Royals bleiben in der Landesliga auf Erfolgskurs

Die Rüsselsheim Royals haben am Samstag ihr Landesliga-Heimturnier ausgetragen. Für die Opelstädter gab es dabei viel Grund zum Jubeln. Der RRSC behielt in allen Partien die Oberhand und hat damit in der Liga seine weiße Weste gewahrt.

 

Fünf Teams kämpften am dritten Spieltag der laufenden Landesliga-Saison am Rüsselsheimer Sommerdamm um Punkte. Die Rüsselsheim Royals begrüßten die IVA Gentlemen aus Assenheim, die Mannschaften der Pinguine Baunatal und der Vellmar Speedbears sowie die Hanau Lobsters.

 

Packendes Duell gegen Gentlemen

 

Der Terminkalender war reichlich gefüllt. Sechs Spiele standen auf dem Programmplan. Gleich zum Auftakt durfte der Gastgeber ran. Die Rüsselsheim Royals kreuzten die Schläger mit den IVA Gentlemen, die aus dem Wetteraukreis angereist waren und die Opelstädter zunächst ganz schön ins Schwitzen brachten. Die Royals hatten in der ersten Halbzeit zwar mehr Spielanteile, lagen gegen die clever agierenden Schlipsträger nach 15 Spielminuten allerdings mit 1:2 im Hintertreffen. Geburtstagskind Tim Bornhausen, der am Samstag 28 Jahre alt wurde, erzielte das erste Rüsselsheimer Tor an diesem Tag.

 

Im zweiten Durchgang schafften es die Royals, ihre spielerische Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Nach einem Doppelschlag binnen zweier Minuten durch Stefan Hellmich und Johannes Roßnagel war der Spielstand auf 3:2 aus Sicht der Hausherren gedreht. In der 13. Spielminute machte Bornhausen den Sack endgültig zu. Der zweite Treffer des Stürmers sorgte für einen beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung. Die Gäste gaben sich zwar nicht auf, schafften es in der Schlussphase allerdings nicht mehr, sich noch einmal in die Partie zu kämpfen. Kamen die Gentlemen einmal vor das RRSC-Tor, war Keeper Jan Schneider zur Stelle. Die Royals behielten im Duell mit den Gentlemen die Oberhand und sicherten sich die ersten Punkte. 4:2 lautete das Endergebnis aus Sicht der Hausherren.

 

Hanau siegt locker gegen Baunatal

 

Im zweiten Spiel des Tages maßen sich die Hanau Lobsters mit den Pinguinen aus Baunatal. Die Hummer erwischten dabei einen Einstand nach Maß. Gleich sechsmal schlug der Puck im Kasten der Pinguine ein. Für Hanau waren Berghofer, Weber (je 2), Ganß und Günter erfolgreich. Den Baunataler Ehrentreffer erzielte Wolff.

 

Gentlemen bekommen die Hütte voll

 

Gleich darauf wurde die Partie zwischen den IVA Gentlemen und den OSC Vellmar Speedbears ausgetragen. Wer nach dem guten Auftritt der Gentlemen gegen Rüsselsheim mit einem Sieg der Wetterauer rechnete, rieb sich nach der Schlusssirene verwundert die Augen. Gleich sieben Buden schenkten die Nordhessen aus dem beschaulichen Vellmar den Inlinehockey-Spielern der Gentlemen ein.

 

Schon in der ersten Hälfte spielten sich die Speedbears einen Vorsprung heraus und lagen zum Pausentee mit 4:1 in Front. In der zweiten Halbzeit änderte sich daran nicht mehr viel. Während die Gentlemen in der Offensive ohne Fortune bleiben, lief es bei den Bären wie am Schnürchen. Nach drei weiteren Toren lautete der Endstand 7:1 für die Mannschaft der Vellmar Speedbears. Überragender Akteur war Speedbear Sven Slavik, der einen Hattrick erzielte und noch ein weiteres Tor vorbereitete.

