-Spieler mehr Punkte auf einen Schlag.

 

Der Pechvogel: Harald Krekeler verletzte sich beim Turnier in Baunatal (vierter Spieltag). Der Stürmer, der schon seit den 1990er Jahren für den RRSC auf Torejagd geht, fällt damit voraussichtlich bis zum Saisonfinale in Mannheim aus. Wir wünschen gute Besserung.

 

Der Torgefährliche: Franz Schmidt ist im Sturm kaum zu halten. Bekommt er den Puck vor dem gegnerischen Kasten aufgelegt, klingelt es gefühlt in neun von zehn Fällen. Schon in seinen ersten drei Spielen (Baunatal, vierter Spieltag) in der laufenden Saison erzielte er elf Tore in drei Spielen. Insgesamt kam der 1989 geborene Bayer auf 16 Tore in fünf Partien. Kein anderer Rüsselsheimer Spieler traf häufiger ins Schwarze. Selbst Lutz Teisler musste sich angesichts dieser Trefferquote geschlagen geben.

 

Der Fließband-Scorer: Ein Spiel in der Landesliga dauert gerade einmal dreißig Minuten. Da gibt es also nicht viel Zeit für persönliche Scorer-Höhenflüge. Marc Stromberg jucken solche Dinge alllerdings nicht großartig. Im Spiel gegen die IVA Gentlemen (27.08.2016) bekam der Verteidiger exakt acht Punkte gutgeschrieben. Ein Tor und sieben Assists standen nach der Partie zu Buche. Kein anderer Royals-Spieler hat in der laufenden Saison mehr Punkte in einem Spiel erzielen können.

 

Der Minimal-Sieg: Beim Heimturnier der Rüsselsheim Royals wollte der Puck gegen Hanau einfach nicht in den Kasten. Zwar boten die Royals Einbahnstraßen-Hockey — der von Andreas Becker gehütete Kasten schien aber wie vernagelt zu sein. Am Ende siegten die Royals dennoch knapp mit 2:1. In keinem anderen Spiel in der laufenden Saison mit Rüsselsheimer Beteiligung fielen weniger Treffer.

 

Der Vielseitige: Benjamin Groß hatte schon vor der Saison einiges zu tun. Als Erster Vorsitzender des Vereins ist er verantwortlich für die komplette Organisation. In der Mannschaft ist er zudem als Stürmer unterwegs. Das scheint dem dreißig Jahre alten Nauheimer aber noch nicht auszureichen. Seit einigen Monaten ist er jetzt auch noch als Torhüter unterwegs. In diversen Trainingseinheiten hütete er den Kasten und kann mittlerweile bereits als Alternative angesehen werden. Jede Wette, bald wird er sein Pflichtspiel-Debüt feiern.

 

Spruch des Jahres 2: »Mensch, bin ich noch betrunken!« Kapitän Janik Schwedlers Worte, als er an Pressewart Stefan Swoboda vorbeifuhr, der sich gerade mit einem Journalisten über die aktuelle Verfassung und Leistungsdichte der Rüsselsheimer Mannschaft unterhielt. Swoboda wäre in diesem Augenblick am liebsten vor Scham im Boden versunken...

Die famosen Hornets: Weiter oben haben wir die »Teislermania« in Rüsselsheim bereits erwähnt. Dieser Schabernack wäre ohne die Mannschaft der Nordhessen Hornets nicht möglich gewesen. Die Hornissen mischten auf »Facebook« munter mit, unterbreiteten sogar ein fiktives Transfer-Angebot für unseren Stürmer und brachten sogar eigens ausgedruckte Autogrammkarten mit zu unseren Spielen nach Baunatal. Damit waren heitere Stunden garantiert. Danke an unsere Freunde aus Nordhessen!

 

Das Comeback: Sebastian Löw, Mitglied des Meisterteams von 2009, ließ sich Anfang des Jahres am Sommerdamm blicken. Mittlerweile ist der 35-Jährige wieder ein fester Bestandteil der Mannschaft. Ein Pfundskerl, der auf und abseits des Spielfeldes stets eine Riesen-Stimmung verbreitet. Einer der größten Spaßvögel der Truppe. Löw schoss am letzten Spieltag der Vorrunde seinen ersten Saisontreffer. Zuvor war ihm ein Tor nicht anerkannt worden.

 

Die Arbeitsbienen: Kaum ist man sie los, stehen sie schon wieder vor einem. Diese Beschreibung gilt für mehrere Rüsselsheimer Spieler. Hendrik Fichtner, Jan Balgar, Tim Bornhausen und Benjamin Groß geben wirklich keine Scheibe verloren. Wenn man über keinen Turbo im Antritt verfügt oder die Scheibe nicht zu einem besser postierten Mitspieler passen kann, ist man geliefert. Dann schwirren sie um einen herum, bis sie dir endlich den Puck abgeluchst haben — und das auch noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

 

Die Punkteausbeute: 36 Punkte gab es in der Gruppe B zu verteilen. Der RRSC sicherte sich davon 33. Eine gigantische Bilanz. Am Gruppensieg der Rüsselsheim Royals führte bei dieser Ausbeute kein Weg vorbei. Die Tabelle spricht eine eindeutige Sprache.



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