 

Rüsselsheim durchbricht das Hanauer Abwehrbollwerk

 

Im vierten Spiel kam es am Sommerdamm zu einem ewig jungen hessischen Inlinehockey-Duell. Die Royals baten die Hanau Lobsters zum Tanz. Schon vor zwanzig Jahren, als die Opelstädter erstmalig in einer organisierten Liga um Punkte kämpften, zählten die Hummer zu den Gegnern der «Königlichen». Kein Wunder, dass der RRSC in seiner Jubiläums-Saison diesen alten Rivalen unbedingt schlagen wollte.

 

Zunächst rannten die Royals jedoch in einen Konter. Schon in der dritten Spielminute musste Rüsselsheims neuer Goalie Tom Kocurek hinter sich greifen. Hanaus Weber versenkte den Puck unhaltbar im Kasten. Die Royals ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Immer wieder wurden die Hummer von der Mannschaft mit der Krone auf der Brust vor dem eigenen Tor eingeschnürt. Routinier Ani Becker, der den Kasten der Lobsters hütete, erwies sich als Turm in der Schlacht. Mit zahlreichen Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel. In der sechsten Spielminute durchbrachen die Royals endlich den Abwehrriegel. Wieder einmal setzte sich Tim Bornhausen gekonnt in Szene und ließ Lobsters-Goalie Becker keine Chance. Mit diesem Spielstand ging es dann in die Halbzeitpause.

 

In den zweiten 15 Minuten sahen die Zuschauer eine einseitige Partie. Hanau beschränkte sich mittlerweile nur noch auf die Verteidigung und wirkte dabei schon ein wenig wie ein angeschlagener Boxer, der kurz vor dem Knockout steht. Das lag vor allem auch daran, dass die Lobsters gerade einmal mit sechs Feldspielern den Weg in die Opelstadt angetreten hatten und mittlerweile konditionell angeschlagen waren. Die Royals fackelten dann nicht lange und nutzten diesen Vorteil aus. In der 17. Spielminute war Torhüter Becker zum zweiten Mal geschlagen. Rüsselsheims Benjamin Groß, der gegen die Lobsters zu den Besten Akteuren zählte, fälschte Hendrik Fichtners Schuss unhaltbar ab. Damit lagen die Hausherren mit 2:1 in Front. «Ich habe es schon so oft probiert, endlich hat es mal im Spiel geklappt», freute sich Groß nach der Schlusssirene über das Tor.

 

Im weiteren Spielverlauf wurde es dann richtiggehend einseitig. Hanau stellte den Spielbetrieb fast vollständig ein, versuchte lediglich, das Ergebnis zu halten. Die Royals setzten die Gäste in der Folgezeit heftig unter Druck. Immer wieder rannten die Rüsselsheimer auf das gegnerische Gehäuse an. Hanaus Goalie Becker stand unter Dauerbeschuss. Ein weiterer Treffer blieb den Royals allerdings verwehrt. Am Ende der Partie hieß es 2:1 für Rüsselsheim.

 

Regen beendet den Hockey-Tag

 

Kurz nach dem Ende des vierten Spiels öffnete der Himmel seine Pforten. Strömender Regen setzte ein und verwandelte den Rüsselsheimer Hockeyplatz in ein riesiges Schwimmbecken. An Inlinehockey war spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. Damit fiel die Partie zwischen Baunatal und Vellmar buchstäblich ins Wasser. Den Schiedsrichtern blieb nichts anderes übrig, als den Spieltag abzubrechen. Auch das Spiel zwischen Rüsselsheim und Hanau konnte nicht mehr angepfiffen werden.

 

Dennoch war das Turnier ein voller Erfolg. Die vielen Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, während die RRSC-Mannschaft auf dem Feld um Punkte kämpfte. Unter dem Strich waren die Royals mit dem Tag rundum zufrieden. Als eine gute Stunde nach dem Abbruch die Sonne wieder über dem Hockeyplatz strahlte, kehrte allmählich Ruhe ein. Mit einer Partie Tischfußball ließ die Mannschaft den Tag dann gut gelaunt ausklingen. Vorstandsmitglied Bornhausen freute sich vor allem über den reibungslosen Ablauf. «Die Helfer haben einen tollen Job gemacht. Da kann man nur den Hut ziehen und sich bedanken», lobte der Stürmer.

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